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ARD-DeutschlandTREND

April 2017

Kanzlerpräferenz: „Schulz-Effekt“ verliert an Kraft

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Politikerbewertung: Merkel deutlicher vor Schulz, Schäuble auf Platz 1

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Knappe Mehrheit zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung

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Regierungszufriedenheit - Parteianhänger

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Große Koalition beliebtestes Koalitionsmodell

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Sonntagsfrage: Union drei Punkte vor der SPD

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Mehrheit profitiert nicht vom Wirtschaftswachstum

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Profitieren Sie persönlich vom Wirtschaftswachstum? 
Bildungsgrad und Einkommen

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Syrien-Konflikt: Deutsche befürchten Eskalation nach US-Luftangriff

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Deutsch-amerikanisches Verhältnis weiter belastet, großes Misstrauen gegenüber der Türkei

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Vertrauenswürdige Partner Deutschlands - Zeitverlauf

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Deutsch-türkisches Miteinander wird mehrheitlich als gut bewertet

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Kanzlerpräferenz: „Schulz-Effekt“ verliert an Kraft

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Politikerbewertung: Merkel deutlicher vor Schulz, Schäuble auf Platz 1

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Knappe Mehrheit zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung

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Große Koalition beliebtestes Koalitionsmodell

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Sonntagsfrage: Union drei Punkte vor der SPD

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Syrien-Konflikt: Deutsche befürchten Eskalation nach US-Luftangriff

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Deutsch-amerikanisches Verhältnis weiter belastet, großes Misstrauen gegenüber der Türkei

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Vertrauenswürdige Partner Deutschlands - Zeitverlauf

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Deutsch-türkisches Miteinander wird mehrheitlich als gut bewertet

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Die Nominierung von Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidat sorgte Ende Januar für eine starke Mobilisierung der SPD-Anhängerschaft und entfaltete auch über die eigenen Reihen hinaus Zugkraft. Dieser als „Schulz-Effekt“ bezeichnete Mobilisierungsschub hat in den ver-gangenen Wochen nachgelassen. Aktuell liegt die amtierende Kanzlerin wieder vor ihrem SPD-Herausforderer: Fünf Monate vor der Bundestagswahl würde sich knapp die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) für Angela Merkel als Kanzlerin entscheiden, vier von zehn (40 Prozent) votieren für Schulz als Kanzler.
Die Kanzlerpräferenz der Bundesbürger spiegelt sich auch in der Politikerbewertung: Über Bundeskanzlerin Merkel äußern sich 62 Prozent der Bürger positiv (+2 gegenüber März). Sie erreicht damit den besten Wert seit Beginn der Flüchtlingskrise im Spätsommer 2015 und setzt sich deutlicher als im Vormonat von ihrem Herausforderer Schulz ab (48 Prozent, -4). Finanzminister Wolfgang Schäuble (68 Prozent, +3) steht weiterhin auf Platz 1 der Politikerbewertung. Die gestiegene Zufriedenheit mit den Kabinettsmitgliedern geht einher mit einer deutlich wohlwollenderen Bewertung der Bundesregierung, die aktu-ell von 53 Prozent (+9) für ihre Arbeit gelobt wird.
Eine Fortsetzung des Bündnisses aus Union und SPD nach der Bundestagswahl wäre somit nach Ansicht vieler Bundesbürger nicht die schlechteste Lösung: Jeder Zweite bewertet eine Große Koalition unter Führung der CDU/CSU als sehr gut bzw. gut für Deutschland. Kaum weniger Zuspruch findet eine Große Koalition unter einem sozialdemokratischen Kanzler (47 Prozent). Andere politisch denkbare Bündnisse überzeugen deutlich weniger Bürger.
In der politischen Stimmung kann sich die Union in diesem Monat leicht von der SPD abset-zen. Wäre bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl, könnte die CDU mit 34 Prozent rechnen – ein Plus von zwei Punkten im Vergleich zum Vormonat. Die SPD käme wie vor vier Wochen auf 31 Prozent. Unverändert sind auch die Stimmenanteile für AfD (11 Pro-zent), Grüne (8 Prozent) und FDP (6 Prozent). Die Linke verliert gegenüber März 1 Prozent-punkt und könnte derzeit mit 7 Prozent rechnen.
Als Reaktion auf den Giftgaseinsatz in Syrien, für den die USA den syrischen Präsidenten Assad verantwortlich machen, hat US-Präsident Trump in der vergangenen Woche den Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt angeordnet. Die Hälfte der Deutschen sieht ein stärkeres militärisches Engagement der USA gegen den syrischen Machthaber Assad eher kritisch - sicherlich auch aufgrund der von vielen Bürgen geäußerten Sorge, dass im Zuge der Luftangriffe der USA gegen die syrische Regierung der Konflikt zwischen den USA und Russland eskalieren (67 Prozent) und letztlich über die Region hinaus zu einem größe-ren Krieg führen könnte (72 Prozent). Das deutsch-amerikanische Verhältnis ist aus Sicht der Bundesbürger weiter belastet. Aktuell halten 29 Prozent (+7 gegenüber Februar) die USA für vertrauenswürdig, zwei Drittel (66 Prozent) hingegen nicht. Auf einem Rekordtief be-wegt sich das der Türkei entgegengebrachte Vertrauen. Nach der intensiven Berichterstat-tung über Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland und die Inhaftierung von Journalisten in der Türkei halten lediglich 3 Prozent der Bundesbürger die Türkei für vertrau-enswürdig. Ungeachtet dessen bewerten die Bundesbürger das deutsch-türkische Zusam-menleben hierzulande überwiegend positiv (60:36 Prozent).

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.002 Befragte

Erhebungszeitraum:10. bis 11. April 2017
Sonntagsfrage: 10. bis 12. April 2017

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de