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ARD-DeutschlandTREND

Februar 2017

Politikerzufriedenheit: Schulz und Merkel gleichauf

Politikerzufriedenheit: Schulz und Merkel gleichauf

Direktwahl: Schulz gegenüber Merkel im Vorteil

Direktwahl: Schulz gegenüber Merkel im Vorteil

Direktwahl Bundeskanzler/-in Merkel vs. Schulz/Steinbrück

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Schulz-Nominierung stärkt Wunsch nach Alternative im Bund

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Regierungszufriedenheit: eine Hälfte zufrieden, andere Hälfte nicht

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Motive der Wahlentscheidung: Der Kandidat ist nicht alles

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Sonntagsfrage: Schulz-Nominierung bringt Schub für SPD

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Nächste Regierung: kein Koalitionsmodell überzeugt mehrheitlich

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Scheidender Bundespräsident Gauck: acht von zehn zufrieden

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Amerika: massiver Ansehenseinbruch unter Trump

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Ansichten zum US-Präsidenten Donald Trump

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Neun von zehn besorgt um Demokratie in Türkei

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Politikerzufriedenheit: Schulz und Merkel gleichauf

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Direktwahl: Schulz gegenüber Merkel im Vorteil

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Direktwahl Bundeskanzler/-in Merkel vs. Schulz/Steinbrück

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Schulz-Nominierung stärkt Wunsch nach Alternative im Bund

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Regierungszufriedenheit: eine Hälfte zufrieden, andere Hälfte nicht

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Motive der Wahlentscheidung: Der Kandidat ist nicht alles

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Sonntagsfrage: Schulz-Nominierung bringt Schub für SPD

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Nächste Regierung: kein Koalitionsmodell überzeugt mehrheitlich

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Scheidender Bundespräsident Gauck: acht von zehn zufrieden

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Amerika: massiver Ansehenseinbruch unter Trump

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Ansichten zum US-Präsidenten Donald Trump

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Neun von zehn besorgt um Demokratie in Türkei

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Die SPD-Spitze hat sich auf Martin Schulz als Kanzlerkandidaten festgelegt. Der designierte SPD-Herausforderer findet ähnlich wie im Vormonat den Zuspruch von 55 Prozent der Deutschen. Schulz erreicht damit nicht ganz den Rückhalt, den Peer Steinbrück unmittelbar nach seiner Nominierung im Herbst 2012 (59 Prozent) genoss. Dass Schulz dennoch zu einem ernstzunehmenden Herausforderer für die CDU-Amtsinhaberin werden könnte, signalisiert die Kanzlerpräferenz der Deutschen. Bei einer Direktwahl würden 34 Prozent für Angela Merkel, 50 Prozent für Martin Schulz stimmen. Ähnlich wie die Nominierung von Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat im Herbst 2012 stärkt auch die Festlegung auf Martin Schulz den Wunsch nach Alternativen im Bund. Jeder zweite Wahlberechtigte (50 Prozent) spricht sich momentan für ein SPD-geführtes Kabinett aus, vier von zehn (39 Prozent) plädieren für eine Regierung unter Unions-Führung. Unmittelbar nach der Nominierung von Steinbrück hatten sich 46 Prozent für eine SPD-geführte Bundesregierung ausgesprochen, 42 Prozent für ein unionsgeführtes Kabinett. Wie nachhaltig die Kandidaten-Entscheidung die Sozialdemokraten letztlich tragen wird, hängt maßgeblich von der inhaltlichen Ausrichtung des SPD-Wahlkampfes ab. So orientieren sich nach eigenen Angaben sieben von zehn Wahlberechtigten (68 Prozent) bei ihrer Wahlentscheidung in erster Linie an den Lösungsvorschlägen der Parteien zu Sachfragen, nur 17 Prozent an den jeweiligen Spitzenkandidaten.

Kurzfristig beschert die Schulz-Nominierung der SPD deutlichen Rückenwind. Gegenüber Anfang Januar legt die SPD 8 Punkte zu, so dass sie aktuell auf 28 Prozent käme – der höchste Wert für die SPD im ARD-DeutschlandTREND seit September 2013 (28,0 Prozent). Die Union verliert gegenüber dem Vormonat 3 Punkte und hätte 34 Prozent in Aussicht. Die AfD gibt im selben Zeitraum 3 Punkte ab und käme aktuell auf 12 Prozent. Linke und Grüne können mit je 8 Prozent rechnen, und blieben damit leicht unter ihrem Vormonatswert (-1). Die FDP könnte einen Punkt auf 6 Prozent zulegen. Andere Parteien kämen momentan zusammen auf 4 Prozent (-1).

Der Wechsel von Barack Obama auf Donald Trump wird von einem massiven Ansehenseinbruch der Vereinigten Staaten begleitet: Betrachteten unmittelbar vor der Präsidentenwahl im November letzten Jahres sechs von zehn Bundesbürger (59 Prozent) die USA als vertrauenswürdigen Partner Deutschlands, sind es aktuell 22 Prozent – ein Rekordtiefstand im ARD-DeutschlandTREND. Die USA genießen damit aktuell in der deutschen Bevölkerung ein ähnlich geringes Vertrauen wie Russland (21 Prozent).

Unmittelbar vor der Türkei-Reise der Kanzlerin geben neun von zehn Deutschen (89 Prozent) an, dass sie sich Sorgen um die Demokratie in der Türkei machen. Der kritische Blick auf die türkischen Verhältnisse geht einher mit dem Wunsch nach einem entschiedeneren Auftreten gegenüber Ankara (83 Prozent). Zugleich sollten Verhandlungen mit der Türkei nicht um jeden Preis geführt werden. So fordert zwar jeder Zweite (50 Prozent) die Kanzlerin auf, alles für die Rettung des Türkei-Flüchtlingsabkommens zu tun, vier von zehn (42 Prozent) aber sind gegenteiliger Ansicht. Nicht nur hier wird deutlich, dass die Türkei aktuell von kaum einem Deutschen (4:93 Prozent) als vertrauenswürdiger Partner gesehen wird.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.006 Befragte
Sonntagsfrage: 1.506 Befragte
Fragen zur wirtschaftlichen Lage: ca. 500 Befragte

Erhebungszeitraum:30. bis 31. Januar 2017
Sonntagsfrage: 30. Januar bis 01. Februar 2017

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
(Bei 500 Befragten: 1,9* bis 4,4** Prozentpunkte)
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de