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ARD-DeutschlandTREND

Januar 2017

Sicherheitslage: Drei Viertel der Bürger fühlen sich eher sicher, ein Viertel eher unsicher

Sicherheitslage: Drei Viertel der Bürger fühlen sich eher sicher, ein Viertel eher unsicher

Vier von zehn sehen Handlungsbedarf beim Schutz gegen Terror

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Vertrauen in die Polizei ist ungebrochen groß

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Flüchtlingsthematik ist wichtigste politische Aufgabe in 2017

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Zuwanderung bringt aus Sicht der Bürger eher Nachteile

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Zuwanderung:  Sorge vor steigender Kriminalität und stärkerem Einfluss des Islam

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Große Mehrheit erwartet Stimmungswahlkampf

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Politikerzufriedenheit: de Maizière und Seehofer legen zu, Özdemir und Lindner verlieren

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Politikerzufriedenheit Angela Merkel / Sigmar Gabriel
(Zeitverlauf)

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Jeder Zweite vergibt gute Noten an die Große Koalition

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Sonntagsfrage: Union und AfD legen zu, SPD und Grüne verlieren

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Jeder Sechste sieht Verschlechterung der Lebenssituation gegenüber vor 50 Jahren

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Sicherheitslage: Drei Viertel der Bürger fühlen sich eher sicher, ein Viertel eher unsicher

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Vier von zehn sehen Handlungsbedarf beim Schutz gegen Terror

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Vertrauen in die Polizei ist ungebrochen groß

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Flüchtlingsthematik ist wichtigste politische Aufgabe in 2017

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Zuwanderung bringt aus Sicht der Bürger eher Nachteile

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Zuwanderung:  Sorge vor steigender Kriminalität und stärkerem Einfluss des Islam

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Große Mehrheit erwartet Stimmungswahlkampf

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Politikerzufriedenheit: de Maizière und Seehofer legen zu, Özdemir und Lindner verlieren

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Politikerzufriedenheit Angela Merkel / Sigmar Gabriel
(Zeitverlauf)

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Jeder Zweite vergibt gute Noten an die Große Koalition

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Sonntagsfrage: Union und AfD legen zu, SPD und Grüne verlieren

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Jeder Sechste sieht Verschlechterung der Lebenssituation gegenüber vor 50 Jahren

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Seit dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt kurz vor Heiligabend hat sich die Debatte um die innere Sicherheit in Deutschland intensiviert. Auch wenn sich drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) nach eigener Auskunft eher sicher fühlen, äußert immerhin jeder Vierte (26 Prozent) Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit im Zusammenhang mit der Terror-Gefahr. Nach Ansicht von 57 Prozent ist Deutschland gegen terroristische Angriffe alles in allem gut geschützt, Vier von Zehn (39 Prozent) halten den Schutz hingegen für unzureichend. Ebenfalls rund Vier von Zehn (43 Prozent) geben an, dass die aktuelle Sicherheitslage Einfluss auf ihr Verhalten hat: 43 Prozent achten in ihrem Alltag verstärkt auf verdächtig aus-sehende Personen und Gegenstände, 36 Prozent meiden große Menschenansammlungen, wie z.B. in Flughäfen und Bahnhöfen. Eine Ausweitung der Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen halten – ähnlich wie vor einem Jahr – 79 Prozent für geboten.

Das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei in Deutschland ist nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Aktuell haben 88 Prozent der Deutschen sehr großes bzw. großes Vertrauen in die Polizei – vier Punkte mehr als vor einem Jahr. Das Vertrauen in die deutschen Geheimdienste ist hingegen nicht sehr ausgeprägt: Lediglich ein gutes  Drittel (36 Prozent) äußert sich vertrauensvoll über BND und Verfassungsschutz, eine Mehrheit von 54 Prozent ist skeptisch. Vor diesem Hintergrund dürfte eine Reform der Verfassungsschutzbehörden, wie von Innenminister de Maizière angeregt, bei den Bürgern auf Resonanz stoßen.

Die Flüchtlingssituation ist aktuell das mit Abstand wichtigste Thema: Vier von zehn Wahlberechtigen (40 Prozent) sind der Meinung, dass sich die Bundesregierung vorrangig darum kümmern sollte. Die zweithäufigste Nennung betrifft die Innere Sicherheit und die Abwehr der Terror-Gefahr in Deutschland: Rund jeder Zehnte (11 Prozent) nennt dieses Thema. Mit Blick auf die Zuwanderung nach Deutschland ist jeder Zweite (50 Prozent) der Meinung, dass durch die Zuwanderung eher Nachteile entstehen, während jeder Dritte (33 Prozent) darin eher Vorteile sieht.

Zum Auftakt des Bundestagswahljahres erwarten zwei Drittel der Wahlberechtigten (67 Prozent), dass der bald anstehende Wahlkampf sehr aggressiv geführt werden wird. Eine deutliche Mehrheit von 86 Prozent befürchtet, dass im Bundestagswahlkampf Stimmungen eine größere Rolle spielen werden als Fakten. Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten (53 Prozent) glaubt dementsprechend nicht, dass die Kandidaten einen respektvollen Umgang miteinander pflegen werden.

Erstmals seit einem Jahr erfährt die Bundesregierung wieder mehrheitlich positive Rückmeldung von den Wahlberechtigten. Aktuell äußern sich 51 Prozent der Bürger sehr zufrieden (2 Prozent) bzw. zufrieden (49 Prozent) mit der Arbeit der Großen Koalition.

Die aktuelle politische Stimmung ist günstig für Union und AfD, während SPD und Grüne Rückhalt verlieren. Aktuell würden 37 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die CDU/CSU stimmen – ein Plus von 2 Punkten im Vergleich zu Anfang Dezember und der höchste Stimmenanteil seit einem Jahr für die Union. Die AfD legt ebenfalls 2 Punkte auf 15 Prozent zu. Diesen Rekordwert erreichte die AfD zuletzt im Frühsommer 2016. Die SPD hingegen verliert 2 Punkte und kommt aktuell auf einen Wähleranteil von 20 Prozent. Dieses Rekordtief verzeichnete sie zuletzt im Mai 2016. Die Grünen erreichen 9 Prozent (ebenfalls minus 2). Erstmals seit Oktober 2014 schneiden sie einstellig ab. Die Linke bleibt konstant bei 9 Prozent. Mit einem Wähleranteil von 5 Prozent verharrt die FDP auf der Mandatsschwelle.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.005 Befragte
Sonntagsfrage: 1.505 Befragte

Erhebungszeitraum:02. bis 03. Januar 2017
Sonntagsfrage: 02. bis 04. Januar 2017

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de