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ARD-DeutschlandTREND

März 2017

Große Mehrheit gegen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland

Große Mehrheit gegen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland

Forderung nach entschiedenerem Auftreten gegenüber der türkischen Regierung

Forderung nach entschiedenerem Auftreten gegenüber der türkischen Regierung

Sehr positive Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage

Sehr positive Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage

Für die Hälfte der Bürger geht es in Deutschland gerecht zu

Für die Hälfte der Bürger geht es in Deutschland gerecht zu

Gerechtigkeitslücken vor allem bei Entlohnung und beim Umgang mit Schwachen

Gerechtigkeitslücken vor allem bei Entlohnung und beim Umgang mit Schwachen

Politikerbewertung: Schäuble auf Platz 1, Merkel vor Schulz

Politikerbewertung: Schäuble auf Platz 1, Merkel vor Schulz

Kritik an der Großen Koalition überwiegt

Kritik an der Großen Koalition überwiegt

Parteikompetenzen: SPD legt bei sozialer Gerechtigkeit und Beschäftigung zu

Parteikompetenzen: SPD legt bei sozialer Gerechtigkeit und Beschäftigung zu

Sonntagsfrage: Union und SPD nahezu gleichauf

Sonntagsfrage: Union und SPD nahezu gleichauf

EU-Mitgliedschaft: Nur jede Achte sieht Nachteile

EU-Mitgliedschaft: Nur jede Achte sieht Nachteile

Zukünftig mehr oder weniger gemeinsame Politik der EU-Länder?

Zukünftig mehr oder weniger gemeinsame Politik der EU-Länder?

Große Mehrheit gegen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland

Große Mehrheit gegen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland

Forderung nach entschiedenerem Auftreten gegenüber der türkischen Regierung

Forderung nach entschiedenerem Auftreten gegenüber der türkischen Regierung

Sehr positive Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage

Sehr positive Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage

Für die Hälfte der Bürger geht es in Deutschland gerecht zu

Für die Hälfte der Bürger geht es in Deutschland gerecht zu

Gerechtigkeitslücken vor allem bei Entlohnung und beim Umgang mit Schwachen

Gerechtigkeitslücken vor allem bei Entlohnung und beim Umgang mit Schwachen

Politikerbewertung: Schäuble auf Platz 1, Merkel vor Schulz

Politikerbewertung: Schäuble auf Platz 1, Merkel vor Schulz

Kritik an der Großen Koalition überwiegt

Kritik an der Großen Koalition überwiegt

Parteikompetenzen: SPD legt bei sozialer Gerechtigkeit und Beschäftigung zu

Parteikompetenzen: SPD legt bei sozialer Gerechtigkeit und Beschäftigung zu

Sonntagsfrage: Union und SPD nahezu gleichauf

Sonntagsfrage: Union und SPD nahezu gleichauf

EU-Mitgliedschaft: Nur jede Achte sieht Nachteile

EU-Mitgliedschaft: Nur jede Achte sieht Nachteile

Zukünftig mehr oder weniger gemeinsame Politik der EU-Länder?

Zukünftig mehr oder weniger gemeinsame Politik der EU-Länder?

Zwischen Deutschland und der Türkei ist ein heftiger Streit über die Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsmitglieder hierzulande entbrannt. Nachdem mehrere Termine abgesagt wurden, hat Präsident Erdogan die Bundesrepublik scharf kritisiert. Die Meinung der deutschen Bevölkerung zu Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in Deutschland ist eindeutig: 91 Prozent finden sie nicht gut. In Konsequenz sind drei Viertel (77 Prozent) der Auffassung, dass solche Wahlkampfauftritte in Deutschland nicht zugelassen werden sollten. Ebenfalls drei Viertel (75 Prozent) fordern ein entschiedeneres Auftreten der Bundesregierung gegenüber der Türkei.

Der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, will die Frage sozialer Gerechtigkeit in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes stellen. Mit seiner Ankündigung von Korrekturen an der „Agenda 2010“ möchte er das sozialpolitische Profil seiner Partei schärfen – was ihm aktuell zu gelingen scheint. Bei der Herstellung sozialer Gerechtigkeit hat die SPD mit 46 Prozent (+13 Punkte) derzeit die klare Kompetenzführerschaft. Dies geht zu Lasten der Linken und der Grünen. Darüber hinaus vermag die SPD auch bei der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen fast zur Union aufzuschließen (SPD 37, +11; Union 41 Prozent, -1).

In der Bevölkerung ist derzeit jeder zweite Bürger in Deutschland (50 Prozent) der Auffassung, dass es hierzulande alles in allem gerecht zugeht, 44 Prozent beurteilen die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland als ungerecht. Die Absicherung bei Arbeitslosigkeit schätzen sechs von zehn Deutschen (59 Prozent) als gerecht ein. Hier sieht jedoch nur ein gutes Drittel (35 Prozent) Handlungsbedarf. Den Umgang des Staates mit Hartz IV-Empfängern empfindet knapp die Hälfte (46 Prozent) als gerecht, vier von zehn (42 Prozent) als ungerecht. Stärker in der Kritik steht das Gehaltssystem in Deutschland, das sechs von zehn (60 Prozent) als ungerecht empfinden. Am stärksten bemängelt wird der Umgang der Gesellschaft mit den sozial Schwachen, den 69 Prozent als ungerecht einstufen.

Nach dem Ausscheiden Frank-Walter Steinmeiers aus dem Auswärtigen Amt steht nun der christdemokratische Finanzminister Wolfgang Schäuble auf Platz 1: 65 Prozent der Bürger sind mit seiner Arbeit zufrieden. Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt mit einem deutlichen Ansehenszugewinn auf 60 Prozent (+5) Platz 2 ein. Damit setzt sie sich im März wieder stärker von ihrem sozialdemokratischen Herausforderer Martin Schulz ab, der von 52 Prozent (-3) wohlwollend beurteilt wird. Die Arbeit der Bundesregierung sehen die Bürger etwas negativer als im Vormonat: Mit 55 Prozent überwiegen die kritischen Stimmen.

Im Vergleich zu Anfang Februar wächst der Rückhalt der Sozialdemokraten in der Bevölkerung. Wäre bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würde die SPD 31 Prozent der Stimmen erreichen, ein Plus von 3 Punkten binnen der letzten vier Wochen. Damit liegen die Sozialdemokraten nahezu gleichauf mit der Union. Die CDU/CSU verliert gegenüber dem Vormonat 2 Punkte und käme aktuell auf einen Wähleranteil von 32 Prozent. Somit hat sich das Verhältnis von SPD und Union im Vergleich zum DeutschlandTREND im Auftrag des ARD-Morgenmagazins vom 24. Februar wieder umgekehrt. Vor zwei Wochen lag die SPD bei 32 Prozent und die Union bei 31 Prozent.

Während aktuell die AfD einen Punkt verliert und derzeit 11 Prozent in Aussicht hätte, erreichen die Grünen und die Linke unverändert jeweils 8 Prozent. Auch die FDP bleibt konstant: Die Liberalen liegen mit 6 Prozent weiterhin knapp über der Mandatsschwelle.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.002 Befragte
Sonntagsfrage: 1.502 Befragte
Fragen zur wirtschaftlichen Lage: ca. 500 Befragte

Erhebungszeitraum:6. bis 7. März 2017
Sonntagsfrage: 6. bis 8. März 2017

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte; bei 500 Befragten: 1,9* bis 4,4** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de