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EuropaTREND

Mai 2009

Fünf Wochen vor der Neuwahl des Europaparlaments starten die ersten Parteien in die heiße Wahlkampfphase. Wenn bereits am nächsten Sonntag die Europaabgeordneten aus Deutschland gewählt würden, wäre die Union mit 37 Prozent (CDU: 31 / CSU: 6) der Wählerstimmen auch hier deutlich stärkste Kraft. Gleichwohl müsste die CDU/CSU damit einen deutlichen Verlust gegenüber der letzten Europawahl hinnehmen. Deutliche Stimmengewinne im Vergleich zu 2004 könnten hingegen die SPD (28 Prozent) und die FDP (10 Prozent) verzeichnen. Auch die Linke (8 Prozent) würde ihr Ergebnis der vorangegangenen Wahl zum ... mehr »

Fünf Wochen vor der Neuwahl des Europaparlaments starten die ersten Parteien in die heiße Wahlkampfphase. Wenn bereits am nächsten Sonntag die Europaabgeordneten aus Deutschland gewählt würden, wäre die Union mit 37 Prozent (CDU: 31 / CSU: 6) der Wählerstimmen auch hier deutlich stärkste Kraft. Gleichwohl müsste die CDU/CSU damit einen deutlichen Verlust gegenüber der letzten Europawahl hinnehmen. Deutliche Stimmengewinne im Vergleich zu 2004 könnten hingegen die SPD (28 Prozent) und die FDP (10 Prozent) verzeichnen. Auch die Linke (8 Prozent) würde ihr Ergebnis der vorangegangenen Wahl zum Europäischen Parlament verbessern, während die Grünen (12 Prozent) ihren Wähleranteil von 2004 lediglich halten würden. Alle anderen Parteien kämen zusammen genommen auf 5 Prozent der Stimmen.

Eine Mehrheit der Deutschen von 53 Prozent befürwortet den EU-Vertrag von Lissabon, mit dem die EU neue Grundlagen für ihre Zusammenarbeit legen will. Ein Drittel der Bundesbürger (33 Prozent) lehnt den Vertrag von Lissabon ab.

Ein Viertel der Deutschen findet (24 Prozent), dass Deutschland von der Mitgliedschaft in der EU eher Vorteile hat. Dies sind drei Punkte mehr im Vergleich zum Juni 2004. 20 Prozent finden, dass Deutschland von der EU-Mitgliedschaft eher Nachteile hat (-7). Eine Mehrheit von 53 Prozent ist der Ansicht, dass Vorteile und Nachteile der Mitgliedschaft Deutschlands in der EU sich die Waage halten (+3). Dies zeigt sich auch in der Beurteilung der Arbeit der EU. So sind 74 Prozent der Meinung, dass die EU „hilft, unsere Interessen auch gegenüber anderen Weltregionen besser zu vertreten“. 64 Prozent finden, dass „wir durch die EU in Europa sicherer leben“. 63 Prozent sind jedoch auch der Meinung, dass die EU „sich in zu viele Dinge einmischt“. 60 Prozent sagen, „ich blicke nicht durch, wie die EU in Brüssel funktioniert“.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1000 Befragte
Sonntagsfrage: 1.500 Befragte
Erhebungszeitraum:
4.5.-5.5.2009
Sonntagsfrage: 4.5. - 6.5.2009
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap