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Hoher Zuspruch für bundesweite Volksentscheide, größere Vorbehalte bei Plebisziten über Flüchtlingspolitik

Hart aber fair

Auftraggeber: Hart aber fair

Die Einführung plebiszitärer Elemente im Grundgesetz findet bei den Bürgern grundsätzlich großen Zuspruch. Sieben von zehn Wahlberechtigten (71 Prozent) sprechen sich aktuell für Volksentscheide auf der Bundesebene aus, ein Viertel (26 Prozent) ist dagegen. Damit hat sich die prinzipiell positive Haltung der Deutschen zu nationalen Referenden in den vergangenen sechs Jahren nicht wesentlich verändert (2010: 76:21 Prozent). Bundesweite Volksentscheide werden mehrheitlich in den Wählerschaften aller Parteien unterstützt, insbesondere aber von den Anhängern der Linken (85 Prozent), der AfD (81 Prozent) und der FDP (73 Prozent). Beteiligungsmöglichkeiten jenseits von Bundestagswahlen finden darüber hinaus bei denjenigen Wahlberechtigten große Unterstützung, die aktuell den Wahlurnen fern bleiben würden. Der Zuspruch der Deutschen zu Volksentscheiden variiert allerdings vom Abstimmungsgegenstand. Deutlich wird dies in der Frage der Zuwanderungspolitik. Statt 71 Prozent äußern sich zu einem Volksentscheid über die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung nur 53 Prozent der Deutschen positiv, vier von zehn (43 Prozent) positionieren sich ablehnend. Erneut sind es vor allem die Anhänger der AfD (91 Prozent), aber auch der FDP (63 Prozent), die sich zustimmend äußern. Bei den Wählern der Linken (43:55 Prozent) überwiegt dagegen auf diesem Feld eher die Ablehnung, ebenso bei den Anhängern von SPD (47:51 Prozent), Union (40:58 Prozent) und Grünen (27:72 Prozent).  


Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.021 Befragte

Erhebungszeitraum:26. bis 29. Oktober 2016

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap