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Korrekturen an der „Agenda 2010“ fänden Zustimmung über Parteigrenzen hinweg

ARD-Morgenmagazin

Auftraggeber: ARD-Morgenmagazin

Die Forderung von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nach Korrekturen an der Arbeitsmarktreform „Agenda 2010“ stoßen auf breite Zustimmung. Insgesamt sind zwei Drittel der Wahlberechtigten (65 Prozent) der Ansicht, dass Arbeitslose länger Arbeitslosengeld I bekommen sollten, so dass sie erst später zu Hartz IV-Empfängern würden. Die vorgeschlagene Korrektur wird besonders von Anhängern der Linken (84 Prozent) und der SPD (79 Prozent) befürwortet. Auch große Mehrheiten der Anhänger der Grünen (68 Prozent), der Anhänger der AfD (66 Prozent) sowie der Unentschlossenen (59 Prozent) und der bekennenden Nichtwähler (70 Prozent) stehen dem Vorschlag positiv gegenüber. Eine knappe Mehrheit (52:44 Prozent) findet der Vorschlag unter Anhängern der Union;  die FDP-Anhänger sind geteilter Meinung (49:47 Prozent). 

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Vorschlag, zeitlich befristete Arbeitsverträge nur noch bei sachlichen Gründen zu ermöglichen: zwei Drittel der Wahlberechtigten (67 Prozent) befürworten eine solche Maßnahme. Auch hier ist die Zustimmung bei Anhängern der Linken (91 Prozent) und der SPD (79 Prozent) am höchsten.


Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Repräsentative Zufallsauswahl / Dual-Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)

Fallzahl:1.047 Befragte

Erhebungszeitraum:20. bis 22. Februar 2017

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap