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Lohngerechtigkeit in Deutschland

Saarländischer Rundfunk

Auftraggeber: Saarländischer Rundfunk

Nach Ansicht von fast jedem zweiten Bundesbürger (44 Prozent), fallen die Aufstiegschancen in Deutschland heute schlechter aus als früher. Jeder Vierte (25 Prozent) erkennt heute bessere Möglichkeiten sozial aufzusteigen als vor zwanzig oder dreißig Jahren. Ebenso viele (26 Prozent) machen rückblickend keine Veränderung aus. Das mäßige Urteil der Deutschen zur sozialen Mobilität geht einher mit einer deutlichen Kritik am Einkommensgefälle zwischen Oben und Unten: Für 85 Prozent sind die heutigen Unterschiede zwischen Spitzen- und Geringverdienern zu groß, nur knapp jeder Zehnte hält den Umfang der Einkommensspannen für angemessen. Das eigene Einkommen hält zwar gut die Hälfte der Erwerbspersonen (55 Prozent) für angebracht. Vier von zehn (41 Prozent) aber bewerten ihr Einkommen als zu schlecht. Vor allem Arbeiter (51 Prozent) sehen sich unterbezahlt. Aber auch unter Frauen (46 Prozent, Männer: 35 Prozent) und in den neuen Bundesländern (46 Prozent, alte Länder: 39 Prozent) besteht vielfach das Gefühl, nicht angemessen bezahlt zu sein. Pessimistisch fällt der Blick der Deutschen in die Zukunft aus. So rechnen 87 Prozent damit, dass es für Normalverdiener und Familien in den kommenden zehn Jahren schwieriger werden wird, finanziell über die Runden zu kommen.  


Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.014 Befragte

Erhebungszeitraum:04. bis 06. Oktober 2016

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:Infratest dimap