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ARD-GlücksTREND 2013

Ergebnisse einer Umfrage zur Lebenszufriedenheit der Deutschen im Auftrag des WDR und DIW Berlin

Wie zufrieden sind die Deutschen mit ihrem Leben? Und wovon hängte es eigentlich ab, ob man eher zufrieden oder eher unzufrieden ist. Sind die Bayern etwa zufriedener als die Berliner, die Besserverdiener zufriedener als die Geringverdiener? In einer Umfrage anlässlich der ARD-Themenwoche „Zum Glück“ hat infratest dimap fünf Monate lang über 50.000 Deutsche nach ihrer Lebenszufriedenheit befragt und einen Zufriedenheitsindex erstellt. Die repräsentative Studie wurde telefonisch erhoben. Dabei wurden mit dem Dual-frame-Ansatz sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Den Index kann man für Deutschland insgesamt, aber auch für einzelne Regionen ausweisen, etwa für die einzelnen Bundesländer. Darüber hinaus ermittelte infratest dimap auch die Lebenszufriedenheit einzelner Bevölkerungsgruppen. >

Zufriedenheitsindex Deutschland

Zufriedenheitsindex Deutschland

Zufriedenheitsindex Deutschland: Ost-West-Vergleich

Zufriedenheitsindex Deutschland: Ost-West-Vergleich

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Altersgruppen

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Altersgruppen

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Geschlecht

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Geschlecht

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Schulabschluss

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Schulabschluss

Zufriedenheitsindex Deutschland nach  ihrem monatlichen Haushalts-Nettoeinkommen

Zufriedenheitsindex Deutschland nach ihrem monatlichen Haushalts-Nettoeinkommen

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Berufstätigkeit (25-59 Jährige)

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Berufstätigkeit (25-59 Jährige)

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Personen im Haushalt

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Personen im Haushalt

Zufriedenheitsindex Deutschland: Vergleich Bundesländer

Zufriedenheitsindex Deutschland: Vergleich Bundesländer

Zufriedenheitsindex Deutschland

Zufriedenheitsindex Deutschland

Zufriedenheitsindex Deutschland: Ost-West-Vergleich

Zufriedenheitsindex Deutschland: Ost-West-Vergleich

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Altersgruppen

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Altersgruppen

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Geschlecht

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Geschlecht

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Schulabschluss

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Schulabschluss

Zufriedenheitsindex Deutschland nach  ihrem monatlichen Haushalts-Nettoeinkommen

Zufriedenheitsindex Deutschland nach ihrem monatlichen Haushalts-Nettoeinkommen

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Berufstätigkeit (25-59 Jährige)

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Berufstätigkeit (25-59 Jährige)

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Personen im Haushalt

Zufriedenheitsindex Deutschland nach Personen im Haushalt

Zufriedenheitsindex Deutschland: Vergleich Bundesländer

Zufriedenheitsindex Deutschland: Vergleich Bundesländer

Anhand einer Skala von’0’ = ganz und gar unzufrieden und ’10’ = ganz und gar zufrieden konnten die Befragten angeben, wie zufrieden sie alles in allem mit ihrem Leben sind. Demnach sind sechs von zehn Deutschen mit ihrem Leben sehr zufrieden (Skalenwerte 8 bis 10), weniger als 5 Prozent sind ausgesprochen unzufrieden (Skalenwerte 0 bis 3). Für alle Deutschen errechnet sich daraus eine durchschnittlicher Zufriedenheitsindex von 7,5. Im Ost-West-Vergleich liegen die Westdeutschen mit einem Zufriedenheitsindex von 7,6 knapp über dem Durschnitt. Demgegenüber sind die Ostdeutschen etwas weniger zufrieden und liegen mit 7,1 deutlich unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt

Im Bundesländervergleich führen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen mit einem Zufriedenheitsindex von 7,6 die Rankingliste an und liegen damit knapp über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Die Bundesländer Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein liegen demgegenüber genau im Schnitt. Nahezu ebenso zufrieden sind die Menschen in Bremen und Hamburg (7,4). Dahinter reihen sich Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein mit eine Zufriedenheitsindex von 7,2 , gefolgt von Sachsen und Sachsen-Anhalt (7,1). Am Ende des Länderrankings rangieren Brandenburg und Thüringen, deren Bürger mit einem Zufriedenheitsindex von 7,0 zwar immer noch mit ihrem Leben  mehrheitlich zufrieden sind, aber doch spürbar weniger zufrieden als  ihre Mitbürgern aus den südlichen und westlichen Bundesländern. Trotz der großen Fallzahlen beschreiben die Unterschiede zwischen den westlichen Bundesländern nur Tendenzen. Signifikant sind hingegen die Unterschiede zwischen Ost- und West. Die Menschen in den ostdeutschen Bundesländern sind mit ihrem Leben signifikant unzufriedener, aber auch hier ist die Rangfolge der Bundesländer mit Unsicherheit behaftet. Betrachtet man kleinräumigere Einheiten, so sind die Menschen im Süden Bayerns in der Region Donau-Iller (7,9) besonders zufrieden, und besonders unzufrieden sind sie in der brandenburgischen Oderland-Spreeregion  (6,9).

 

Diese Unterschiede spiegeln vor allem anderen die unterschiedlichen Lebensverhältnisse in den verschiedenen Regionen wider. Denn die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben hängt stark von dem verfügbaren Einkommen ab, das heißt je höher das jeweilige Einkommen umso höher fällt die Lebenszufriedenheit aus. Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 3.000 € weisen eine Zufriedenheitswert von 7,9 auf, Personen mit einem Einkommen zwischen  1500 bis 3000  € weisen einen Index von 7,4, Geringverdiener mit einem Nettoeinkommen unter 1.500 € hingegen nur einen Wert von 6,8 auf.

Der Grad an Zufriedenheit hängt offenbar aber auch stark vom Alter ab. Von den verschiedenen Altersgruppen zeigen sich die Jungen deutlich zufriedener als ihre älteren Mitbürger. Mit einem Zufriedenheitsindex von 7,9 liegen die 14-29jährigen klar über dem gesamtdeutschen Durchschnitt und sind damit deutlich zufriedener als die Generation der über 60 Jährigen (7,3). Dabei zeigt sich auch eine interessante Entwicklung im Altersverlauf: Die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben nimmt mit steigendem Alter kontinuierlich ab, erreicht mit etwa 55 Jahren einen Tiefpunkt und steigt dann langsam wieder an.

Ähnlich ausgeprägte Unterschiede ergeben sich auch im Hinblick auf den Schulabschluss. Hier sind die Befragten mit (Fach-) Abitur (7,7) etwas zufriedener als die Befragten mit mittlerer Reife (7,4) und Hauptschulabschluss (7,2). Betrachtet man die Altersgruppe der 25-59 Jährigen so sind hier die  Berufstätigen tendenziell zufriedener (7,5) als die Nicht-Berufstätigen mit einem Zufriedenheitsindex von 7,0. Tendenziell unzufriedener sind schließlich auch Alleinlebende, deren Index mit 7,0 erkennbar unter dem in Mehrpersonenhaushalten (7,5) liegt. Kaum Unterschiede gibt es hingegen zwischen Männern (7,4) und Frauen (7,5).

 

Lesen Sie auch:
Eine weitere Analyse zu den Ergebnissen des ARD-GlücksTREND finden Sie im Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) von Jürgen Schupp, Jan Goebel, Martin Kroh und Gert G. Wagner: "Zufriedenheit in Deutschland so hoch wie nie nach der Wiedervereinigung – Ostdeutsche signifikant unzufriedener als Westdeutsche"

Studieninformation

Grundgesamtheit:Deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:50.359 Befragte

Erhebungszeitraum:23. Mai bis 20. Oktober 2013

Schwankungsbreite:Variiert in Abhängigkeit von Fallzahl und Standardabweichungen in den jeweiligen Teilmengen.

Durchführendes Institut:infratest dimap