Baden-WürttembergTREND März 2021

Repräsentative Studie im Auftrag der ARD

Sonntagsfrage 10 Tage vor der Wahl: Grüne stärkste Kraft

Die Grünen stellen mit Winfried Kretschmann seit 2011 den Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg. Aus der Landtagswahl 2016 gingen sie nach fünf Jahren grün-roter Regierungsarbeit erstmals als stärkste politische Kraft hervor. Auch zehn Tage vor der Landtagswahl liegen die Grünen in Baden-Württemberg in der politischen Stimmung vorn. Bei einer Wahl zum jetzigen Zeitpunkt könnten sie mit 33 Prozent rechnen. Die Grünen müssten im Vergleich zur letzten Erhebung Anfang Februar einen Punkt abgeben, wären aber erneut stärkste politische Kraft und könnten ihr Wahlergebnis von 2016 (30,3 Prozent) verbessern. Gemessen an der aktuellen Sonntagsfrage käme die CDU auf 25 Prozent. Im Vergleich zu Anfang Februar würde sie 2 Prozentpunkte verlieren und läuft damit Gefahr, ihr Rekordtief bei der Landtagswahl 2016 (27,0 Prozent) nochmals zu unterbieten.

Die AfD, die bei der letzten Landtagswahl drittstärkste Kraft wurde (15,1 Prozent), hätte nach einem Plus von 2 Punkten im Vergleich zu Anfang Februar aktuell 12 Prozent in Aussicht. Die SPD käme auf 10 Prozent (-1 Prozentpunkt) und würde damit nochmals unter ihrem historisch schlechtesten Ergebnis von 2016 (12,7 Prozent) liegen. Die FDP kann sich in den letzten vier Wochen verbessern und läge mit mittlerweile 10 Prozent
(+1 Prozentpunkt) auch besser als bei der letzten Landtagswahl (2016: 8,3 Prozent). Die Linke würde aktuell trotz leichter Zugewinne (4 Prozent, +1) an der Mandatsschwelle scheitern (2016: 2,9 Prozent). Die sonstigen Parteien kämen auf 6 Prozent.

Bei einem solchen Wahlausgang könnte die schwarz-grüne Koalition weiterregieren. Eine Koalition von CDU und SPD hätte aktuell ebenso wie andere Zweierbündnisse keine Mehrheit.

Bewegungen sind bis zum 14. März weiterhin möglich. Jeder Siebte gibt in der aktuellen Umfrage an, dass eine Änderung der Parteipräferenz bis zum Wahlsonntag in 10 Tagen nicht ausgeschlossen ist, für knapp zwei Drittel ist nach eigenen Angaben die Entscheidung dagegen bereits gefallen. Etwas weniger als ein Viertel der Befragten gibt an, nicht an der Wahl teilnehmen zu wollen oder lässt keine Neigung zu einer Partei erkennen.

Die Sonntagsfrage misst daher aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem die letzte Phase des Wahlkampfs mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

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Kontakt
Anja Miriam Simon

Baden-Württemberg

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Baden-Württemberg

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung

Fallzahl

1.185 Befragte
(773 Telefoninterviews und 412 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

01. bis 03. März 2021

Schwankungsbreite

2* bis 3** Prozentpunkte

* bei einem Anteilswert von 10%
** bei einem Anteilswert von 50%

© infratest dimap

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