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LänderTREND

Bayern Extra April 2020 im Auftrag des BR

Zwei Drittel der Bayern sehen Anlass zur Zuversicht

Zwei Drittel der Bayern sehen Anlass zur Zuversicht

Sonntagsfrage: CSU so gut wie zuletzt im Januar 2014

Sonntagsfrage: CSU so gut wie zuletzt im Januar 2014

Sehr große Zufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Landesregierung

Sehr große Zufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Landesregierung

Ministerpräsident Markus Söder mit neuem Allzeithoch

Ministerpräsident Markus Söder mit neuem Allzeithoch

hohes Vertrauen in Gesundheitssystem

hohes Vertrauen in Gesundheitssystem

Wirtschaftliche Folgen: Knapp drei Viertel sorgen sich um die ökonomische Lage im Land

Wirtschaftliche Folgen: Knapp drei Viertel sorgen sich um die ökonomische Lage im Land

Lockerung der Kontakteinschränkungen nach den Osterferien: Mehrheit dagegen

Lockerung der Kontakteinschränkungen nach den Osterferien: Mehrheit dagegen

Zwei Drittel der Bayern sehen Anlass zur Zuversicht

Zwei Drittel der Bayern sehen Anlass zur Zuversicht

Sonntagsfrage: CSU so gut wie zuletzt im Januar 2014

Sonntagsfrage: CSU so gut wie zuletzt im Januar 2014

Sehr große Zufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Landesregierung

Sehr große Zufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Landesregierung

Ministerpräsident Markus Söder mit neuem Allzeithoch

Ministerpräsident Markus Söder mit neuem Allzeithoch

hohes Vertrauen in Gesundheitssystem

hohes Vertrauen in Gesundheitssystem

Wirtschaftliche Folgen: Knapp drei Viertel sorgen sich um die ökonomische Lage im Land

Wirtschaftliche Folgen: Knapp drei Viertel sorgen sich um die ökonomische Lage im Land

Lockerung der Kontakteinschränkungen nach den Osterferien: Mehrheit dagegen

Lockerung der Kontakteinschränkungen nach den Osterferien: Mehrheit dagegen

Sehr große Zufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Landesregierung

Das Krisenmanagement der bayerischen Landesregierung findet in der Bevölkerung eine ausgesprochen hohe Akzeptanz. Neun von zehn Wahlberechtigten in Bayern (89 Prozent) sind sehr zufrieden (36 Prozent) oder zufrieden (53 Prozent) mit dem Regierungshandeln in der Corona-Krise. Dabei stehen nicht nur die Anhänger der CSU geschlossen hinter dem Kurs der Landesregierung (98 Prozent). Eine breite Mehrheit der Anhänger aller anderen Parteien zeigt derzeit außergewöhnlich hohe Unterstützung für den Kurs der Regierung.

Ministerpräsident Markus Söder mit neuem Allzeithoch

Die hohe Zufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Regierung fußt insbesondere auf dem aktiven Handeln des Ministerpräsidenten, der in der Corona-Krise besonders im Blickpunkt steht. Markus Söder kann sein Ansehen gegenüber Januar um 27 Prozentpunkte verbessern und er erhält damit einen Rückhalt wie kein Bundes- oder Landespolitiker zuvor im ARD-DeutschlandTREND oder Erhebungen in den Bundesländern. Mit einer Zufriedenheit von 94 Prozent übertrifft er nicht nur den bisherigen Rekordwert des Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann aus Baden-Württemberg (84 Prozent im März 2016) nochmals deutlich, sondern auch den bisher in Bayern jemals gemessenen Höchstwert von Edmund Stoiber vom September 2003 (75 Prozent).

Sonntagsfrage: CSU so gut wie zuletzt im Januar 2014

Die große Unterstützung für Landesregierung und Ministerpräsidenten spiegelt sich auch in der politischen Stimmung. Die CSU legt in der Sonntagsfrage im Vergleich zum Januar um 13 Punkte auf 49 Prozent zu. Sie erreicht damit einen Wählerrückhalt wie zuletzt im Januar 2014. Allen anderen Parteien fällt es schwer, sich in der Corona-Krise zu profilieren – auch dem kleineren Koalitionspartner. Die Freien Wähler hätten mit einem Minus von zwei Punkten gegenüber Januar aktuell 8 Prozent in Aussicht. Noch deutlicher verlieren die Grünen, die mit 17 Prozent ihren Rekordwert aus dem Januar deutlich verfehlen würden (-8). Auch die AfD sieht sich mit Einbußen konfrontiert und fällt auf derzeit 6 Prozent (-4), der niedrigste Wert im BayernTREND seit Januar 2015. Verbessern könnte sich hingegen die SPD, die mit 10 Prozent (+3) erstmals seit Oktober 2018 wieder im zweistelligen Bereich landet. Die Linke würde unverändert zum Januar mit 3 Prozent an der Mandatsschwelle scheitern. Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 7 Prozent, darunter auch die FDP.

Gesundheitssystem: hohes Vertrauen, aber Zweifel an Kapazitäten

Aktuell sorgen sich 42 Prozent der Bürger in Bayern, dass sie selbst oder Mitglieder ihrer Familie sich mit dem Corona-Virus infizieren. Gleichzeitig ist das Vertrauen in das bayerische Gesundheitssystem hoch. Gut vier Fünftel (84 Prozent) haben sehr großes oder großes Vertrauen, dass die Gesundheitseinrichtungen und Ärzte in Bayern die Corona-Epidemie bewältigen können. Damit fällt das Vertrauen in die medizinische Versorgung in Bayern noch etwas höher aus als in Deutschland insgesamt. Dennoch bestehen bei drei von zehn zugleich Zweifel an den vorhandenen Behandlungskapazitäten: 34 Prozent verleihen ihrer Sorge Ausdruck, dass nicht jeder Erkrankte angemessen versorgt werden kann. Trotz des insgesamt großen Vertrauens in Landesregierung und Gesundheitssystem befürchten außerdem vier von zehn Bayern, dass Freiheitsrechte wegen der Pandemie längerfristig eingeschränkt sein könnten (38 Prozent).

Wirtschaftliche Folgen: Knapp drei Viertel sorgen sich um die ökonomische Lage im Land

Um die persönliche wirtschaftliche Lage macht sich die Mehrheit der Bayern zwar noch keine ernsthaften Sorgen, drei von zehn (30 Prozent) befürchten aber, dass sich ihre persönliche wirtschaftliche Lage in Folge der Corona-Krise verschlechtern wird. Dabei ist die Sorge vor den Auswirkungen auf die eigene ökonomische Situation unter Bürgern im erwerbsfähigen Alter bis 64 Jahre wie erwartet weiter verbreitet als unter älteren. Während sich unter den 40 bis 64-Jährigen gut jeder Dritte um die eigene wirtschaftliche Situation sorgt (36 Prozent), gilt das in der Generation ab 65 Jahren, die sich bereits in Rente oder kurz vor Renteneintritt befindet, nur für jeden Fünften (21 Prozent). Den Verlust des Arbeitsplatzes befürchtet aktuell aber nur jeder Achte (12 Prozent), ebenso viele äußern die Sorge, dass wichtige Güter des täglichen Bedarfs knapp werden könnten (12 Prozent). Weitaus mehr als um ihre persönliche Situation – sei es gesundheitlich oder ökonomisch -  bewegt die Bayern die Sorge vor den Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft im Bundesland. Knapp drei Viertel der Bürger (71 Prozent) befürchten, dass sich die wirtschaftliche Situation in Bayern verschlechtern wird. Dennoch bleiben die Bayern insgesamt zuversichtlich und blicken trotz konjunktureller Sorgen positiv auf Staat, Politik und Gesellschaft. Für zwei Drittel der Bayern (66 Prozent, +2 im Vergleich zum Januar) geben die derzeitigen Verhältnissen Anlass zur Zuversicht, 29 Prozent sind eher beunruhigt – damit sind sie auch deutlich optimistischer als die Deutschen insgesamt.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Bayern

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1003 Befragte

Erhebungszeitraum:2.-6. April 2020

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung