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LänderTREND

Bayern Juli 2020 im Auftrag des BR

Moderate Sorgen vor Ansteckung mit Corona-Virus

Moderate Sorgen vor Ansteckung mit Corona-Virus

Pandemie-Folgen: Sorgen um Wirtschaft nach wie vor groß

Pandemie-Folgen: Sorgen um Wirtschaft nach wie vor groß

Weiterhin gute Noten für das allgemeine Krisenmanagement der Staatsregierung

Weiterhin gute Noten für das allgemeine Krisenmanagement der Staatsregierung

Unterstützung verschiedener Bereiche: Defizite bei Kultur, Gastronomie Pflege und Schulen

Unterstützung verschiedener Bereiche: Defizite bei Kultur, Gastronomie Pflege und Schulen

Mehrheit zufrieden mit Corona-Schulsituation vor Ort, aber große Sorgen um die künftige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Mehrheit zufrieden mit Corona-Schulsituation vor Ort, aber große Sorgen um die künftige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Sorgen, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden

Sorgen, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden

Politikerbewertung: Söder weiterhin mit Spitzenwerten

Politikerbewertung: Söder weiterhin mit Spitzenwerten

Sonntagsfrage: CSU weiter mit absoluter Mehrheit

Sonntagsfrage: CSU weiter mit absoluter Mehrheit

CDU/CSU-Kanzlerkandidat 2021: Söder mit großem Abstand vor den CDU-Kandidaten

CDU/CSU-Kanzlerkandidat 2021: Söder mit großem Abstand vor den CDU-Kandidaten

Die Bayern wollen Söder mehrheitlich als Ministerpräsidenten in Bayern behalten

Die Bayern wollen Söder mehrheitlich als Ministerpräsidenten in Bayern behalten

Moderate Sorgen vor Ansteckung mit Corona-Virus

Moderate Sorgen vor Ansteckung mit Corona-Virus

Pandemie-Folgen: Sorgen um Wirtschaft nach wie vor groß

Pandemie-Folgen: Sorgen um Wirtschaft nach wie vor groß

Weiterhin gute Noten für das allgemeine Krisenmanagement der Staatsregierung

Weiterhin gute Noten für das allgemeine Krisenmanagement der Staatsregierung

Unterstützung verschiedener Bereiche: Defizite bei Kultur, Gastronomie Pflege und Schulen

Unterstützung verschiedener Bereiche: Defizite bei Kultur, Gastronomie Pflege und Schulen

Mehrheit zufrieden mit Corona-Schulsituation vor Ort, aber große Sorgen um die künftige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Mehrheit zufrieden mit Corona-Schulsituation vor Ort, aber große Sorgen um die künftige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Sorgen, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden

Sorgen, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden

Politikerbewertung: Söder weiterhin mit Spitzenwerten

Politikerbewertung: Söder weiterhin mit Spitzenwerten

Sonntagsfrage: CSU weiter mit absoluter Mehrheit

Sonntagsfrage: CSU weiter mit absoluter Mehrheit

CDU/CSU-Kanzlerkandidat 2021: Söder mit großem Abstand vor den CDU-Kandidaten

CDU/CSU-Kanzlerkandidat 2021: Söder mit großem Abstand vor den CDU-Kandidaten

Die Bayern wollen Söder mehrheitlich als Ministerpräsidenten in Bayern behalten

Die Bayern wollen Söder mehrheitlich als Ministerpräsidenten in Bayern behalten

Moderate Sorgen vor Ansteckung mit Corona-Virus

In Bayern haben sich nach aktuellen Berechnungen des Robert Koch-Instituts bis 21. Juni ca. 50.000 Personen mit dem Corona-Virus infiziert, und mit über 2.600 Personen entfallen mehr als ein Viertel aller Todesfälle in Deutschland auf den Freistaat. Die Zahl an Neuinfektionen hat sich seit Ende Mai auf in der Regel weniger als 50 Fälle pro Tag eingependelt. Das spiegelt sich darin, dass die Angst vor einer Ansteckung im Freistaat ähnlich ausgeprägt ist wie im Mai: Aktuell haben etwa drei von zehn (27 Prozent, --2) im Freistaat sehr große bzw. große Sorgen, dass sie sich selbst bzw. dass sich Familienangehörige mit dem Corona-Virus anstecken könnten.

 

Pandemie-Folgen: Sorgen um Wirtschaft nach wie vor groß

Angesichts der anhaltenden Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die verschiedenen Wirtschaftszweige hat eine deutlich Mehrheit der Bayern weiterhin beträchtliche wirtschaftlichen Sorgen. Nach 64 Prozent im Mai äußern aktuell 60 Prozent große bis sehr große Sorgen, dass sich wegen Corona die wirtschaftliche Lage im Freistaat verschlechtern könnte. Unverändert jeder fünfte bayerische Wahlberechtigte (22 Prozent) ist wegen Corona besorgt um die persönliche wirtschaftliche Situation.

 

Weiterhin gute Noten für das allgemeine Krisenmanagement der Staatsregierung

Das Corona-Krisenmanagement der Staatsregierung genießt unverändert große Akzeptanz bei der Bevölkerung im Freistaat. Wie Ende Mai sind etwa neun von zehn Wahlberechtigten in Bayern (87 Prozent) sehr zufrieden (42 Prozent) oder zufrieden (45 Prozent) mit dem Handeln der Landes-Exekutive im Allgemeinen. Kritik üben 13 Prozent. Der Zuspruch reicht nach wie vor weit in das Lager der Opposition. Selbst von den AfD-Anhängern äußert sich im Freistaat immerhin die Hälfte (50 Prozent) anerkennend. 

 

Unterstützung verschiedener Bereiche: Defizite bei Kultur, Gastronomie Pflege und Schulen

Die Politik hat zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie umfangreiche Hilfsprogramme aufgelegt und weitere Unterstützung in Aussicht gestellt. Für die verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche wird diese Unterstützung differenziert bewertet. Einerseits geht eine Mehrheit der Bürger für viele Bereiche davon aus, dass sich die bayerische Politik angemessen um deren Belange gekümmert hat, zum Beispiel um Reise- und Tourismusanbieter (57 Prozent), Krankenhäuser und Pflegeheime (57 Prozent), Kindergärten und Schulen (53 Prozent) sowie die Gastronomie (52 Prozent). Andererseits benennen die Wahlberechtigten auch klare Defizite im Freistaat. Das größte Defizit sehen die Bürger dabei im Kulturbereich. Hier sind gut die Hälfte (55 Prozent) der Ansicht, die Politik habe sich zu wenig um die Belange der Kunst- und Kulturbetriebe gekümmert. Jeweils etwa vier von zehn plädieren für mehr politische Unterstützung in den Bereichen Gastronomie (41 Prozent), Kindergärten und Schulen sowie für Krankenhäuser und Pflegeheime (je 37 Prozent). Kaum ein Defizit (11 Prozent) sehen die Bürger bei der Unterstützung der bayerischen Automobilbranche. Dies ist allerdings der einzige der abgefragten Bereiche, in dem gut ein Drittel (34 Prozent) davon ausgeht, dass er zu viel Unterstützung von der Politik erhalten hat.

 

Mehrheit zufrieden mit Corona-Schulsituation vor Ort, aber große Sorgen um die künftige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Die Corona-Pandemie hat die Schulen vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Bilanz der bayerischen Wählerinnen und Wähler fällt jedoch überwiegend positiv aus: Eine Mehrheit von 57 Prozent ist zufrieden mit den Regelungen, die die Schulen vor Ort zur Bewältigung der Situation getroffen haben, 29 Prozent sind dagegen unzufrieden. Bei den Eltern von schulpflichtigen Kindern sind die Meinungen jedoch eher geteilt. Die Hälfte (53 Prozent) kommt zu einem positiven Urteil, vier von zehn (44 Prozent) sehen dagegen Anlass zur Kritik. Die Bewertung der Situation an den Schulen vor Ort erfolgt im Rahmen einer großen Verunsicherung über die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Corona- bedingten Einschränkungen schulischer Angebote. Etwa zwei Drittel der Bayern (63 Prozent) machen sich sehr große (19 Prozent) oder große (44 Prozent) Sorgen, dass Kinder und Jugendliche durch die Corona-bedingten Beeinträchtigungen in ihrer Entwicklung Schaden nehmen können. Besonders ausgeprägt sind diese Sorgen bei Eltern mit schulpflichtigen Kindern im Haushalt (71 Prozent), aber auch die Unterschiede zwischen Frauen (69 Prozent) und Männern (56 Prozent) sind bemerkenswert.

 

Politikerbewertung: Söder weiterhin mit Spitzenwerten

Ähnlich wie im BayernTREND von Ende Mai äußern sich etwa neun von zehn Wahlberechtigten (87 Prozent, -3) zufrieden zur Arbeit des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Er profitiert von der weiterhin guten Bewertung des allgemeinen Krisenmanagements, und das Ansehen, das er als Krisenmanager im Verlauf der Corona-Pandemie gewonnen hat, wird derzeit offenbar nicht durch die wahrgenommen Defizite in einzelnen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen geschmälert. Mit der Arbeit des Staatsministers für Unterricht und Kultus von den Freien Wählern, Michael Piazolo, sind 25 Prozent der Bevölkerung zufrieden, 26 Prozent kommen zu einem kritischen Urteil. Angesichts der Corona-bedingten Probleme im Schulbereich und der Befürchtungen für die künftige Entwicklung der jungen Generation fällt die Bilanz des verantwortlichen Ressortchefs damit gemischt aus. Zudem hat er mit Bekanntheitsproblemen zu kämpfen, fast die Hälfte der Wahlberechtigten kann oder will seine Arbeit nicht bewerten.

 

Sonntagsfrage: CSU weiter mit absoluter Mehrheit

Bei einer Landtagswahl zum jetzigen Zeitpunkt könnte die CSU könnte weiterhin mit einer absoluten Mehrheit rechnen. Kaum verändert zu Ende Mai hätte die CSU einen Stimmenanteil von 49 Prozent in Aussicht (+1). Die Grünen könnten ebenfalls einen Punkt zulegen und kämen auf 20 Prozent. Die bayerischen Sozialdemokraten müssten 2 Punkte abgeben und lägen mit 7 Prozent wieder auf ihrem historischen Tiefstwert von Januar dieses Jahres. Sie liegen damit gleichauf mit der AfD, die nach einem Plus von 2 Punkten ebenfalls auf einen Stimmenanteil von 7 Prozent käme. Die Freien Wähler verlieren merklich an Rückhalt (-3 Punkte) und müssten mit aktuell 5 Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Allen anderen Parteien bliebe der Einzug momentan verwehrt, darunter Linke und FDP mit jeweils unverändert 3 Prozent Wähleranteil. Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den späteren Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Zum einen legen sich immer mehr Wähler kurzfristig vor einer Wahl fest, zum anderen hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen.

 

CDU/CSU-Kanzlerkandidat 2021: Söder mit großem Abstand vor den CDU-Kandidaten

Wer die CDU/CSU zur Bundestagswahl 2021 in den Wahlkampf führen wird, ist bislang offen. Das im Zuge des Bund-Länder Corona-Krisenmanagements auch bundesweit enorm gestiegene Ansehen von Markus Söder hat dazu geführt, dass er in der Diskussion um die Unions-Kanzlerkandidatur von vielen als Favorit angesehen wird. Die Teilnahme von Bundeskanzlerin Merkel an der Sitzung des bayerischen Kabinetts auf Schloss Herrenchiemsee am 14. Juli hat diese Diskussion weiter angefacht. Eine große Mehrheit der Wahlberechtigten in Bayern (77 Prozent) geht davon aus, dass der Ministerpräsident und CSU-Chef ein guter Unions-Kanzlerkandidat wäre. Markus Söder überzeugt damit weit mehr Menschen im Freistaat als die drei CDU-Kandidaten aus Nordrhein-Westfalen Friedrich Merz (27 Prozent), Norbert Röttgen (19 Prozent) und Armin Laschet (11 Prozent).

 

Die Bayern wollen Söder mehrheitlich als Ministerpräsidenten in Bayern behalten

Auch wenn die Bayern Markus Söder für den geeignetsten Unions-Kandidaten halten, wünschen sie sich keineswegs, dass er diese bundespolitische Aufgabe auch wahrnimmt – zumal der Ministerpräsident immer wieder betont, sein Platz sei im Freistaat. Eine Mehrheit (56 Prozent) würde es vorziehen, wenn Markus Söder das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten weiter ausüben würde, ein Drittel (34 Prozent) würde es dagegen begrüßen, wenn er als Unions-Spitzenkandidat den dritten Anlauf eines CSU-Chefs auf das Kanzleramt nähme (nach Franz-Josef Strauß 1980 und Edmund Stoiber 2002).

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Bayern

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.003 Befragte

Erhebungszeitraum:15. bis 20. Juli 2020

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung