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BerlinTREND

September 2020 im Auftrag des rbb und der Berliner Morgenpost

Sonntagsfrage: Mehrheit für Grün-Rot-Rot wie für Grün-Schwarz

Bei einer Abgeordnetenhauswahl zum jetzigen Zeitpunkt würden die Grünen mit 26 Prozent stärkste Partei werden, gefolgt von der CDU, die mit 22 Prozent rechnen könnte. Während die Grünen zum letzten BerlinTREND um 5 Punkte zulegen, gibt die CDU im gleichen Zeitraum 1 Punkt ab. Deutlicher büßt die Berliner SPD gegenüber dem Frühjahr ein. Sie verliert 5 Punkte und erfährt mit 15 Prozent derzeit eine ähnliche Unterstützung wie die Linke in der Stadt. Während die AfD unverändert 10 Prozent erzielen könnte, würde die FDP mit aktuell 6 Prozent leicht besser abschneiden als im April. Bei einem solchen Wahlausgang könnten die Grünen den Senat anführen. Rechnerische Mehrheiten beständen sowohl für einen grün-rot-roten Senat als auch für eine grün-schwarze Landesregierung.

Personell schneiden die Berliner Grünen im Urteil des Stadtpublikums allerdings keineswegs überragend ab: Grünen-Wirtschaftssenatorin Ramona Pop zieht in der Stadt aktuell etwa ebenso viel Zustimmung auf sich wie Kritik (27:32 Prozent). Nur 16 Prozent können sich die Grünen-Politikerin als gute Bürgermeisterin vorstellen, 46 Prozent stellen dies in Frage. Immerhin steht Pop damit besser da als der CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner (9 Prozent), zugleich aber auch deutlich schlechter als die mögliche SPD-Spitzenkandidatin im kommenden Jahr, Franziska Giffey. Jeder zweite Berliner ist der der Meinung, die SPD-Bundespolitikerin wäre eine gute Bürgermeisterin für Berlin, ein Viertel bezweifelt dies. Zur Arbeit des SPD-Amtsinhabers Michael Müller, der 2021 in die Bundespolitik wechseln möchte, äußert sich momentan weniger als die Hälfte zufrieden, ebenso viele üben Kritik (46:44 Prozent). Er wird damit schlechter bewertet als im April und verfehlt weiterhin die Zufriedenheitswerte seiner Amtskollegen in anderen Bundesländern.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Berlin

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1001 Befragte

Erhebungszeitraum:15.-19. September 2020

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung