BerlinTREND Februar 2021

Repräsentative Studie im Auftrag von rbb und Berliner Morgenpost

Sonntagsfrage: Grüne und CDU Kopf-an-Kopf, SPD holt auf

Ein gutes halbes Jahr vor der Abgeordnetenhauswahl liegen die Grünen und die CDU in der Gunst der Berliner Kopf-an-Kopf. Die Grünen könnten bei einem aktuellen Urnengang mit einem Anteil von 23 Prozent rechnen, 3 Punkte weniger als im vergangenen Herbst. Die CDU käme wie im September auf 22 Prozent. Beiden Parteien gemeinsam sind vergleichsweise unbekannte Spitzenkandidaten. Nur jeder dritte Berliner traut sich bislang ein Urteil zu Kai Wegner von der CDU und sogar nur jeder Vierte zu Bettina Jarasch von den Grünen zu. Anders bei den Sozialdemokraten: Franziska Giffey ist acht von zehn Berlinern ein Begriff und zieht anders als ihre Wettbewerber mehr positive als kritische Stimmen (46:34 Prozent) auf sich. Dennoch müssen sich die Berliner Sozialdemokraten in der landespolitischen Stimmung bislang weiterhin mit dem dritten Platz zufriedengeben. Immerhin verbessert sich die SPD unter Franziska Giffey in der landespolitischen Stimmung. Gegenüber September letzten Jahres legt die Partei 3 Punkte zu und hätte momentan 18 Prozent in Aussicht. Während die Linke unverändert 15 Prozent erzielen würde, käme die AfD aktuell auf 9 Prozent (-1). Die Liberalen würden mit 6 Prozent (+/-0) erneut ins Abgeordnetenhaus einziehen. Alle anderen Parteien dagegen würden an der Mandatsschwelle scheitern. Zusammen würden sie 7 Prozent (+1) erhalten. Mit einem solchen Wahlausgang wäre für die Senatsbildung erneut ein Drei-Parteien-Bündnis nötig.

Das Vertrauen der Bürger in die Corona-Krisenpolitik ist in Deutschland zuletzt sichtbar gesunken, auch in Berlin. Überwog im vergangenen September bei den Berlinern die Zufriedenheit mit dem Krisenmanagement des Senats deutlich, sind nunmehr die Kritiker des Krisenkurses in der Hauptstadt in der Mehrzahl. Mehrheitlich positiv äußern sich momentan allein die Anhänger der Grünen. In den Reihen von SPD, Linken und Union halten sich Zustimmung und Ablehnung die Waage, während im Wählerlager von FDP, noch mehr aber der AfD die Kritik deutlich überwiegt. Michael Müller dagegen, der seit Herbst als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz bei der Bund-Länder-Koordination von Corona-Maßnahmen an Sichtbarkeit gewonnen hat, legt zum September an Popularität zu. Mit einem Zuspruch von 51 Prozent verfehlt er aber dennoch weiterhin die Zufriedenheitswerte seiner Amtskollegen in anderen Bundesländern.

Berlin

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte Bevölkerung in Berlin

Stichprobe

Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren

Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl

1007 Befragte

Erhebungszeitraum

16. bis 20. Februar 2021

Schwankungsbreite

liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

© infratest dimap

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