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LänderTREND

Brandenburg Juni 2017 im Auftrag des rbb

Sechs von zehn Brandenburgern auch gegen modifizierte Kreisreform

Sechs von zehn Brandenburgern auch gegen modifizierte Kreisreform

Volksentscheid zur Kreisreform: Hälfte rechnet nicht mit Erfolg

Volksentscheid zur Kreisreform: Hälfte rechnet nicht mit Erfolg

Sonntagsfrage Landtagswahl: SPD vorn, aber mit niedrigstem Wert seit 2004

Sonntagsfrage Landtagswahl: SPD vorn, aber mit niedrigstem Wert seit 2004

Wahl- und Umfrageergebnisse Landtagswahl: Zeitverlauf

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Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU wie 2013 deutlich vor SPD

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Direktwahl: Merkel für die Hälfte Wunschkandidatin fürs Kanzleramt

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Sommerreise: Deutschland-Urlaub ist Favorit, Ostsee am beliebtesten

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Sommer- und Reiseziele der Brandenburger: Altersgruppen

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Sommer- und Reiseziele der Brandenburger in Deutschland

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Sechs von zehn Brandenburgern auch gegen modifizierte Kreisreform

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Volksentscheid zur Kreisreform: Hälfte rechnet nicht mit Erfolg

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Sonntagsfrage Landtagswahl: SPD vorn, aber mit niedrigstem Wert seit 2004

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Wahl- und Umfrageergebnisse Landtagswahl: Zeitverlauf

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Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU wie 2013 deutlich vor SPD

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Direktwahl: Merkel für die Hälfte Wunschkandidatin fürs Kanzleramt

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Sommerreise: Deutschland-Urlaub ist Favorit, Ostsee am beliebtesten

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Sommer- und Reiseziele der Brandenburger: Altersgruppen

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Sommer- und Reiseziele der Brandenburger in Deutschland

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Sechs von zehn Brandenburgern auch gegen modifizierte Kreisreform

Die Landesregierung hat ihre bisherigen Pläne zur Kreisgebietsreform modifiziert, trifft aber damit im Bundesland ebenso auf deutliche Skepsis. Sechs von zehn Brandenburgern (58 Prozent) lehnen auch die aktuellen Pläne ab, wonach die bestehenden vierzehn Landkreise sowie die drei kreisfreien Städte Cottbus, Brandenburg und Frankfurt/Oder künftig zu elf Kreisen zusammengefasst werden sollen. Im November, als noch zehn Großkreise geplant waren, hatten sich sogar 69 Prozent ablehnend geäußert. Die Ablehnung gegenüber der Kreisreform überwiegt nicht nur im Oppositionslager. Auch die Anhänger von SPD (55:39 Prozent) und Linken (57:38 Prozent) äußern sich überwiegend skeptisch. Mit am größten ist der Widerstand gegen die Reform bei den Anhängern von AfD (68 Prozent) und CDU (65 Prozent) sowie in den betroffenen drei kreisfreien Städten (70 Prozent).

Nach wie vor ist die Mehrheit der Wahlberechtigten im Bundesland nicht davon überzeugt, dass die demografische Entwicklung Brandenburgs die jetzige Kreisgebietsreform unumgänglich macht. Ähnlich wie Ende vergangenen Jahres unterstützt nur knapp jeder Dritte (31 Prozent) die Ansicht, die Kreisreform sei wegen der rückläufigen Einwohnerzahlen in Brandenburg nötig, während sechs von zehn (60 Prozent) dies in Zweifel stellen. In den betroffenen drei kreisfreien Städten Cottbus, Brandenburg und Frankfurt/Oder folgt man der Begründung für die Kreisreform noch seltener (25 Prozent). Zugleich hat die Begründung dort an Überzeugungskraft eingebüßt.

Volksentscheid zur Kreisreform: Hälfte rechnet nicht mit Erfolg 

Die Initiative „Stoppt die Kreisreform“ will mit einem Volksentscheid die Kreisreform der rot-roten Landesregierung verhindern und hierfür im nächsten Schritt Unterschriften für ein Volksbegehren sammeln. Trotz ihrer überwiegend ablehnenden Haltung schätzen die Brandenburger die Erfolgschancen eines solchen Volksentscheids aktuell eher kritisch ein: 38 Prozent erwarten zwar, dass die Kreisreform in der jetzigen Form durch einen Volksentscheid gestoppt werden kann, die Hälfte der Brandenburger (52 Prozent) rechnet rechnet nicht damit. Auch die Kreisreformgegner sind hinsichtlich der Erfolgsaussichten eines Volksentscheids bislang eher gespalten: Die Hälfte von ihnen erwartet, dass ein Volksentscheid die Kreisreform stoppen wird (47 Prozent), ebenso viele sind pessimistisch und rechnen mit keinem Erfolg (47 Prozent).

Sonntagsfrage Landtagswahl: SPD vorn, aber mit niedrigstem Wert seit 2004

Ungeachtet des Gegenwinds bei der Kreisreform bliebe die SPD bei einer Landtagswahl zum jetzigen Zeitpunkt vorn. Allerdings büßen die Sozialdemokraten gegenüber November letzten Jahres Stimmenanteile (-2) ein und kämen mit 28 Prozent auf den niedrigsten Wert im BrandenburgTREND seit September 2004. Die CDU verharrt mit 25 Prozent auf dem Niveau des vergangenen Herbstes, während die Linke leicht auf 18 Prozent (+1) zulegt. Die AfD gibt einen Punkt ab und käme aktuell auf 15 Prozent, während die Grünen wie im November 6 Prozent in Aussicht hätten. Die FDP bliebe mit 3 Prozent weiterhin deutlich von der Mandatsschwelle entfernt, ebenso wie alle anderen Parteien.

Die Sonntagsfrage misst zum Zeitpunkt der Befragung bestehende Wahlneigungen, kein späteres Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand in der Meinungsbildung der Wahlbevölkerung, die erst mit dem tatsächlichen Urnengang am Wahltag zum Abschluss kommt. Rückschlüsse von der aktuellen Sonntagsfrage auf einen späteren Wahlausgang sind daher nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Zugleich hat die finale Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien an Bedeutung gewonnen. 

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU wie 2013 deutlich vor SPD 

Die bundespolitische Stimmung in Brandenburg unterscheidet sich deutlich von der landespolitischen. Bei einer Bundestagswahl zum jetzigen Zeitpunkt käme die CDU in Brandenburg auf einen Stimmenanteil von 35 Prozent. Sie wäre damit wie zur Bundestagswahl 2013 klar stärkste Kraft im Bundesland und läge etwa auf dem Niveau ihres damaligen Ergebnisses (34,8 Prozent). Die SPD würde mit 24 Prozent ihr brandenburgisches Bundestagswahlergebnis von vor vier Jahren (23,1 Prozent) nur leicht verbessern. Drittstärkste Kraft würde die Linke, die mit 15 Prozent deutlich schlechter abschneiden würde als zur letzten Bundestagswahl (22,4 Prozent). Dagegen könnte die AfD mit aktuell 15 Prozent ihren Stimmenanteil von 2013 (6,0 Prozent) mehr als verdoppeln. Die Grünen liegen mit momentan 5 Prozent ähnlich wie 2013 (4,7 Prozent), ebenso die FDP mit 3 Prozent (2013: 2,5 Prozent). Alle anderen Parteien würden in Brandenburg derzeit zusammen 3 Prozent (2013: 6,4 Prozent) erzielen.  

Die Sonntagsfrage misst zum Zeitpunkt der Befragung bestehende Wahlneigungen, kein späteres Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand in der Meinungsbildung der Wahlbevölkerung, die erst mit dem tatsächlichen Urnengang am Wahltag zum Abschluss kommt. Rückschlüsse von der aktuellen Sonntagsfrage auf einen späteren Wahlausgang sind daher nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Zugleich hat die finale Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien an Bedeutung gewonnen. 

Direktwahl: Merkel für die Hälfte Wunschkandidatin fürs Kanzleramt

Auch in Brandenburg können die Christdemokraten auf die große Popularität der Kanzlerin setzen. In der Entscheidung zwischen der CDU-Amtsinhaberin und dem SPD-Herausforderer sprechen sich aktuell 50 Prozent der brandenburgischen Wahlberechtigten für Angela Merkel aus, 23 Prozent für Martin Schulz. Gut jeder vierte Brandenburger (27 Prozent) kann oder will sich in dieser Frage nicht zwischen den Spitzenkandidaten der beiden großen Parteien entscheiden. Bundesweit präferierte im Juni gut die Hälfte der Wahlberechtigten Angela Merkel im Kanzleramt. 29 Prozent gaben an, Martin Schulz als Kanzler vorzuziehen.

 

Sommerreise: Deutschland-Urlaub ist Favorit, Ostsee am beliebtesten

Ihren Sommerurlaub verbringen die Brandenburger am liebsten in Deutschland: Fast vier von zehn Brandenburgern (37 Prozent) planen diesen Sommer, innerhalb Deutschlands zu verreisen. 24 Prozent zieht es ins europäische Ausland. Ziele außerhalb Europas peilen in diesem Sommer 6 Prozent an. Vier von zehn Brandenburgern (36 Prozent) geben an, diesen Sommer keine Urlaubsreise zu planen und zu Hause zu bleiben. Die Reisepläne der meisten Brandenburger sind von der internationalen Sicherheitslage unbeeinflusst (72 Prozent). Immerhin ein gutes Viertel (27 Prozent) signalisiert allerdings, dass ihre Urlaubspläne aufgrund der internationalen Sicherheitslage anders ausfallen als in der Vergangenheit.

Die urlaubsfreudigsten Brandenburger sind die 35- bis 49jährigen. Nur jeder Vierte von ihnen (24 Prozent) gibt an, auf eine Sommerreise verzichten zu wollen. Fernreisen sind dagegen vor allem bei den jüngeren Brandenburgern en vogue. Vier von zehn der 16- bis 34jährigen (40 Prozent) zieht es diesen Sommer ins Ausland. Von den über 65jährigen plant dagegen nur jeder Fünfte (20 Prozent) eine Auslandsreise. Jeder Zweite (51 Prozent) von ihnen will diesen Sommer sogar ganz zu Hause bleiben.

Innerhalb Deutschlands zieht es die Brandenburger in ihrem Sommerurlaub in erster Linie in den Norden, wobei wiederum die Ostsee mit Abstand die meisten Brandenburger lockt. Von den brandenburgischen Deutschland-Urlaubern planen 46 Prozent Reisen an die Ostsee, weitere 11 Prozent wollen Urlaub an der Mecklenburger Seenplatte machen. Auf den weiteren Plätzen  folgen der Bayerischer Wald (6 Prozent), der Thüringer Wald (4 Prozent) und die Nordsee (3 Prozent). Von den Brandenburgern, die innerhalb Deutschlands ihren Urlaub verbringen wollen, haben insgesamt 15 Prozent Reiseziele im Bundesland im Visier.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Brandenburg ab 16 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.000 Befragte

Erhebungszeitraum:15. bis 19. Juni 2017

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Roberto Heinrich

Senior Projektleiter Meinungs- und Wahlforschung

roberto.heinrich @remove-this.infratest-dimap.de