BrandenburgTREND Mai 2021

Repräsentative Studie im Auftrag des rbb

Corona-Maßnahmen: Knapp die Hälfte findet Regelungen angemessen, Zustimmung sinkt

Angesichts sinkender Infektionszahlen und steigender Impfquoten hat das Brandenburger Kabinett schrittweise Lockerungen beschlossen, die ab dem 21. Mai greifen sollen. Bei stabiler Inzidenz sollen ab Freitag vor Pfingsten unter anderem außengastronomische Angebote, Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel sowie touristische Übernachtungen möglich sein. Die Alltagsauflagen zur Pandemie-Eindämmung, die derzeit in Kraft sind, bewerten zwar ähnlich wie bundesweit gut vier von zehn Brandenburger (45 Prozent) als angemessen. Im Vergleich zu November letzten Jahres ist allerdings die Zahl derer, die die Maßnahmen mittlerweile als zu weitgehend betrachten, mit 28 Prozent (+10 Punkte im Vergleich zu November) erkennbar gestiegen. Insbesondere die Anhänger der AfD (59 Prozent) sowie große Teile der FDP-Anhängerschaft (44 Prozent) empfinden die Regularien inzwischen als übertrieben. Ein knappes Viertel der Brandenburger (24 Prozent, -3) bewertet die geltenden Maßnahmen hingegen als nicht ausreichend.

Corona-Krisenmanagement: Impfungen sowie Schulpolitik stark in der Kritik

Seit Jahresbeginn steht das Corona-Krisenmanagement von Bund und Ländern in der öffentlichen Kritik. Die größte Kritik am Corona-Krisenmanagement entzündet sich in Brandenburg am Impfen. Trotz bestehender Fortschritte vergeben zwei Drittel (67 Prozent) schlechte Noten dafür, wie das Impfen organisiert ist, drei von zehn (29 Prozent) sind mit der Impforganisation zufrieden. Mit der Organisation der Kinderbetreuung und des Schulbetriebes sind sechs von zehn (60 Prozent) unzufrie-den, unter den Bürgern, die von Fragen der Kinderbetreuung häufiger betroffen sind, sind es sogar drei Viertel (16 bis 44 Jahre: 73 Prozent). Die Hälfte der Brandenburger ist unzufrieden, wenn es um Hilfen für Wirtschaft und Betriebe geht (21:53 Prozent). Allein beim Einsatz von Schnell- und Selbst-tests überwiegt im Bundesland das Lob die Kritik (51:40 Prozent).

Impfbereitschaft in Brandenburg ähnlich hoch wie bundesweit

Die Kritik an Tempo und Organisation der Impfungen geht im Bundesland mit einer hohen Impfbe-reitschaft der Bevölkerung einher. Ähnlich wie bundesweit geben sieben von zehn Brandenburgern (70 Prozent) an, sich auf jeden Fall gegen Covid-19 impfen lassen zu wollen (40 Prozent) bzw. bereits mindestens einmal geimpft zu sein (30 Prozent).

Außerdem finden Sie im BrandenburgTREND folgende Themen:

  • Corona-Krisenmanagement: Impfungen sowie Schulpolitik stark in der Kritik
  • Impfbereitschaft in Brandenburg ähnlich hoch wie bundesweit
  • Regierungszufriedenheit sinktSonntagsfrage: SPD und CDU mit Verlusten, Grüne legen zu
  • Nachfolge fürs Kanzleramt: Scholz im Land knapp vor Baerbock

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Kontakt
Anja Miriam Simon

Brandenburg

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte Bevölkerung in Brandenburg (Deutsche ab 16 Jahren)

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung

Fallzahl

1.183 Befragte
(772 Telefoninterviews und 411 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

12. - 15. Mai 2021

Schwankungsbreite

2* bis 3** Prozentpunkte

*bei einem Anteilswert von 10%
**bei einem Anteilswert von 50%

© infratest dimap

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29.07.2021, 11:16

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