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LänderTREND

Hamburg April 2016

Rot-grüner Senat erhält gute Noten

Rot-grüner Senat erhält gute Noten

Positive Grundstimmung in Hamburg: ein Drittel sieht aber Anlass zur Sorge

Positive Grundstimmung in Hamburg: ein Drittel sieht aber Anlass zur Sorge

Scholz bleibt populär, Trepoll mit Bekanntheitsproblemen

Scholz bleibt populär, Trepoll mit Bekanntheitsproblemen

Flüchtlingsthema beschäftigt Hamburger aktuell am meisten

Flüchtlingsthema beschäftigt Hamburger aktuell am meisten

Flüchtlingsunterbringung stößt bei jedem Zweiten auf Widerspruch

Flüchtlingsunterbringung stößt bei jedem Zweiten auf Widerspruch

Sicherheitsempfinden: Mehrzahl fühlt sich sicher in Hamburg

Sicherheitsempfinden: Mehrzahl fühlt sich sicher in Hamburg

Sonntagsfrage: SPD mit Einbußen

Sonntagsfrage: SPD mit Einbußen

Rot-grüner Senat erhält gute Noten

Rot-grüner Senat erhält gute Noten

Positive Grundstimmung in Hamburg: ein Drittel sieht aber Anlass zur Sorge

Positive Grundstimmung in Hamburg: ein Drittel sieht aber Anlass zur Sorge

Scholz bleibt populär, Trepoll mit Bekanntheitsproblemen

Scholz bleibt populär, Trepoll mit Bekanntheitsproblemen

Flüchtlingsthema beschäftigt Hamburger aktuell am meisten

Flüchtlingsthema beschäftigt Hamburger aktuell am meisten

Flüchtlingsunterbringung stößt bei jedem Zweiten auf Widerspruch

Flüchtlingsunterbringung stößt bei jedem Zweiten auf Widerspruch

Sicherheitsempfinden: Mehrzahl fühlt sich sicher in Hamburg

Sicherheitsempfinden: Mehrzahl fühlt sich sicher in Hamburg

Sonntagsfrage: SPD mit Einbußen

Sonntagsfrage: SPD mit Einbußen

Rot-grüner Senat erhält gute Noten

Nach gut einem Jahr Amtszeit erhält der Hamburger Senat aus SPD und Grünen an der Alster gute Noten. 61 Prozent der Wahlberechtigten äußern sich sehr zufrieden bzw. zufrieden zu den Leistungen der Landesregierung. Ein Drittel (33 Prozent) übt Kritik. Der aktuelle rot-grüne Senat wird damit allerdings nicht ganz so gut bewertet wie die SPD-Alleinregierung unmittelbar vor der letzten Bürgerschaftswahl (67 Prozent). Dennoch gehört der Hamburger Senat zu den aktuell populärsten Landesregierungen in Deutschland.

Positive Grundstimmung in Hamburg, ein Drittel sieht aber Anlass zur Sorge

Der Senat profitiert in seiner Bewertung nicht zuletzt von einer positiven Grundstimmung im Bundesland. 55 Prozent der Hamburger blicken zuversichtlich auf die Verhältnisse in der Stadt. Dagegen sehen drei von zehn (35 Prozent) Anlass zur Beunruhigung. Vergleichsweise positiv blicken insbesondere die Anhänger der beiden Senatsparteien SPD (67 Prozent) und Grüne (68 Prozent) auf Hamburg. Demgegenüber bewerten die AfD-Anhänger (75 Prozent) die Stadtverhältnisse besonders skeptisch. Nüchterner fällt auch die Sicht der formal weniger Gebildeten (45 Prozent) aus.

 

Scholz bleibt populär, aber mit Einbußen, Trepoll mit Bekanntheitsproblemen

Wie der Senat erhält auch der erste Bürgermeister von den Hamburgern mehrheitlich positive Urteile. Sieben von zehn Wahlberechtigten (69 Prozent) sind mit der Arbeit von Olaf Scholz sehr zufrieden bzw. zufrieden, ein Viertel (24 Prozent) äußert sich kritisch zu seiner Person. Der SPD-Politiker erreicht nicht ganz den Rückhalt, den er vor der Bürgerschaftswahl (76 Prozent) genoss, gehört aber derzeit zu den populärsten Länderchefs in Deutschland. Mit Ausnahme der Linken äußern sich die Anhänger aller Bürgerschaftsparteien überwiegend positiv.

CDU-Oppositionsführer André Trepoll kämpft ein Jahr nach Übernahme des Fraktionsvorsitzes mit deutlichen Bekanntheitsproblemen: Drei Viertel der Hamburger Wahlberechtigten (78 Prozent) können mit seinem Namen nichts anfangen bzw. trauen sich kein Urteil zu seiner Person zu, in den Reihen der CDU-Anhänger sind es ebenfalls acht von zehn (79 Prozent). Bei den Wahlberechtigten, die den CDU-Politiker beurteilen, halten sich Zuspruch und Ablehnung in etwa die Waage (9:11 Prozent).

Flüchtlingsthema beschäftigt Hamburger aktuell am meisten

Aktuell verfügt auch in Hamburg mit der Flüchtlingszuwanderung eine einzelne Frage über einen zentralen Stellenwert für die Bürger. Danach gefragt, welches Thema aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sie derzeit am meisten beschäftigt, sprechen sechs von zehn Hamburgern (62 Prozent) die Flüchtlingsmigration an. Alle anderen Themen haben aktuell eine nachrangige Bedeutung für die Wahlberechtigten: Etwa jeder Zehnte (9 Prozent) thematisiert die Terroranschläge in Brüssel bzw. Terrorrisiken für Deutschland. 5 Prozent geben an, sich zuletzt vor allem mit dem Ausgang der drei März-Landtagswahlen beschäftigt zu haben.

  

Flüchtlingsunterbringung stößt bei jedem Zweiten auf Widerspruch

Ein Aspekt der Flüchtlingsmigration bildet auch in Hamburg die Unterbringung. Insbesondere Großunterkünfte treffen in der Stadt auf Widerspruch. Eine Volksinitiative fordert im Interesse von Flüchtlingen wie Anwohnern vom SPD-geführten Senat eine dezentrale Unterbringung an verschiedenen kleineren Standorten. Die bisherige Unterbringung der Flüchtlinge in der Stadt polarisiert die Hamburger sichtbar: 45 Prozent betrachten sie als unangemessen, ein gutes Drittel (36 Prozent) bezeichnet sie als angemessen. Zweifel an der Flüchtlingsunterbringung in Hamburg bestehen dabei insbesondere bei Anhängern von Linken (55 Prozent) und Grünen (58 Prozent).

 

Sicherheitsempfinden: Mehrzahl fühlt sich sicher in Hamburg

Seit den Kölner Silvestervorfällen und den Brüsseler Terroranschlägen haben Fragen der inneren Sicherheit an Bedeutung gewonnen. Von diesen Ereignissen unbeeinträchtigt fühlt sich mit 78 Prozent das Gros der Hamburger an der Elbe weiterhin sicher. Jeder Fünfte (22 Prozent) signalisiert dagegen, sich weniger oder überhaupt nicht sicher zu fühlen. Überdurchschnittlich häufig machen sich formal niedrig Gebildete (35 Prozent) Sorgen um ihre persönliche Sicherheit in der Stadt. Massive Sicherheitsängste bestehen darüber hinaus in den Reihen der AfD (72 Prozent).

  

Sonntagsfrage: SPD mit Einbußen

Im aktuellen Themenumfeld würden die Hamburger Sozialdemokraten ihr Bürgerschaftswahlergebnis vom vergangenen Februar nicht erreichen. Bei einer Wahl zum jetzigen Zeitpunkt käme die SPD auf 39 Prozent (2015: 45,6 Prozent). Trotz Einbußen blieben die Sozialdemokraten aber mit großem Vorsprung stärkste landespolitische Kraft. Die CDU erholt sich leicht von ihrem 2015er Rekordtief und käme derzeit auf 18 Prozent (2015: 15,9 Prozent). Besser als zur Bürgerschaftswahl lägen aktuell auch Grüne und Linke. Während die Grünen auf 15 Prozent Stimmenanteil kämen (2015: 12,3 Prozent), könnte die Linke momentan mit 11 Prozent (2015: 8,5 Prozent) rechnen. Die FDP bliebe mit 6 Prozent derzeit etwas hinter ihrem Bürgerschaftswahlergebnis zurück (2015: 7,4 Prozent). Die AfD dagegen würde mit 8 Prozent leicht besser abschneiden (2015: 6,1 Prozent) als im Februar 2015.

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Nicht nur legen sich viele Wähler kurzfristig vor einer Wahl fest, auch hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Hamburg ab 16 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1000 Befragte

Erhebungszeitraum:31. März - 5. April 2016

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Roberto Heinrich

Senior Projektleiter Meinungs- und Wahlforschung

roberto.heinrich @remove-this.infratest-dimap.de