Mecklenburg-VorpommernTREND November 2020

im Auftrag des NDR

Wichtigste Probleme im Bundesland: Corona, Bildung, Arbeit und Wirtschaft

Seit November befindet sich ganz Deutschland aufgrund hoher Neuinfektionszahlen im zweiten Teil-Lockdown. Die Pandemie bewegt auch im Nordosten sowohl die Landespolitiker als auch die Bürgerinnen und Bürger. Corona stellt aktuell aus Sicht jedes dritten Wahlberechtigten (33 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern die größte Herausforderung für die Politik im Bundesland dar, gefolgt von der Situation in den Schulen (24 Prozent) sowie der Lage am Arbeitsmarkt (19 Prozent) bzw. in der Wirtschaft (15 Prozent). Im Vergleich zum Sommer hat sich die Wahrnehmung der Probleme im Bundesland nicht grundlegend geändert. Allerdings sorgen höhere Infektionszahlen und die neuerlichen Einschränkungen im Alltag dafür, dass die Corona-Pandemie für die Bürgerinnen und Bürger zum Jahresende einen größeren Stellenwert hat als noch im Juni.

 Corona-Auflagen: im Nordosten nicht ganz so hohe Unterstützung wie bundesweit

Den Teil-Lockdown selbst bewertet in Mecklenburg-Vorpommern nach drei Wochen Gültigkeit knapp die Hälfte der Wahlberechtigten (46 Prozent) als angemessen. Weiteren 16 Prozent gehen die aktuellen Auflagen nicht weit genug. Fast vier von zehn im Bundesland (37 Prozent) allerdings betrachten die seit November geltenden Einschränkungen als zu weitgehend. Damit findet der Teil-Lockdown im von der Pandemie weniger stark betroffenen Bundesland nicht ganz die Unterstützung wie bundesweit: Mitte November hatten 54 Prozent der Bundesbürger die neuerlichen Maßnahmen als angemessen und 18 Prozent als nicht ausreichend bezeichnet, während nur jeder Vierte (26 Prozent) die aktuellen Maßnahmen als zu weitreichend bewertete.

Gestützt werden die Maßnahmen des Teil-Lockdowns in Mecklenburg-Vorpommern in den Wählermilieus von SPD, CDU, Linken und Grünen. Von übertriebenen Maßnahmen gehen dagegen auch im Nordosten die Anhänger der AfD aus (79 Prozent).

Eltern: Große Sorgen wegen möglicher Schließung von Schulen und Kitas

Sorgen zur Bewältigung des privaten Alltags in der Pandemie haben auch im zweiten Teil-Lockdown einen besonders großen Stellenwert in der Bevölkerung. Unter den Eltern schulpflichtiger bzw. von Kita-Kindern sind in Mecklenburg-Vorpommern sechs von zehn besorgt über mögliche Schließungen von Kitas und Schulen. Dass man selbst oder Teile der eigenen Familie ernsthaft an Corona erkranken könnte, ist eine Sorge, die derzeit vier von zehn (39 Prozent) teilen. Ängste um den eigenen Arbeitsplatz bestehen bei immerhin etwa jedem fünften Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern. 

Außerdem finden Sie im Mecklenburg-VorpommernTREND folgende Themen:

  • Weiterhin hohe Regierungszufriedenheit
  • Kaum Kritik an staatlichen Corona-Wirtschaftshilfen
  • Vertrauen für Problemlösungen verbleibt bei SPD und CDU
  • Schwesig weiterhin populär, CDU-Spitzenkandidat mit Bekanntheitsproblemen
  • Geteilte Meinungen zum Rücktritt von Innenminister Caffier
  • Sonntagsfrage Land: SPD und CDU gleichauf, Sonntagsfrage Bund: CDU klar vorn

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Mecklenburg-Vorpommern

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern

Stichprobe

Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren

Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl

1000 Befragte

Erhebungszeitraum

18. bis 21. November 2020

Schwankungsbreite

liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

© infratest dimap

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