Mecklenburg-VorpommernTREND September 2021

Repräsentative Studie im Auftrag von NDR, Schweriner Volkszeitung und Ostsee-Zeitung

Sonntagsfrage Land: SPD setzt sich weiter ab

Gut zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl bleibt die SPD in der landespolitischen Stimmung deutlich vor ihren Wettbewerbern. Die Sozialdemokraten kämen bei einer Landtagswahl zum jetzigen Zeitpunkt auf einen Wähleranteil von 39 Prozent, ein Zuwachs zu Ende August um 3 Punkte. Die in Schwerin mitregierende CDU büßt im gleichen Zeitraum 1 Punkt ein und hätte aktuell 14 Prozent in Aussicht. Die Christdemokraten blieben damit hinter der AfD, die unverändert bei 17 Prozent läge. Während die Linke momentan mit 10 Prozent (-1) rechnen könnte, würden die Liberalen auf einen Wähleranteil von 7 Prozent (-1), die Grünen auf einen Stimmenanteil von 6 (+/-0) kommen. Allen anderen Parteien bliebe der Sprung über die Mandatsschwelle verwehrt, sie kämen wie Ende August zusammen auf 7 Prozent.

Die Sonntagsfrage zur Landtagswahl misst aktuelle Wahlneigungen, kein tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess, der erst am Wahltag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wählerinnen und Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Gewachsen ist zudem die Bedeutung des Wahlkampfs mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

Jeder Zweite für SPD-geführte Landesregierung, Rot-Schwarz am besten bewertet

Bei einem Wahlausgang entsprechend der aktuellen Sonntagsfrage könnte die SPD im Bundesland weiter die Ministerpräsidentin stellen. Dies entspräche auch dem Wunsch jedes zweiten Wahlberechtigten im Bundesland. Nach 49 Prozent Ende August unterstützen aktuell 55 Prozent der Wahlberechtigten für die Zeit nach der Landtagswahl in Schwerin ein Kabinett unter Führung der Sozialdemokraten. Ein Sechstel (16 Prozent; -4) setzt auf einen Wechsel zugunsten eines CDU-geführten Regierungsbündnisses, jeder achte Wahlberechtigte (12 Prozent; -2) spricht sich für eine Landesregierung unter AfD-Führung aus.

Die SPD hätte in der aktuellen landespolitischen Stimmung die Möglichkeit, verschiedene Zwei-Parteien-Koalitionen im Bundesland einzugehen. Hierzu gehört auch das amtierende Bündnis mit der Union, mit dessen Regierungsarbeit knapp drei Wochen vor der Wahl gut sechs von zehn Wahlberechtigten (62 Prozent; +1 zu Juli) zufrieden sind. Rot-Schwarz ist zugleich das Modell, das im Nordosten für die Zeit nach der Landtagswahl am besten bewertet wird. 43 Prozent fänden diese Konstellation sehr gut bzw. gut. 38 Prozent bewerten eine Neuauflage von Rot-Rot, wie sie es zwischen 1998 und 2006 bereits einmal im Bundesland gegeben hat, positiv. Eine Koalition aus SPD und FDP findet bei 33 Prozent Anklang, eine Koalition aus SPD und Grünen bei 28 Prozent. Auch die SPD-Anhänger selbst bewerten die Fortsetzung von Rot-Schwarz (57 Prozent) vergleichsweise am besten, gefolgt von einer Koalition mit der Linken (52 Prozent).

Außerdem folgende Themen im aktuellen Mecklenburg-VorpommernTREND:

  • Politikerzufriedenheit: Schwesig mit Amtsbonus
  • Weiter klare Präferenz für Schwesig als Ministerpräsidentin
  • Problemlösungskompetenz: Vorteile für die SPD
  • Wichtigste Probleme: Bildung, Arbeitslosigkeit, Verkehrsinfrastruktur, Wirtschaft
  • Sonntagsfrage Bund: SPD bleibt vorn, CDU hinter AfD
  • Einstellungen zur AfD: Hälfte unterstützt migrationskritischen Kurs

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Mecklenburg-Vorpommern

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Onlinebefragung

Fallzahl

1.180 Befragte
(768 Telefoninterviews und 412 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

02. bis 07. September 2021

Schwankungsbreite

2* bis 3** Prozentpunkte

*bei einem Anteilswert von 10%
** bei einem Anteilswert von 50%

© infratest dimap

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