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LänderTREND

Niedersachsen September 2017 im Auftrag des NDR

Grundstimmung: Wieder mehr Zuversicht in Niedersachsen

Grundstimmung: Wieder mehr Zuversicht in Niedersachsen

Verhältnisse in Niedersachsen im Zeitverlauf

Verhältnisse in Niedersachsen im Zeitverlauf

Wichtigste Probleme: Bildung und Migration

Wichtigste Probleme: Bildung und Migration

Beteiligung am VW-Konzern: Land soll Miteigentümer bleiben, aber ohne Spitzenpolitiker im Aufsichtsrat

Beteiligung am VW-Konzern: Land soll Miteigentümer bleiben, aber ohne Spitzenpolitiker im Aufsichtsrat

Beteiligung am VW-Konzern

Beteiligung am VW-Konzern

Spitzenpolitiker im VW-Aufsichtsrat

Spitzenpolitiker im VW-Aufsichtsrat

Arbeit der Landesregierung: Mehrheit ist zufrieden

Arbeit der Landesregierung: Mehrheit ist zufrieden

Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung im Zeitverlauf

Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung im Zeitverlauf

Direktwahlfrage: Weil deutlich vor Althusmann

Direktwahlfrage: Weil deutlich vor Althusmann

Weiterhing keine eindeutige Präferenz für SPD- oder CDU-geführte Landesregierung

Weiterhing keine eindeutige Präferenz für SPD- oder CDU-geführte Landesregierung

Nächste Landesregierung?

Nächste Landesregierung?

Sonntagsfrage: Landtagswahl: CDU weiter stärkste Kraft

Sonntagsfrage: Landtagswahl: CDU weiter stärkste Kraft

Stimmenanteile von Koalitionen

Stimmenanteile von Koalitionen

Grundstimmung: Wieder mehr Zuversicht in Niedersachsen

Grundstimmung: Wieder mehr Zuversicht in Niedersachsen

Verhältnisse in Niedersachsen im Zeitverlauf

Verhältnisse in Niedersachsen im Zeitverlauf

Wichtigste Probleme: Bildung und Migration

Wichtigste Probleme: Bildung und Migration

Beteiligung am VW-Konzern: Land soll Miteigentümer bleiben, aber ohne Spitzenpolitiker im Aufsichtsrat

Beteiligung am VW-Konzern: Land soll Miteigentümer bleiben, aber ohne Spitzenpolitiker im Aufsichtsrat

Beteiligung am VW-Konzern

Beteiligung am VW-Konzern

Spitzenpolitiker im VW-Aufsichtsrat

Spitzenpolitiker im VW-Aufsichtsrat

Arbeit der Landesregierung: Mehrheit ist zufrieden

Arbeit der Landesregierung: Mehrheit ist zufrieden

Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung im Zeitverlauf

Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung im Zeitverlauf

Direktwahlfrage: Weil deutlich vor Althusmann

Direktwahlfrage: Weil deutlich vor Althusmann

Weiterhing keine eindeutige Präferenz für SPD- oder CDU-geführte Landesregierung

Weiterhing keine eindeutige Präferenz für SPD- oder CDU-geführte Landesregierung

Nächste Landesregierung?

Nächste Landesregierung?

Sonntagsfrage: Landtagswahl: CDU weiter stärkste Kraft

Sonntagsfrage: Landtagswahl: CDU weiter stärkste Kraft

Stimmenanteile von Koalitionen

Stimmenanteile von Koalitionen

Grundstimmung: Wieder mehr Zuversicht in Niedersachsen

Nach Wochen harter politischer Auseinandersetzungen in Niedersachsen, die letztlich zur Festsetzung von Neuwahlen am 15. Oktober 2017 führten, schätzen die Wählerinnen und Wähler die Verhältnisse im Bundesland jetzt wieder zuversichtlicher ein.    

Während im Januar mit 57 Prozent mehr als die Hälfte der Niedersachsen die politischen Verhältnisse positiv bewerteten, fiel dieser Anteil Anfang August – nach dem Verlust der rot-grünen Mehrheit im Landtag – mit 45 Prozent deutlich geringer aus. Aktuell haben viele Niedersachsen wieder Vertrauen in die politischen Kräfte des Landes gewonnen: 56 Prozent sehen mit Zuversicht auf die politischen Verhältnisse, die Zahl beunruhigter Wählerinnen und Wähler ist auf 34 Prozent gesunken.         

Die Stimmungslage fällt bei den Anhängerschaften fast aller Parteien wieder positiver aus. Am zuversichtlichsten zeigen sich die CDU-Anhänger (66:22 Prozent), aber auch bei den SPD-Anhängern überwiegt die positive Sicht deutlich (62:33 Prozent). Auch die Anhänger von Grünen, FDP und Linken kommen mehrheitlich zu einem positiven Urteil. Im Unterschied zu allen anderen Bevölkerungsgruppen sind die AfD nahezu einhellig beunruhigt (85 Prozent).

 

Wichtigste Probleme: Bildung und Migration

Die wichtigsten politischen Probleme, die in Niedersachsen vordringlich gelöst werden müssen, verorten 43 Prozent der Bürger im Politikfeld Bildung, Schule und Ausbildung. Der Themenbereich hat im Vergleich zu Januar um 10 Prozentpunkte zugelegt und hat die Fragen rund um Flüchtlinge, Einwanderung und Asylpolitik auf Platz 2 der Problemagenda verdrängt (30 Prozent, -9). Offenbar zeigen sich hier Auswirkungen des niedersächsischen Wahlkampfes der letzten Wochen: In Anbetracht vieler Probleme im Bereich Bildung verspricht die SPD für den Fall eines Sieges bei den vorgezogenen Neuwahlen ein zusätzliches Millionenprogramm für den leichteren Zugang zur Bildung und zur Verbesserung der Bildungsqualität. Die CDU-Opposition ist ebenfalls in die Offensive gegangen und verspricht, jahrelang diskutierte Probleme wie die bei der Unterrichtsversorgung zu lösen.

Hinter der Bildungs- und Migrationsthematik folgen – wie im Januar - mit erheblichem Abstand der Zustand der öffentlichen und Verkehrsinfrastruktur (14 Prozent, +3) sowie die Lage am Arbeitsmarkt (unverändert 12 Prozent). Fragen der Familienpolitik (7 Prozent), der sozialen Ungleichheit, der inneren Sicherheit, Alterssicherung und des Gesundheitswesens (je 6 Prozent) spielen in Relation zu den vier Top-Themen eine geringere Rolle für die Niedersachsen. Dazu zählt auch der Abgas-/Dieselskandal (ebenfalls 6 Prozent).

Beteiligung am VW-Konzern: Land soll Miteigentümer bleiben, aber ohne Spitzenpolitiker im Aufsichtsrat

Wenn die Niedersachsen zur Beteiligung ihres Landes am VW-Konzern befragt werden, dann fällt ihr Urteil eindeutig aus: Zwei Drittel (65 Prozent) sprechen sich für den Fortbestand dieser Beteiligung aus, nur jeder Vierte (26 Prozent) plädiert für einen Verkauf der Landesanteile.

Während damit die Bedeutung des Konzerns als Schlüsselindustrie für Niedersachsen betont wird und viele Niedersachsen mit der staatlichen Beteiligung sicher auch Hoffnungen auf eine stabile Arbeitsplatzsituation im Land verknüpfen, wird die Entsendung von Spitzenpolitikern des Landes in den VW-Aufsichtsrat mehrheitlich kritisch gesehen. Hingegen haben 38 Prozent kein Problem damit, dass Spitzenpolitiker des Landes ihren Einfluss im VW-Aufsichtsrat geltend machen.

Eine mehrheitlich kritische Haltung nehmen die Parteianhängerschaften von CDU, Grünen und Linken ein. SPD-Anhänger sprechen sich mehrheitlich für die Vertretung von Spitzenpolitikern im Aufsichtsrat aus. Die Anhängerschaften von FDP und AfD sind hier jeweils geteilter Meinung.   

 

Arbeit der Landesregierung: Mehrheit ist zufrieden

Ungeachtet der aktuellen politischen Ereignisse im Land wird das rot-grüne Landeskabinett mehrheitlich positiv bewertet. Zwar liegen die Zufriedenheitswerte im September (57 Prozent) wie schon im August (56 Prozent) unter dem Spitzenwert der Legislaturperiode im Januar 2017 (63 Prozent). Wie seit Beginn von Rot-Grün nach der Landtagswahl von 2013 wird die Landesregierung aber nach wie vor mehrheitlich positiv bewertet.

Die Zustimmung zur Arbeit der Landesregierung überwiegt in den Anhängerschaften von SPD (78 Prozent) und Grünen (68 Prozent). Die gute Bilanz der Landesregierung kommt auch dadurch zustande, dass jeweils etwa die Hälfte der CDU-Anhänger (52 Prozent) und der FDP-Anhänger (48 Prozent) sowie auch viele der Linken-Anhänger (43 Prozent) das Kabinett Weil wohlwollend beurteilen.  

 

Direktwahlfrage: Weil deutlich vor Althusmann

Wenn die Wählerinnen und Wähler Niedersachsens ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, dann würden sie sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt eher für Stephan Weil (47 Prozent) als für Bernd Althusmann (24 Prozent) entscheiden. Im Vergleich zu August kann Weil leicht zulegen (+2 Prozentpunkte), während Althusmann erheblich an Zustimmung erheblich verloren hat (-10). Der Vorsprung des amtierenden Ministerpräsidenten vor seinem Herausforderer beträgt wenige Wochen vor der Landtagswahl 23 Prozentpunkte.

Wie bereits im August ist der Rückhalt von Stephan Weil in den eigenen Reihen mit 80 Prozent erheblich stärker als der von Althusmann mit 54 Prozent.

 

Weiterhin keine eindeutige Präferenz für SPD- oder CDU-geführte Landesregierung

Gut fünf Wochen vor der Landtagswahl gibt es in Niedersachsen keine Wechselstimmung: 47 Prozent der Wählerinnen und Wähler sprechen sich für eine auch künftig SPD-geführte Landesregierung aus - ein Plus von 5 Prozentpunkten im Vergleich zu August. Für eine Regierung unter Führung der CDU plädieren dagegen unverändert 41 Prozent.

Dass die Anhänger der beiden großen Parteien am liebsten ein aus ihren eigenen Reihen heraus geführtes Kabinett sehen wollen, versteht sich von selbst. Klare Präferenzen bringen aber auch die Wähler der kleineren Parteien zum Ausdruck. In den Reihen der Grünen (75 Prozent) und Linken (73 Prozent) gibt man einer sozialdemokratisch geführten Regierung den Vorzug, im Lager der FDP (80 Prozent) einer CDU-geführten Regierung.

 

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU weiter stärkste Kraft

Wenn die Niedersachsen bereits am kommenden Sonntag ein neues Landesparlament wählen würden, dann wäre die CDU stärkste Kraft. Die Christdemokraten könnten momentan mit 37 Prozent rechnen, verzeichnen allerdings im Vergleich zu August ein Minus von 3 Punkten. Die SPD käme wie im August auf 32 Prozent und läge damit 5 Punkte hinter der CDU. Die Grünen würden 10 Prozent erreichen (+1). Die FDP könnte mit 6 Prozent (-1) rechnen, die AfD mit 7 Prozent (+1). Anders als noch im August hätte die Linke mit 5 Prozent (+2) Chancen, den Einzug in den Landtag zu schaffen. Alle anderen Parteien kämen zusammengenommen auf 3 Prozent.

 

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Zum einen legen sich immer mehr Wähler kurzfristiger vor einer Wahl fest, zum anderen hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen.

Bei einer Landtagswahl mit diesem Ausgang würde die jetzt noch amtierende rot-grüne Regierung nicht mehr über eine Mehrheit verfügen. Neben einer großen Koalition aus CDU und SPD würde nur ein Schwarz-Grün-Gelbes Bündnis auf eine Mehrheit der Mandate kommen.

 

Der Wunschliste der Niedersachsen – „Welche Koalition wäre gut für Niedersachsen?“ – entspräche die aktuelle Sonntagsfragen-Konstellation nur in einem Punkt: Zu den drei am besten bewerteten Regierungsbündnissen zählt die Große Koalition („sehr gut/gut für Niedersachsen“: 41 Prozent). Dagegen hätten weder ein schwarz-gelbes Bündnis („sehr gut/gut für Niedersachsen“: 40 Prozent) noch Rot-Grün („sehr gut/gut für Niedersachsen“: 45 Prozent) auf Basis der aktuellen Sonntagsfrage eine Mehrheit.

 

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Niedersachsen

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1001 Befragte

Erhebungszeitraum:30. August bis 05. September 2017

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Uwe Meergans
Senior Projektleiter Meinungs- und Wahlforschung

uwe.meergans @infratest-dimap.de