NiedersachsenTREND September 2022

Repräsentative Studie im Auftrag des NDR

Energie, Schule, Inflation sind die wichtigsten Probleme in Niedersachsen vor der Landtagswahl

Die bevorstehende Landtagswahl vom 09. Oktober findet in einem Umfeld verschiedener krisenhafter Entwicklungen statt. Nach 17 Prozent im Juli benennen aktuell 31 Prozent (+14) der Wahlberechtigten die Energiepolitik als größte Herausforderung für die Politik im Land. Fragen der Energiepolitik führen die Problemliste der Niedersachsen damit aktuell an, noch vor schul- und bildungspolitischen Problemen, deren Angang kaum verändert zum Sommer jeder Vierte (24 Prozent; +4) einfordert.
Bereits an dritter Stelle steht für die Niedersachsen mittlerweile die Preisentwicklung (16 Prozent; +5), gefolgt von Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes (14 Prozent; -1) sowie von Mobilitäts- und Verkehrsthemen (14 Prozent; +/-0).  

Sonntagsfrage: SPD, CDU und AfD legen zu, Grüne und FDP verlieren

Gut zwei Wochen vor der Landtagswahl bleibt die SPD in der landespolitischen Stimmung im Vorteil. Die SPD verbessert sich zum letzten NiedersachsenTREND leicht auf 32 Prozent (+1), ebenso die CDU, die momentan einen Wähleranteil von 28 Prozent (+1) in Aussicht hätte. Trotz dieser Zugewinne blieben damit Sozial- (36,9 Prozent) wie Christdemokraten (33,6 Prozent) allerdings hinter ihren Ergebnissen der letzten Landtagswahl zurück.

Anders die Grünen, die mit aktuell 17 Prozent im Bundesland weiterhin ein Rekordresultat in Aussicht hätten. Jedoch liegen die Grünen momentan schlechter als Ende August (-2), ebenso die Liberalen (-1). Mit aktuell 5 Prozent würde die FDP zugleich ihr Landtagswahlergebnis von 2017 (7,5 Prozent) erkennbar verfehlen. Die AfD würde demgegenüber nach jetzigem Stand besser abschneiden als vor fünf Jahren (6,2 Prozent). Zum letzten NiedersachsenTREND legt die Partei um 2 Punkte auf aktuell 9 Prozent zu. Alle übrigen Parteien kämen zusammengenommen ebenfalls auf 9 Prozent (-1), darunter die Linke mit unverändert 4 Prozent.

Mäßiges Interesse an der Landtagswahl

Wesentlich für den Ausgang der Wahl am 09. Oktober wird die Wahlbeteiligung sein. An der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren nahmen 63,1 Prozent der Wahlberechtigten teil. Gut zwei Wochen vor dem Urnengang signalisiert jeder vierte niedersächsische Wahlberechtigte (23 Prozent) sehr stark, weitere 44 Prozent stark am bevorstehenden Urnengang interessiert zu sein. 32 Prozent bekennen, weniger (25 Prozent) oder gar nicht (7 Prozent) interessiert zu sein. Eine tendenziell größere Aufmerksamkeit bringen dem bevorstehenden Wahlgang in Niedersachsen vor allem ältere Wahlberechtigte entgegen, darüber hinaus Personen mit formal höherer Schulbildung. Insgesamt fällt die Aufmerksamkeit gegenüber dem bevorstehenden Urnengang allenfalls mäßig aus. Zum Vergleich: Zur letzten Bürgerschaftswahl in Hamburg hatten sich einen Monat vor dem Wahltermin bereits knapp drei Viertel der Wahlberechtigten sehr stark bzw. stark interessiert gezeigt (73 Prozent).

Außerdem finden Sie im aktuellen NiedersachsenTREND folgende Themen:

  • Wunsch nach SPD-geführter Landesregierung überwiegt weiter 
  • Koalitionen: Rot-Grün am besten bewertet, aber nachlassender Zuspruch
  • Weil am populärsten, Oppositionsspitzen weiterhin kaum bekannt
  • Direktwahlfrage: 49 Prozent für Weil, 27 Prozent für Althusmann
  • SPD und CDU mit Kompetenzeinbußen gegenüber 2017
  • Entlastungspaket des Bundes: für die Mehrzahl nicht ausreichend

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Niedersachsen

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Niedersachsen

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung

Fallzahl

1.156 Befragte
(754 Telefoninterviews und 402 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

15. bis 20. September 2022

Schwankungsbreite

2* bis 3** Prozentpunkte

* bei einem Anteilswert von 10%
** bei einem Anteilswert von 50%

© infratest dimap

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