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LänderTREND

Nordrhein-Westfalen Februar 2017 im Auftrag des WDR

Sonntagsfrage Landtagswahl

Sonntagsfrage Landtagswahl

Zufriedenheit Landesregierung

Zufriedenheit Landesregierung

Zufriedenheit Landesregierung
(Zeitverlauf)

Zufriedenheit Landesregierung (Zeitverlauf)

Zufriedenheit Landesregierung
(Parteianhänger)

Zufriedenheit Landesregierung (Parteianhänger)

Parteikompetenzen I

Parteikompetenzen I

Parteikompetenzen II

Parteikompetenzen II

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit
(Zeitverlauf)

Politikerzufriedenheit (Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsident/in

Direktwahl Ministerpräsident/in

Direktwahl Ministerpräsident/in
(Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsident/in (Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsident/in
(Parteianhänger)

Direktwahl Ministerpräsident/in (Parteianhänger)

Profilvergleich der Spitzenkandidaten

Profilvergleich der Spitzenkandidaten

Sonntagsfrage Landtagswahl

Sonntagsfrage Landtagswahl

Zufriedenheit Landesregierung

Zufriedenheit Landesregierung

Zufriedenheit Landesregierung
(Zeitverlauf)

Zufriedenheit Landesregierung (Zeitverlauf)

Zufriedenheit Landesregierung
(Parteianhänger)

Zufriedenheit Landesregierung (Parteianhänger)

Parteikompetenzen I

Parteikompetenzen I

Parteikompetenzen II

Parteikompetenzen II

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit
(Zeitverlauf)

Politikerzufriedenheit (Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsident/in

Direktwahl Ministerpräsident/in

Direktwahl Ministerpräsident/in
(Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsident/in (Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsident/in
(Parteianhänger)

Direktwahl Ministerpräsident/in (Parteianhänger)

Profilvergleich der Spitzenkandidaten

Profilvergleich der Spitzenkandidaten

Landesregierung stößt weiterhin auf geteiltes Echo

Die Arbeit der Landesregierung wird etwas besser bewertet als noch im vergangenen Herbst, sie stößt jedoch weiter auf ein eher geteiltes Echo: Die eine Hälfte der Wahlberechtigten äußert sich zufrieden (51 Prozent; +4), die andere Hälfte (47 Prozent; -3) kritisch. Mit dieser Beurteilung liegt das Düsseldorfer Kabinett im bundesweiten Vergleich der Landesregierungen im Mittelfeld. Die Zustimmung zur Arbeit der Landesregierung überwiegt in den Reihen von SPD (68 Prozent) und Grünen (72 Prozent). In den Reihen von CDU (43:56 Prozent), Linken (39:55 Prozent) und FDP (38:62 Prozent) liegen die Kritiker jeweils vorn. Die AfD-Anhänger gehen zum Düsseldorfer Kabinett auf deutliche Distanz (7:88 Prozent).

 

Politikerzufriedenheit: Kraft bleibt im Vorteil

Besser als ihr Kabinett wird die Ministerpräsidentin bewertet. Mit einem Zuspruch von 64 Prozent ist Hannelore Kraft nach wie vor mit Abstand die populärste Landespolitikerin. Die SPD-Politikerin hat ihre Popularität bei den Bürgern seit Mai letzten Jahres halten können (-1) und rangiert im Vergleich der deutschen Ministerpräsidenten im Mittelfeld. Hinter Kraft platzieren sich die Spitzenkandidaten von FDP und CDU, Christian Lindner (44 Prozent, -4) und Armin Laschet (40 Prozent, +2). Dahinter folgen Grünen-Schulministerin Sylvia Löhrmann (25 Prozent, -7), Innenminister Ralf Jäger (24 Prozent, -3) sowie Linken-Landeschefin Özlem Demirel (20 Prozent). Schlusslichter sind im Urteil der Wahlberechtigten Marcus Pretzell (7 Prozent) von der AfD und Michele Marsching (4 Prozent) von den Piraten, die jedoch jeweils einer großen Mehrheit im Bundesland kein Begriff sind.

Der vergleichsweise größere Rückhalt der SPD-Ministerpräsidentin im Bundesland spiegelt sich nach wie vor in der Ministerpräsidentenpräferenz der Nordrhein-Westfalen. Hannelore Kraft wird Armin Laschet im Amt des Ministerpräsidenten weiterhin vorgezogen: Bei einer Direktwahl zwischen beiden Politikern würden sich 58 Prozent (+2 zu Oktober) für die SPD-Politikerin, 26 Prozent (+6) für den CDU-Politiker entscheiden. Kraft gilt im Vergleich zu Laschet als vergleichsweise sympathischer (57:20), führungsstärker (53:20), glaubwürdiger (46:19) und auch als sachverständiger (35:22).

 

Kompetenzen: SPD deutlich vorn beim Einsatz für soziale Gerechtigkeit, CDU bei Wirtschaft und innerer Sicherheit

Während sich die NRW-SPD in der Beurteilung ihrer personellen Spitzen weiterhin erkennbar von der oppositionellen CDU absetzt, gelingt ihr dies in der Sachwahrnehmung nicht ganz. Deutliche Kompetenzvorteile genießt die SPD im Bundesland weiterhin beim Einsatz für soziale Gerechtigkeit (48:19 Prozent). Weniger groß ist dagegen ihr Vorsprung bei Fragen des Arbeitsmarktes (39:35) und in der Schulpolitik (36:32 Prozent). Bei der Lösung der Verkehrsprobleme liegt die SPD mit der CDU etwa gleichauf (29:28 Prozent). Die CDU wiederum weckt aktuell im Bundesland die vergleichsweise größten Erwartungen in der Wirtschaftspolitik (41:34 Prozent) sowie bei der inneren Sicherheit (40:25 Prozent). In der Flüchtlings- und Ausländerpolitik genießt sie etwas mehr Vertrauen als die SPD (25:31 Prozent). Bei der Lösung der wichtigsten Probleme des Bundesland hat die SPD die Nase knapp vorn (38:32 Prozent)

Die Grünen behaupten in der Wahrnehmung der Bürger ihre starke Stellung als Umweltpartei (57 Prozent), verlieren hier wie auch in den meisten anderen Bereichen jedoch an Vertrauen. Die FDP bindet aus Sicht der Nordrhein-Westfalen am ehesten Kompetenzen in Fragen der Wirtschaftspolitik (7 Prozent). Die AfD weckt im Bundesland Erwartungen in der inneren Sicherheit und der Ausländerpolitik (jeweils 6 Prozent) Erwartungen. Die NRW-Linke wird am ehesten mit dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit (8 Prozent) in Verbindung gebracht.

 

Sonntagsfrage: SPD legt zu, Grüne fallen hinter AfD

Der Sog der SPD-Kanzlerkandidaten-Entscheidung prägt die landespolitische Stimmung auch in Nordrhein-Westfalen. Bei einer aktuellen Landtagswahl käme die SPD auf 37 Prozent. Sie legt gegenüber Herbst letzten Jahres um 5 Punkte zu und ist erstmals seit Juni 2015 im NRWTREND wieder stärkste Partei. Die CDU gibt dagegen gegenüber Oktober leicht ab (-2) und käme derzeit auf 30 Prozent. Deutlicher büßen die Grünen ein (-5). Mit 7 Prozent lägen sie hinter der AfD (10 Prozent; +1) und gleichauf mit den Liberalen (7 Prozent; +/-0) an vierter Stelle. Die Linke käme auf 6 Prozent. Allen anderen Parteien bliebe der Einzug in den Landtag verwehrt. Bei einem solchen Wahlausgang bliebe Rot-Grün ohne Mehrheit.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1002 Befragte

Erhebungszeitraum:14. bis 16. Februar 2017

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de