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LänderTREND

Nordrhein-Westfalen Mai 2018 im Auftrag des WDR

Sonntagsfrage zur Landtagswahl

Sonntagsfrage zur Landtagswahl

Zufriedenheit mit der Landesregierung

Zufriedenheit mit der Landesregierung

Zufriedenheit mit der Landesregierung
(Zeitverlauf)

Zufriedenheit mit der Landesregierung (Zeitverlauf)

Zufriedenheit in Politikbereichen

Zufriedenheit in Politikbereichen

Zufriedenheit in Politikbereichen
im Vergleich zum Vorjahr

Zufriedenheit in Politikbereichen im Vergleich zum Vorjahr

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Thomas Kutschaty: Guter Oppositionsführer?

Thomas Kutschaty: Guter Oppositionsführer?

Antisemitische Haltungen in Nordrhein-Westfalen

Antisemitische Haltungen in Nordrhein-Westfalen

Sonntagsfrage zur Landtagswahl

Sonntagsfrage zur Landtagswahl

Zufriedenheit mit der Landesregierung

Zufriedenheit mit der Landesregierung

Zufriedenheit mit der Landesregierung
(Zeitverlauf)

Zufriedenheit mit der Landesregierung (Zeitverlauf)

Zufriedenheit in Politikbereichen

Zufriedenheit in Politikbereichen

Zufriedenheit in Politikbereichen
im Vergleich zum Vorjahr

Zufriedenheit in Politikbereichen im Vergleich zum Vorjahr

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Thomas Kutschaty: Guter Oppositionsführer?

Thomas Kutschaty: Guter Oppositionsführer?

Antisemitische Haltungen in Nordrhein-Westfalen

Antisemitische Haltungen in Nordrhein-Westfalen

Verhaltene Sicht auf schwarz-gelbe Landesregierung

Ein Jahr nach der Landtagswahl fällt das Regierungsurteil in Nordrhein-Westfalen verhalten aus: Vergleichbar wie im Januar stellen 44 Prozent der Wahlberechtigten der schwarz-gelben Landesregierung ein gutes Zeugnis aus, während 51 Prozent die Regierungsarbeit kritisch sehen. Damit schneidet Schwarz-Gelb im Gesamturteil der Wahlberechtigten aktuell ähnlich ab wie Rot-Grün unmittelbar vor der Landtagswahl im Mai letzten Jahres (45:53 Prozent). Zugleich verharrt auch das aktuelle Düsseldorfer Kabinett im bundesweiten Vergleich der Landesregierungen eher im hinteren Mittelfeld. Durchaus zufrieden äußern sich allerdings in NRW die Anhänger von CDU (71 Prozent) und FDP (70 Prozent). In den Reihen der Landtags-Opposition überwiegt dagegen die Kritik.

Vertrauenssprung in der inneren Sicherheit, nicht aber in Schul- und Verkehrsfragen

Wie Rot-Grün vor einem Jahr (52 Prozent) punktet aktuell auch Schwarz-Gelb in Wirtschaftsfragen (52 Prozent). Zugleich überzeugt Schwarz-Gelb in der Kriminalitäts- und Verbrechensbekämpfung in NRW mit 48 Prozent allerdings wesentlich mehr Wahlberechtigte als Rot-Grün im letzten Jahr (34 Prozent). Die Vertrauensschwäche der Landespolitik in Schul- und Verkehrsfragen kann dagegen auch Schwarz-Gelb bislang nicht nachhaltig zurückdrängen. Zwar wird das aktuelle Kabinett besser bewertet als die Vorgängerregierung von SPD und Grünen, dennoch ist nur ein gutes Viertel der Wahlberechtigten mit der Sanierung von Straßen, Brücken und Schienen (26 Prozent) bzw. mit der Schul- und Bildungspolitik (27 Prozent) in NRW zufrieden. 

Regierungsspitzen: Armin Laschet mit Bekanntheits- und Popularitätsvorteil

Vom Düsseldorfer Kabinett ragt Ministerpräsident Armin Laschet im Urteil der Wahlberechtigten klar heraus. 48 Prozent (+7) äußern sich zufrieden zu seiner Arbeit. Der CDU-Politiker hat damit binnen eines Jahres deutlich an Zuspruch zugelegt, erreicht aber bislang nicht die Popularität, die SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft unmittelbar vor der letzten Landtagswahl genoss (Mai 2017: 55 Prozent). Hinter dem Kabinettschef folgen in der Politikerbewertung Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (31 Prozent) und Innenminister Herbert Reul (26 Prozent) von der CDU sowie FDP-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (26 Prozent). Schlusslicht bildet Kultusministerin Isabell Pfeiffer-Poensgen (10 Prozent), die allerdings acht von zehn Wahlberechtigten bislang kein Begriff ist.

Sonntagsfrage: SPD auch in Nordrhein-Westfalen unter Druck, keine Mehrheit für Schwarz-Gelb

Wie in anderen Bundesländern steht die SPD aktuell auch in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Bei einer Landtagswahl zum aktuellen Zeitpunkt könnte die SPD in NRW mit einem Stimmenanteil von 22 Prozent rechnen, 6 Punkte weniger als noch zu Jahresbeginn. Die CDU legt gegenüber Januar leicht zu und käme aktuell auf 35 Prozent (+1). Deutlicher fallen die Zugewinne für AfD und Grüne aus, die jeweils 3 Punkte zulegen und auf je 12 Prozent kämen. Die FDP läge mit 9 Prozent (-1) aktuell an fünfter Stelle, gefolgt von der Linke, die mit 7 Prozent (+/-0) derzeit ebenfalls im Düsseldorfer Landtag vertreten wäre. Bei einem solchen Ausgang könnte Schwarz-Gelb seine gegenwärtige Landtagsmehrheit nicht verteidigen.

Neuer SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Kutschaty: Für viele ein Unbekannter

Die aktuelle SPD-Schwäche hat neben bundes- auch landespolitische Gründe. Die Landes-SPD steht am Beginn eines Verjüngungsprozesses. Während der Parteivorsitz auf dem Landesparteitag im Juni neu bestimmt wird, ist der Fraktionsvorsitz im April mit Thomas Kutschaty neu besetzt worden. Die Frage, ob der letzte SPD-Justizminister ein guter Oppositionsführer sein kann, stellt sich für viele Wahlberechtigte offensichtlich zu früh. Vier von zehn (41 Prozent) geben an, den 49jährigen Politiker nicht oder nicht gut genug zu kennen. Ein Drittel (32 Prozent) traut ihm eine gute Oppositionsführung zu, ein Viertel (25 Prozent) verneint dies.

Antisemitische Haltungen in NRW: 44 Prozent sehen Zunahme 

Meldungen über antisemitische Vorteile bestimmten zuletzt bundesweit die Schlagzeilen. Dass antisemitische Einstellungen in den vergangenen zehn Jahren in NRW zurückgedrängt werden konnten, glaubt so gut wie niemand unter den Wahlberechtigten. 44 Prozent vertreten die Ansicht, dass sich in dieser Frage nichts grundlegendes geändert hat. Ebenso viele haben dagegen den Eindruck, dass antisemitische Haltungen im Bundesland in diesem Zeitraum zugenommen haben.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.002 Befragte

Erhebungszeitraum:07. bis 08. Mai 2018

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de