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LänderTREND

Nordrhein-Westfalen April 2020 im Auftrag des WDR

Landesregierung und Ministerpräsident legen in Corona-Krise zu

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung hat im Kontext der Corona-Krise auch in Nordrhein-Westfalen deutlich zugenommen. Überwog im vergangenen November noch die Kritik, stellen aktuell 70 Prozent der Wahlberechtigten dem Düsseldorfer Kabinett ein positives Zeugnis aus, der bislang beste Wert für eine Landesregierung im seit 2000 erhobenen Nordrhein-WestfalenTREND. Das neue Vertrauen in die Landesregierung spiegelt sich in den Sympathiewerten des Ministerpräsidenten: Armin Laschet erzielt mit 65 Prozent den höchsten Bevölkerungszuspruch seiner Amtszeit.

 

Sonntagsfrage: deutliches Plus für die CDU, Schwarz-Gelb dadurch mit Mehrheit

Der Stimmungswechsel zugunsten der Landesregierung zeigt sich in deutlich veränderten Wählerpräferenzen: Die CDU legt in der Sonntagsfrage gegenüber dem letzten Nordrhein-WestfalenTREND vom November 2019 um 8 Punkte auf 40 Prozent zu. Letztmalig lag die CDU im März 2009 bei diesem Wert. Der Koalitionspartner profitiert vom Krisenmanagement bisher allerdings nicht. Die FDP hätte 7 Prozent in Aussicht, 1 Punkt weniger als im vergangenen Herbst, der niedrigste Wert für die Liberalen seit Februar 2017. Unter Druck steht auch die Landtagsopposition. Die SPD gibt 1 Punkt ab. Mit 19 Prozent fällt die SPD auf einen neuen Tiefstand im Nordrhein-WestfalenTREND. Die AfD verliert ebenfalls 1 Punkt und würde 6 Prozent erzielen, der niedrigste AfD-Wert seit Dezember 2015. Die Grünen büßen gegenüber November letzten Jahres sogar 3 Punkte ein und kämen nur noch auf 20 Prozent. Die Linke würde mit 4 Prozent (-2) aktuell im Bundesland an der Mandatsschwelle scheitern. Alle anderen Parteien kämen zusammen wie im Herbst letzten Jahres auf 4 Prozent. Bei einem solchen Wahlausgang hätte Schwarz-Geld im Düsseldorfer Landtag wieder eine Mehrheit.

 

Corona-Pandemie: Sorge vor wirtschaftlichem Abschwung größer als vor Ansteckung

Nordrhein-Westfalen war vom Ausbruch der Corona-Pandemie besonders betroffen. In Nordrhein-Westfalen ist aktuell ein gutes Drittel (36 Prozent) in Sorge, dass sie selbst oder Familienangehörige sich mit dem Virus anstecken könnten. Knapp drei von zehn (27 Prozent) im Bundesland sind besorgt, dass ggf. nicht jeder Erkrankte angemessen medizinisch versorgt werden kann. Mehr als die eigene Infektion bewegt die Bürger derzeit die ökonomische Dimension der Pandemie. 74 Prozent haben große bis sehr große Sorgen, dass sich wegen Corona die wirtschaftliche Lage in NRW verschlechtert. Um die eigene Lebenssituation macht sich die Mehrzahl bislang allerdings keine ernsthaften Gedanken. 22 Prozent sorgen sich als Folge der Corona-Ausbreitung um die persönliche wirtschaftliche Lage und 15 Prozent der Erwerbstätigen um den eigenen Arbeitsplatz.

Dass Freiheitsrechte längerfristig eingeschränkt sein könnten, sorgt immerhin vier von zehn Bürger im Bundesland. Diesbezügliche Bedenken äußern zwar vor allem die Anhänger von FDP (68 Prozent) und AfD (64 Prozent). Ein entsprechendes Unbehagen gegenüber den aktuellen Maßnahmen besteht aber selbst bei jeweils etwa einem Drittel der Wähler von SPD, Grünen und CDU.

 

Begleitmaßnahmen für den Corona-Exit finden Unterstützung

Für die Lockerung der seit Ende März deutschlandweit bestehenden Corona-Auflagen sind verschiedene Begleitmaßnahmen im Gespräch. Erste Maßnahmen werden bereits umgesetzt. Hierzu gehören beispielsweise besondere Hygienevorschriften für wieder öffnende Restaurants und Geschäfte, was in NRW faktisch auf keinerlei Widerspruch trifft (94:5 Prozent). Auch andere Exit-Schritte werden im Bundesland mehrheitlich unterstützt. Die freiwillige Nutzung von Corona-Smartphone-Apps finden 63 Prozent gut. Etwa ebenso viele unterstützen längerfristige Besuchsverbote von Alten- und Pflegeheimen (62 Prozent). Und auch die Einführung einer allgemeinen Pflicht zum Tragen von Schutzmasken unterstützen sechs von zehn Wahlberechtigten (60 Prozent).    

 

Unions-Kanzlerkandidatur 2021: Armin Laschet der Favorit der CDU-Anhänger

Für die nächste Kanzlerkandidatur der Union sind mit Armin Laschet, Friedrich Merz, Jens Spahn und Norbert Röttgen gleich vier Politiker aus Nordrhein-Westfalen in der Diskussion. Von ihnen schneidet der CDU-Ministerpräsident im Urteil der Nordrhein-Westfalen momentan vergleichsweise am besten ab. 45 Prozent halten ihn für einen guten Kandidaten. Ähnlich bewertet wird allein der bayerische CSU-Regierungschef Markus Söder, den im Bundesland 43 Prozent als geeigneten Kandidaten ansehen. Bei den CDU-Anhängern im Bundesland ist Armin Laschet allerdings der klare Favorit. Von ihnen bezeichnen 60 Prozent Laschet und 50 Prozent Söder als gute Besetzung für den Bundestagswahlkampf 2021.

 

Begleitmaßnahmen für den Corona-Exit finden Unterstützung

Für die Lockerung der seit Ende März deutschlandweit bestehenden Corona-Auflagen sind verschiedene Begleitmaßnahmen im Gespräch. Erste Maßnahmen werden bereits umgesetzt. Hierzu gehören beispielsweise besondere Hygienevorschriften für wieder öffnende Restaurants und Geschäfte, was in NRW faktisch auf keinerlei Widerspruch trifft (94:5 Prozent). Auch andere Exit-Schritte werden im Bundesland mehrheitlich unterstützt. Die freiwillige Nutzung von Corona-Smartphone-Apps finden 63 Prozent gut. Etwa ebenso viele unterstützen längerfristige Besuchsverbote von Alten- und Pflegeheimen (62 Prozent). Und auch die Einführung einer allgemeinen Pflicht zum Tragen von Schutzmasken unterstützen sechs von zehn Wahlberechtigten (60 Prozent).    

 

Unions-Kanzlerkandidatur 2021: Armin Laschet der Favorit der CDU-Anhänger

Für die nächste Kanzlerkandidatur der Union sind mit Armin Laschet, Friedrich Merz, Jens Spahn und Norbert Röttgen gleich vier Politiker aus Nordrhein-Westfalen in der Diskussion. Von ihnen schneidet der CDU-Ministerpräsident im Urteil der Nordrhein-Westfalen momentan vergleichsweise am besten ab. 45 Prozent halten ihn für einen guten Kandidaten. Ähnlich bewertet wird allein der bayerische CSU-Regierungschef Markus Söder, den im Bundesland 43 Prozent als geeigneten Kandidaten ansehen. Bei den CDU-Anhängern im Bundesland ist Armin Laschet allerdings der klare Favorit. Von ihnen bezeichnen 60 Prozent Laschet und 50 Prozent Söder als gute Besetzung für den Bundestagswahlkampf 2021.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.003 Befragte

Erhebungszeitraum:14. bis 16. April 2020

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung