Nordrhein-WestfalenTREND Januar 2021

Repräsentative Studie im Auftrag des WDR

Rückhalt für Corona-Maßnahmen, hohe Impfbereitschaft, Ablehnung von Impfprivilegien

Deutschland und damit auch Nordrhein-Westfalen befinden sich seit Herbst letzten Jahres im zweiten Corona-Lockdown. Die aktuell geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bezeichnen im bevölkerungsreichsten Bundesland von 53 Prozent als angemessen, weiteren 27 Prozent gehen sie nicht weit genug. Jeder Vierte (18 Prozent) empfindet die aktuellen Einschränkungen als zu weitgehend. Der Eindruck übertriebener Corona-Maßnahmen überwiegt unter den Anhängern der AfD (70 Prozent). In den Reihen der übrigen Landtagsparteien gelten die Maßnahmen dagegen mehrheitlich als angemessen bzw. als nicht weitgehend genug.

Groß fällt die aktuelle Impfbereitschaft in NRW aus. Zwei Drittel (66 Prozent) geben im Bundesland an, sich auf jeden Fall gegen das Corona-Virus impfen lassen zu wollen, mehr als Anfang des Jahres bundesweit (54 Prozent). Weitere 17 Prozent in NRW ziehen ihre Impfung zumindest in Betracht. Jeder Siebte im Bundesland (15 Prozent) schließt seine Impfung eher bzw. sicher aus. Wie deutschlandweit zeigen sich auch in NRW die jüngeren Bürger gegenüber einer Corona-Impfung weniger offen als Ältere.

Mit dem Beginn der Corona-Immunisierungen wird nicht nur in Deutschland über die Gewährung möglicher Sonderrechte für bereits Geimpfte diskutiert. Die Mehrheit der Bürger in NRW hält hiervon bislang wenig: Sechs von zehn (59 Prozent) sprechen sich dagegen, 36 Prozent dafür aus.

Politikerzufriedenheit: Laschet und Laumann legen zu, Gebauer und Stamp verlieren

Gegenüber September ist zugleich der Bevölkerungsrückhalt für den CDU-Ministerpräsidenten gewachsen. Nach seiner Wahl zum CDU-Bundesvorsitzenden überzeugt Armin Laschet mit seiner politischen Arbeit 60 Prozent der Wahlberechtigten im Bundesland (+8 zu September), der zweitbeste Wert für ihn im NRWTrend. Sein Ansehen verbessern kann auch CDU-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Mit dessen politischen Handeln ist derzeit die Hälfte zufrieden (54 Prozent, +6). In der Kritik steht dagegen auch in NRW Bildungsministerin Yvonne Gebauer. Die FDP-Politikerin verliert gegenüber Herbst nochmals an Rückhalt (21 Prozent, -3) und wird weiterhin überwiegend kritisch bewertet (46 Prozent). Dies gilt auch für FDP-Familien- und Integrationsminister Joachim Stamp, der von einem Siebtel (16 Prozent, -4) positiv beurteilt wird, während 18 Prozent ihn kritisch sehen.

Außerdem im aktuellen NRW-TREND folgende Ergebnisse:

  • NRW-Landesregierung: Zuspruch leicht gewachsen
  • Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU legt zu, Grüne mit Rekordwert, SPD fällt zurück
  • Unions-Kanzlerkandidat: Söder besser bewertet als Laschet

Bestellen können Sie die vollständige Publikation hier.

Nordrhein-Westfalen

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen

Stichprobe

Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren

Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl

1000 Befragte

Erhebungszeitraum

25. bis 28. Januar 2021

Schwankungsbreite

liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

© infratest dimap

Das könnte Sie auch interessieren
rbb und Berliner Morgenpost
Tweets by @infratestdimap
30.04.2021, 10:19

Retweet@BMgrafik: Zwei Drittel der Berliner ist unzufrieden mit der Arbeit des Senats, um weiter steigende Mieten zu verhindern. Nur die Anhäng…