Nordrhein-WestfalenTREND April II 2022

Repräsentative Studie im Auftrag des WDR

CDU und SPD weiterhin Kopf an Kopf

Drei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegen CDU und SPD in der Sonntagsfrage weiterhin Kopf an Kopf mit leichtem Vorteil für die Christdemokraten. Die CDU unter Ministerpräsident Wüst könnte bei einem Urnengang aktuell mit einem Wähleranteil von 31 Prozent (+/-0 zu Anfang April) rechnen, die SPD unverändert mit 30 Prozent (+/-0). Die Grünen kämen aktuell auf 16 Prozent (+1). Die FDP liegt in der Sonntagsfrage unverändert bei 8 Prozent (+/-0), die AfD bei 7 Prozent (+/-0). Alle anderen Parteien bliebe der Einzug in den Landtag derzeit verwehrt. Sie kämen zusammen auf 8 Prozent, darunter die Linke mit 3 Prozent (-1).

 

Bewegungen sind bis zum 15. Mai weiterhin möglich, zumal unter den aktuell außergewöhnlichen innen- und außenpolitischen Rahmenbedingungen. Ein Fünftel der Wahlberechtigten (21 Prozent) will eine Änderung seiner momentanen Parteipräferenz bis zum Wahltag nicht ausschließen Für gut die Hälfte der Wahlberechtigten (56 Prozent) steht die Wahlentscheidung nach eigenen Angaben bereits fest. Etwa ein Viertel der Wahlberechtigten (23 Prozent) tendiert nach jetzigem Stand zur Nichtwahl bzw. lässt bislang keine Neigung zu einer Partei erkennen.

 

Mit einem Wahlausgang entsprechend der aktuellen Sonntagsfrage hätte die jetzige Koalition aus CDU und FDP ihre Mehrheit verloren. Rechnerisch möglich wären neben einer großen Koalition ein schwarz-grünes Bündnis sowie eine Jamaika-Koalition. Die SPD wiederum könnte nach Berliner Vorbild eine Ampelkoalition mit Grünen und FDP bilden.

Trotz fehlender Mehrheit schneidet ein rot-grünes Bündnis Im Koalitionsurteil der Nordrhein-Westfalen am besten ab: 41 Prozent bezeichnen Rot-Grün als sehr gut bzw. gut, 33 Prozent Schwarz-Gelb. Drei von zehn bewerten eine große Koalition (31 Prozent) positiv, etwa ebenso viele eine Ampelkoalition (30 Prozent). Ein schwarz-grünes Bündnis findet in NRW Rückhalt bei 28 Prozent, ein Jamaika-Bündnis bei 26 Prozent.

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Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Onlinebefragung

Fallzahl

1.164 Befragte
(759 Telefoninterviews und 405 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

19.-21. April 2022

Schwankungsbreite

2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent

© infratest dimap

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