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LänderTREND

Rheinland-Pfalz Juni 2017 im Autrag des SWR

Sonntagsfrage Landtagswahl

Sonntagsfrage Landtagswahl

Wahl- und Umfrageergebnisse in Rheinland-Pfalz

Wahl- und Umfrageergebnisse in Rheinland-Pfalz

Direktwahl Ministerpräsidentin

Direktwahl Ministerpräsidentin

Direktwahl Ministerpräsidentin (Parteianhänger)

Direktwahl Ministerpräsidentin (Parteianhänger)

Direktwahl Ministerpräsidentin (Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsidentin (Zeitverlauf)

Sonntagsfrage Bundestagswahl

Sonntagsfrage Bundestagswahl

Direktwahl Bundeskanzler/-in

Direktwahl Bundeskanzler/-in

Direktwahl Bundeskanzler/-in (Parteianhänger)

Direktwahl Bundeskanzler/-in (Parteianhänger)

Wichtigste Themen für die Wahlentscheidung

Wichtigste Themen für die Wahlentscheidung

Wichtigste Themen für die Wahlentscheidung (Parteianhänger)

Wichtigste Themen für die Wahlentscheidung (Parteianhänger)

Sonntagsfrage Landtagswahl

Sonntagsfrage Landtagswahl

Wahl- und Umfrageergebnisse in Rheinland-Pfalz

Wahl- und Umfrageergebnisse in Rheinland-Pfalz

Direktwahl Ministerpräsidentin

Direktwahl Ministerpräsidentin

Direktwahl Ministerpräsidentin (Parteianhänger)

Direktwahl Ministerpräsidentin (Parteianhänger)

Direktwahl Ministerpräsidentin (Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsidentin (Zeitverlauf)

Sonntagsfrage Bundestagswahl

Sonntagsfrage Bundestagswahl

Direktwahl Bundeskanzler/-in

Direktwahl Bundeskanzler/-in

Direktwahl Bundeskanzler/-in (Parteianhänger)

Direktwahl Bundeskanzler/-in (Parteianhänger)

Wichtigste Themen für die Wahlentscheidung

Wichtigste Themen für die Wahlentscheidung

Wichtigste Themen für die Wahlentscheidung (Parteianhänger)

Wichtigste Themen für die Wahlentscheidung (Parteianhänger)

Kanzlerpräferenz: Merkel deutlich vor Schulz

Die Nominierung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat sorgte zu Jahresbeginn bundesweit für einen Mobilisierungsschub für die SPD. Auch bei den Rheinland-Pfälzern stieß die Kandidatur von Martin Schulz zunächst auf positive Resonanz: er lag im März mit 39 Prozent nur knapp hinter Amtsinhaberin Merkel (44 Prozent). Inzwischen hat der als „Schulz-Effekt“ bezeichnete Schub aber auch in Rheinland-Pfalz nachgelassen. Wenn die Bürger in Rheinland-Pfalz den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich aktuell gut die Hälfte (52 Prozent) für die amtierende Kanzlerin, knapp drei von Zehn (28 Prozent) für den SPD-Herausforderer entscheiden. Das Stimmungsbild in Rheinland-Pfalz gleicht damit dem bundesweiten, wo sich 53 Prozent für Angela Merkel und 29 Prozent für Martin Schulz aussprechen (vgl. DeutschlandTREND vom Juni 2017). 

 

Wahlentscheidung bei der BTW: Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaft sind entscheidende Themen

Gut drei Monate vor der Bundestagswahl spielt für die Wahlberechtigten in Rheinland-Pfalz das Thema soziale Gerechtigkeit die größte Rolle. Die Hälfte (51 Prozent) der Bürger gibt an, dass Fragen sozialer Gerechtigkeit für ihre Wahlentscheidung bei der Bundestagswahl entscheidend sind. Auf Platz 2 folgt die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik (42 Prozent). Für ein gutes Drittel der Bürger (35 Prozent) ist der Schutz vor Kriminalität und Terroranschlägen aus heutiger Perspektive maßgeblich für ihr Votum bei der Bundestagswahl. Rund drei von zehn (29 Prozent) lassen sich bei ihrer Wahlentscheidung von der politischen Lage in der Welt leiten, ein Viertel (25 Prozent) von der Klima- und Energiepolitik.   Während sich die Anhänger der SPD (63 Prozent), der Linken (68 Prozent) und der Grünen (79 Prozent) erwartungsgemäß an sozialen Fragen orientieren, steht im Lager der CDU (47 Prozent), noch deutlicher im Lager der FDP (66 Prozent) die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik an erster Stelle. Für die Anhänger der AfD sind Fragen sozialer Gerechtigkeit (50 Prozent) sowie der Schutz vor Kriminalität und Verbrechen (49 Prozent) gleichermaßen bedeutend bei ihrer Wahlentscheidung. 

 

Politische Stimmung: CDU bundes- und landespolitisch vor SPD

Die SPD, die ihr Programm für die Bundestagswahl unter das Leitmotiv soziale Gerechtigkeit gestellt hat, fällt trotz des hohen Stellenwertes ihres Topthemas in Rheinland-Pfalz in der Wählergunst deutlich hinter die CDU zurück. Wenn bereits am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die bei Bundestagswahlen in Rheinland-Pfalz traditionell starke CDU mit 44 Prozent klar stärkste Kraft (+4 Prozentpunkte im Vergleich zum März 2017). Die SPD verliert im selben Zeitraum 13 Prozentpunkte und käme auf aktuell 24 Prozent. Die FDP hätte 10 Prozent (+4) in Rheinland-Pfalz in Aussicht. Die AfD, die 2013 in Rheinland-Pfalz und bundesweit an der Mandatsschwelle gescheitert war, könnte mit 7 Prozent (+1) rechnen. Grüne und Linke könnten sich gegenüber März jeweils um 2 Prozentpunkte verbessern und kämen auf 6 Prozent Die sonstigen Parteien kämen zusammen genommen auf 3 Prozent.

Auch landespolitisch verliert die SPD Rheinland-Pfalz, die noch im März vom positiven Bundestrend profitierten konnte. Wenn bereits am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, müsste die SPD gegenüber März 8 Prozentpunkte abgeben und läge mit 32 Prozent hinter der CDU. Die CDU kann im gleichen Zeitraum 2 Punkte zulegen und käme auf 37 Prozent. Die Grünen hätten nach einem leichten Plus 7 Prozent in Aussicht. Sie lägen damit gleichauf wie die FDP, die ebenfalls mit einem leichten Plus und 7 Prozent rechnen könnte. Die AfD würde mit 8 Prozent (+1) nur knapp drittstärkste Kraft. Die Linke läge mit 5 Prozent (+2) aktuell auf der Mandatsschwelle. Alle anderen Parteien kämen zusammengenommen auf 4 Prozent.

Anhaltender Beliebtheit erfreut sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die mit 50 Prozent (-2 Prozentpunkte) ähnlich deutlich wie im März vor Julia Klöckner (31 Prozent, -3) liegt.

 

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Rheinland-Pfalz ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.000 Befragte

Erhebungszeitraum:14. bis 19. Juni

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Anja Miriam Simon

Senior Projektleiterin Meinungs- und Wahlforschung

anja.simon @infratest-dimap.de