Rheinland-PfalzTREND März 2021

Repräsentative Studie im Auftrag der ARD

Sonntagsfrage 10 Tage vor der Wahl: SPD knapp vor CDU, Ampel-Koalition mit Mehrheit

Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland Pfalz liegt die SPD in der Sonntagsfrage der ARD Vorwahlumfrage unverändert zur Vorwoche
bei 30 Prozent. Sie wäre wie durchgängig seit 1991 stärkste politische Kraft im Land, würde aber ihr Wahlergebnis von 2016 (36,2 Prozent) verfehlen
und auch unter ihrem bisher schlechtesten Ergebnis bei einer Landtagwahl in Rheinland Pfalz (1955: 31,7 Prozent) bleiben.
Die mitregierenden Grünen könnten bei einer Landtagswahl zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls unverändert zur Vorwoche mit 12 Prozent der Stimmen rechnen und haben damit gute Chancen ihr Wahlergebnis von 2016 (5,3 Prozent) mehr als zu verdoppeln.
Die FDP kommt mit einem Plus von 2 Punkten gegen über der Vorwoche auf 9 Prozent (2016: 6,2 Prozent).
Die CDU gibt im Vergleich zur letzten Woche 3 Punkte ab und hätte damit aktuell 28 Prozent in Aussicht. Damit droht der Union im Südwesten ein
neues Rekordtief (2016: 31,8 Prozent).
Die AfD, die bei der letzten Landtagswahl drittstärkste Kraft wurde (12,6 Prozent), hätte unverändert zu Februar 9 Prozent in Aussicht.
Ob die Freien Wähler, die 2016 (2,2 Prozent) deutlich an der Mandatsschwelle gescheitert sind, mit aktuell 5 Prozent (+1 Prozentpunkt im Vergleich zu Ende Februar) erstmals den Einzug in den Mainzer Landtag schaffen, ist derzeit offen.
Der Linken bliebe mit aktuell 3 Prozent (2016: 2,8 Prozent) der Einzug in den Landtag verwehrt. Alle anderen Parteien kämen zusammengenommen auf 4 Prozent.

Bei einem solchen Wahlausgang könnte die amtierende Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP die Regierungsgeschäfte weiterführen. Auch eine
Koalition aus SPD und CDU wäre möglich, andere Zweierbündnisse hätten hingegen keine Mehrheit.

Bewegungen sind bis zum 14. März weiterhin möglich. Jeder Achte gibt in der aktuellen Umfrage an, dass eine Änderung der Parteipräferenz bis zum
Wahlsonntag in 10 Tagen nicht ausgeschlossen ist, für gut zwei Drittel ist nach eigenen Angaben die Entscheidung dagegen bereits gefallen. Rund ein
Fünftel der Befragten gibt an, nicht an der Wahl teilnehmen zu wollen oder lässt keine Neigung zu einer Partei erkennen.

Die Sonntagsfrage misst daher aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im
Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind da mit nur
bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem die letzte Phase des Wahlkampfs mit der
gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

 

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Kontakt
Anja Miriam Simon

Rheinland-Pfalz

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online Befragung

Fallzahl

1.186 Befragte
(774 Telefoninterviews und 412 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

01. bis 03. März 2021

Schwankungsbreite

2* bis 3** Prozentpunkte

* bei einem Anteilswert von 10%
** bei einem Anteilswert von 50%

© infratest dimap

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