SaarlandTREND November 2020

im Auftrag des Saarländischen Rundfunks

Corona-Pandemie: Gut die Hälfte bewertet Maßnahmenpaket als angemessen

Bundeskanzleramt und Ministerpräsidenten haben sich angesichts steigender Infektionszahlen auf neue Alltagseinschränkungen in Deutschland verständigt, die zunächst bis Ende November gelten sollen. Die Maßnahmen stoßen bei der Bevölkerung des Saarlandes grundsätzlich auf Akzeptanz, werden aber durchaus differenziert bewertet. Insgesamt betrachtet gut die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger (55 Prozent) im Saarland das neue Maßnahmenpaket als angemessen. Dabei fällt die Unterstützung unter älteren Bürgern über 65 Jahren (66 Prozent) höher aus als bei den jüngeren im Alter bis 39 Jahren (48 Prozent).

Ein gutes Fünftel (22 Prozent) der Saarländerinnen und Saarländer hätte sich sogar noch restriktivere Schritte gewünscht, ihnen gehen die beschlossenen Auflagen nicht weit genug. Fast ebenso viele (21 Prozent) sind hingegen der Auffassung, dass die nun geltenden Maßnahmen zu weit gehen.

Die Unterstützung für die Corona-Maßnahmen ist damit im Saarland ähnlich hoch wie in Deutsch-land insgesamt (55:56 Prozent, vgl. ARD-DeutschlandTREND extra vom 5. November). Der Anteil der Bürger, die sich ein restriktiveres Vorgehen gewünscht hätten liegt im Saarland etwas höher als bundesweit (22:16 Prozent).

 

Corona-Maßnahmen: große Unterstützung für Kontaktbegrenzungen, einige Maßnahmen umstritten

Eine breite Mehrheit der Saarländerinnen und Saarländer befürwortet Kontaktbegrenzungen sowohl im öffentlichen (81 Prozent) wie privaten Raum (79 Prozent). Auch die Schließung von Bars und Kneipen (73 Prozent) stößt überwiegend auf Zustimmung.

Umstritten sind hingegen das vorläufige Aus für den Amateur- und Freizeitsport (52:45 Prozent), die Schließung von Kultureinrichtungen (46:53 Prozent) sowie das Verbot von touristischen Übernachtungen (45:53 Prozent). Hier halten sich Zustimmung und Ablehnung in etwa die Waage. Auf Kritik stößt die erneute Schließung von Restaurants (32:66 Prozent). Die Entscheidung, Schulen und Kitas - anders als im Frühjahr -offen zu halten, findet das Gros der Saarländer (80 Prozent) hingegen richtig. 

Die Bewertung der Maßnahmen fällt im Saarland insgesamt sehr ähnlich wie in Deutschland insgesamt aus. Noch deutlicher als bundesweit ist aber die Kritik an der Schließung der Gastronomie: im Saarland lehnen 66 Prozent der Bürger die Restriktionen für Restaurants ab, bundeweit sprechen sich 57 Prozent gegen die Schließung der Gastronomie aus.  

Außerdem finden Sie im SaarlandTREND folgende Themen:

  • Grenzschließungen zu Nachbarländern im Frühjahr: Mehrheit sieht Verhältnis zu Nachbarn nicht belastet
  • Zwei Drittel loben Corona-Krisenmanagement der Landesregierung
  • Landespolitik: Regierung mit deutlichem Ansehensgewinn
  • Wichtigste Probleme: Wirtschaft, Corona, Bildung und Arbeit
  • Parteikompetenzen: CDU punktet trotz Verlusten bei wichtigen Themen, SPD mit Einbußen
  • Direktwahl Ministerpräsident: Tobias Hans baut Vorsprung auf Anke Rehlinger aus
  • Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU stärkste Kraft, Grüne im Aufwind
  • Wirtschaftliche Stimmung im Saarland trübt sich massiv ein
  • Für die Hälfte hat der Schutz vor Corona Vorrang gegenüber Arbeitsmarkfragen
  • Erhalt von Arbeitsplätzen hat Vorrang vor Klimaschutz

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Kontakt
Anja Miriam Simon

Saarland

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte Bevölkerung im Saarland ab 18 Jahren

Stichprobe

Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren

Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl

1000 Befragte

Erhebungszeitraum

2. -7. November 2020

Schwankungsbreite

liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

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