Schleswig-HolsteinTREND April 2022

Repräsentative Studie im Auftrag des NDR

Nächster Ministerpräsident: Günther mit großem Abstand klarer Favorit

Der Popularitätsvorsprung von Daniel Günther spiegelt sich in einer verfestigten personellen Präferenz zugunsten seiner Person als Regierungschef: In einer Direktwahl zum Amt des Ministerpräsidenten würden sich wie Ende März sechs von zehn (62 Prozent; ±0) für den CDU-Politiker entscheiden. 10 Prozent (-1) ziehen Monika Heinold von den Grünen im Amt vor, 8 Prozent (+2) Thomas Losse-Müller von den Sozialdemokraten. Jeder Fünfte (20 Prozent) kann oder will sich weiterhin auf keinen der drei Landespolitiker festlegen. Daniel Günther strahlt nach wie vor über die eigene Anhängerschaft aus. Von den Grünen-Anhängern sprechen sich ebenso viele für Günther wie für Monika Heinold (40:40 Prozent) aus. Die SPD-Anhänger (43:35 Prozent) favorisieren weiterhin eher den CDU-Amtsinhaber gegenüber dem eigenen Spitzenkandidaten Thomas Losse-Müller (43:35 Prozent).

Sonntagsfrage: CDU vergrößert Vorsprung

Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein bleibt die CDU in der Sonntagsfrage mit deutlichem Vorsprung vorn. Sie würde bei einer Landtagswahl zum jetzigen Zeitpunkt einen Wähleranteil von 38 Prozent erzielen, 2 Punkte mehr als Ende März. Die SPD käme unverändert auf 20 Prozent (±0), die Grünen hätten 16 Prozent in Aussicht (-2). Viertstärkste Kraft wäre derzeit die FDP mit 9 Prozent (+1), gefolgt von der AfD mit 6 Prozent (±0). Der von der Mandatsschwelle befreite SSW käme weiterhin auf 4 Prozent (±0). Alle anderen Parteien würden im Bundesland zusammen 7 Prozent (-1) erzielen.

Bei einem Wahlausgang entsprechend der aktuellen Sonntagsfrage könnte die CDU die Regierungsarbeit in Kiel ohne die Liberalen und allein mit den Grünen fortsetzen. Auch wäre eine Mehrheit für eine schwarz-gelbe Koalition zumindest nicht ausgeschlossen. Für ein Bündnis unter SPD-Führung bestände dagegen derzeit allein eine rechnerische Mehrheit unter Einbeziehung von Grünen, FDP und zusätzlich des SSW.

Außerdem im aktuellen Schleswig-HolsteinTREND:

  • Schleswig-Holsteiner reagieren auf gestiegene Preise
  • Wirtschaft: gute aktuelle Lage, skeptischer Blick in die Zukunft
  • Energiepolitik nach russischem Einmarsch: Konsens allein bei Ausbau der Erneuerbaren

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Schleswig-Holstein

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Schleswig-Holstein

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung

Fallzahl

1.172 Befragte
(764 Telefoninterviews und 408 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

13. bis 19. April 2022

Schwankungsbreite

2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10%
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50%

© infratest dimap

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