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LänderTREND

Thüringen Juni 2017 im Auftrag des MDR

Thüringer setzen mehr Vertrauen in Russland als in die USA

Thüringer setzen mehr Vertrauen in Russland als in die USA

Vertrauenswürdige Partner Deutschlands

Vertrauenswürdige Partner Deutschlands

Kanzler-Präferenz: Thüringer klar für Merkel

Kanzler-Präferenz: Thüringer klar für Merkel

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU mit Abstand stärkste Kraft

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU mit Abstand stärkste Kraft

Thüringer setzen mehr Vertrauen in Russland als in die USA

Thüringer setzen mehr Vertrauen in Russland als in die USA

Vertrauenswürdige Partner Deutschlands

Vertrauenswürdige Partner Deutschlands

Kanzler-Präferenz: Thüringer klar für Merkel

Kanzler-Präferenz: Thüringer klar für Merkel

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU mit Abstand stärkste Kraft

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU mit Abstand stärkste Kraft

Thüringer setzen mehr Vertrauen in Russland als in die USA

Während das Verhältnis zu Russland bereits seit längerem angespannt ist, sind nach der Wahl Donald Trumps auch die Beziehungen der Europäischen Union zu den USA einer Belastungsprobe ausgesetzt. Die Wahlberechtigten in Thüringen sehen die von Trump geführten Vereinigten Staaten sehr kritisch: Vier von fünf (80 Prozent) sehen in den USA keinen vertrauenswürdigen Partner für Deutschland. Nur jeder Sechste (16 Prozent) ist der Meinung, dass man den Vereinigten Staaten vertrauen kann.

Verglichen damit ist das Vertrauen in Russland als Partner mit 31 Prozent vergleichsweise groß. Allerdings fällt auch hier eine Mehrheit (62 Prozent) ein skeptisches Urteil. Polen, als unmittelbarer Nachbar Deutschlands, genießt von den abgefragten Ländern das höchste Ansehen: Gut vier von Zehn (43 Prozent) sehen in Polen einen Partner für Deutschland, dem man vertrauen kann, 46 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

Schlusslicht der abgefragten Länder ist die Türkei: Lediglich 3 Prozent der Thüringer bringen dem Land Vertrauen entgegen, fast Jeder (94 Prozent) ist der Ansicht, dass die Türkei kein vertrauenswürdiger Partner ist.

Im Vergleich zur Bundesrepublik insgesamt ist das Vertrauen in die USA als Partner für Deutschland bei den Thüringern deutlich geringer ausgeprägt. Das Verhältnis zu Russland sieht die thüringische Bevölkerung hingegen deutlich positiver als die Bundesbürger insgesamt.

 

Kanzler-Präferenz: Thüringer klar für Merkel

In diesen außenpolitisch unruhigen Zeiten wird der Amtsbonus für die Bundeskanzlerin deutlich. Wenn man den Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin direkt wählen könnte, würde sich mehr als die Hälfte der Thüringer für Angela Merkel entscheiden (55 Prozent), ein gutes Fünftel (22 Prozent) für ihren sozialdemokratischen Herausforderer Martin Schulz. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) gibt spontan an, sich für keinen der beiden entscheiden zu können oder zu wollen.

Anhänger der Christdemokraten stehen geschlossen hinter der Kanzlerin, aber auch Anhänger der Grünen (67:16 Prozent) würden sich mehrheitlich für die CDU-Amtsinhaberin entscheiden. Der Vorsprung Merkels vor ihrem SPD-Herausforderer ist mit 33 Punkten damit deutlich größer als auf Bundesebene (24 Punkte).

 

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU mit Abstand stärkste Kraft

Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte die CDU mit 43 Prozent der Stimmen in Thüringen rechnen und wäre damit mit großem Abstand die stärkste politische Kraft im Bundesland. Ihr Wahlergebnis von 2013 in Thüringen (38,8 Prozent) würde die CDU dabei um gute 4 Prozentpunkte übertreffen. Linke, SPD und Grüne könnten hingegen nicht an ihr Bundestagswahlergebnis von 2013 anknüpfen. Die Linke käme auf 20 Prozent (2013: 23,4 Prozent), die SPD auf 12 Prozent (2013: 16,1 Prozent) und die Grünen auf 4 Prozent (2013: 4,9 Prozent). AfD und FDP könnten ihr Ergebnis von 2013 jeweils in etwa verdoppeln. Die AfD erreicht derzeit einen Wähleranteil von 12 Prozent (2013: 6,2 Prozent), die FDP könnte bei einer Bundestagswahl mit 5 Prozent der Stimmen rechnen (2013: 2,6 Prozent). Alle anderen Parteien kämen zusammen genommen auf 4 Prozent.

 

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wählerinnen und Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem der Wahlkampf mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Thüringen ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1000 Befragte

Erhebungszeitraum:12.-17. Juni 2017

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de