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LänderTREND

Thüringen extra Februar 2020 im Auftrag des MDR

Sonntagsfrage Landtagswahl

Sonntagsfrage Landtagswahl

Politikerzufriedenheit

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Politikerzufriedenheit: Mohring und Kemmerich

Politikerzufriedenheit: Mohring und Kemmerich

Ansehensverlust für Thüringen

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Neuwahlen

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Vertrauen im Parteien Thüringens

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Sonntagsfrage Landtagswahl

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Politikerzufriedenheit

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Politikerzufriedenheit: Mohring und Kemmerich

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Ansehensverlust für Thüringen

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Neuwahlen

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Vertrauen im Parteien Thüringens

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Mehrheit der Thüringer für politischen Neustart

Angesichts der schwierigen politischen Verhältnisse in Thüringen spricht sich eine Mehrheit der Thüringer für einen politischen Neustart aus: knapp zwei Drittel (63 Prozent) plädieren für Neuwahlen in Thüringen. Aus diesen würde die Linke deutlich gestärkt hervorgehen. Wenn am nächsten Sonntag in Thüringen Landtagswahl wäre, könnte die Linke mit 39 Prozent der Stimmen rechnen und läge damit deutlich über ihrem Wahlergebnis vom Oktober 2019 (31,0 Prozent). Die CDU würde nach den politischen Ereignissen der vergangenen beiden Wochen mit 13 Prozent hingegen deutlich schwächer abscheiden als bei der Landtagswahl (21,7 Prozent). Die AfD könnte mit 24 Prozent rechnen und würde damit ihr Wahlergebnis in etwa bestätigen (23,4 Prozent). Die SPD hätte 10 Prozent in Aussicht (8,2 Prozent), der Einzug der Grünen wäre mit 5 Prozent (5,2 Prozent) erneut ungewiss. Die FDP wäre mit aktuell 4 Prozent anders als im Herbst (5,0 Prozent) nicht mehr im Erfurter Landtag vertreten. Wäre dies der tatsächliche Wahlausgang, hätte ein rot-rotes Regierungsbündnis aus Linke und SPD anders als derzeit eine rechnerische Mehrheit.

Dem Ansehen des ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow hat die politische Krise in Thüringen offenbar nicht geschadet. Er ist nach wie vor der beliebteste Landespolitiker und überzeugt zwei Drittel der Bürger (67 Prozent, -1) mit seiner politischen Arbeit. Deutliche Sympathieeinbußen verzeichnen allerdings der CDU-Fraktionsvorsitzende Mike Mohring und der nun geschäftsführende FDP-Ministerpräsident Thomas Kemmerich. Mit Mike Mohrings politischem Wirken sind aktuell zwei Drittel der Thüringer (65 Prozent, +23 im Vergleich zu Oktober 2019) unzufrieden, Thomas Kemmerich wird von der Hälfte der Bürger (51 Prozent, +40 im Vergleich zu September 2019) für seine politische Arbeit kritisiert.

Eine deutliche Mehrheit der Thüringer (76 Prozent) ist insgesamt der Meinung, dass die Vorkommnisse der vergangenen Tage dem Ansehen des Landes Thüringen geschadet hätten. Diese Meinung teilen die Anhänger aller Parteien mehrheitlich.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Thüringen

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1007 Befragte

Erhebungszeitraum:7. - 10. Februar 2020

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap