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ARD-DeutschlandTREND

August 2017

Manipulationsskandal der Autohersteller: Sinkendes Vertrauen und wachsende Angst um die deutsche Wirtschaft

Manipulationsskandal der Autohersteller: Sinkendes Vertrauen und wachsende Angst um die deutsche Wirtschaft

Schaden für die deutsche Wirtschaft durch Abgasskandal

Schaden für die deutsche Wirtschaft durch Abgasskandal

Kritische Sicht auf das Verhältnis von Politik und Automobilindustrie

Kritische Sicht auf das Verhältnis von Politik und Automobilindustrie

Politik orientiert sich bei der Bewältigung des Abgasskandals an den Interessen der Automobilindustrie

Politik orientiert sich bei der Bewältigung des Abgasskandals an den Interessen der Automobilindustrie

Politik sollte sich bei der Bewältigung des Abgasskandals stärker am Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Bürger orientieren

Politik sollte sich bei der Bewältigung des Abgasskandals stärker am Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Bürger orientieren

Was leitet Politiker bei der Bewältigung des Abgasskandals?
Was sollte Politiker bei der Bewältigung des Abgasskandals leiten?

Was leitet Politiker bei der Bewältigung des Abgasskandals? Was sollte Politiker bei der Bewältigung des Abgasskandals leiten?

Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Zufriedenheit mit der Bundesregierung - Zeitverlauf

Zufriedenheit mit der Bundesregierung - Zeitverlauf

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit Angela Merkel - Zeitverlauf

Politikerzufriedenheit Angela Merkel - Zeitverlauf

Politikerzufriedenheit Angela Merkel und Martin Schulz - Zeitverlauf

Politikerzufriedenheit Angela Merkel und Martin Schulz - Zeitverlauf

Kanzlerpräferenz: Zuwachs für Angela Merkel gestoppt

Kanzlerpräferenz: Zuwachs für Angela Merkel gestoppt

Direktwahl Bundeskanzler/-in - Zeitverlauf

Direktwahl Bundeskanzler/-in - Zeitverlauf

Weiterhin Mehrheit für eine CDU/CSU-geführte Bundesregierung

Weiterhin Mehrheit für eine CDU/CSU-geführte Bundesregierung

Sonntagsfrage: Union weiter klar vor der SPD

Sonntagsfrage: Union weiter klar vor der SPD

Sonntagsfrage - Zeitverlauf

Sonntagsfrage - Zeitverlauf

Wahlkampfthema „Zuwanderung und Flüchtlinge“

Wahlkampfthema „Zuwanderung und Flüchtlinge“

Wahlkampfthema „Zuwanderung und Flüchtlinge“ - Parteianhänger

Wahlkampfthema „Zuwanderung und Flüchtlinge“ - Parteianhänger

Manipulationsskandal der Autohersteller: Sinkendes Vertrauen und wachsende Angst um die deutsche Wirtschaft

Manipulationsskandal der Autohersteller: Sinkendes Vertrauen und wachsende Angst um die deutsche Wirtschaft

Schaden für die deutsche Wirtschaft durch Abgasskandal

Schaden für die deutsche Wirtschaft durch Abgasskandal

Kritische Sicht auf das Verhältnis von Politik und Automobilindustrie

Kritische Sicht auf das Verhältnis von Politik und Automobilindustrie

Politik orientiert sich bei der Bewältigung des Abgasskandals an den Interessen der Automobilindustrie

Politik orientiert sich bei der Bewältigung des Abgasskandals an den Interessen der Automobilindustrie

Politik sollte sich bei der Bewältigung des Abgasskandals stärker am Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Bürger orientieren

Politik sollte sich bei der Bewältigung des Abgasskandals stärker am Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Bürger orientieren

Was leitet Politiker bei der Bewältigung des Abgasskandals?
Was sollte Politiker bei der Bewältigung des Abgasskandals leiten?

Was leitet Politiker bei der Bewältigung des Abgasskandals? Was sollte Politiker bei der Bewältigung des Abgasskandals leiten?

Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Zufriedenheit mit der Bundesregierung - Zeitverlauf

Zufriedenheit mit der Bundesregierung - Zeitverlauf

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit Angela Merkel - Zeitverlauf

Politikerzufriedenheit Angela Merkel - Zeitverlauf

Politikerzufriedenheit Angela Merkel und Martin Schulz - Zeitverlauf

Politikerzufriedenheit Angela Merkel und Martin Schulz - Zeitverlauf

Kanzlerpräferenz: Zuwachs für Angela Merkel gestoppt

Kanzlerpräferenz: Zuwachs für Angela Merkel gestoppt

Direktwahl Bundeskanzler/-in - Zeitverlauf

Direktwahl Bundeskanzler/-in - Zeitverlauf

Weiterhin Mehrheit für eine CDU/CSU-geführte Bundesregierung

Weiterhin Mehrheit für eine CDU/CSU-geführte Bundesregierung

Sonntagsfrage: Union weiter klar vor der SPD

Sonntagsfrage: Union weiter klar vor der SPD

Sonntagsfrage - Zeitverlauf

Sonntagsfrage - Zeitverlauf

Wahlkampfthema „Zuwanderung und Flüchtlinge“

Wahlkampfthema „Zuwanderung und Flüchtlinge“

Wahlkampfthema „Zuwanderung und Flüchtlinge“ - Parteianhänger

Wahlkampfthema „Zuwanderung und Flüchtlinge“ - Parteianhänger

Im Zuge der Diskussion um die Verantwortung der Autoindustrie bei der Manipulation von Abgaswerten nach dem „Dieselgipfel“ vom 02. August ist ein deutlicher Vertrauensverlust in die Autoindustrie zu verzeichnen: 57 Prozent der Bundesbürger geben an, Vertrauen in die Autobranche verloren zu haben, 38 Prozent sehen ihr Vertrauen nicht erschüttert. Ein Grund liegt darin, dass eine Mehrheit von 56 Prozent befürchtet, dass dieses branchenweite Vorgehen in einer Schlüsselindustrie der deutschen Wirtschaft insgesamt langfristig schaden wird. Zugleich ist eine Mehrheit von 67 Prozent der Ansicht, dass die verantwortlichen Politiker bei der Bewältigung der Krise zu nachsichtig mit der Automobilindustrie umgehen. Dies dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass es eine Kluft gibt zwischen der Wahrnehmung dessen, was die Politik tut, und den Erwartungen der Bürger, was die Politik tun sollte. Bei der Bewältigung des Abgasskandals sind die Interessen der Automobilindustrie und Branchenarbeitsplätze, die Interessen der Dieselfahrer sowie der Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Bürger zu berücksichtigen. Einerseits haben 63 Prozent der Bürger den Eindruck, dass für die verantwortlichen Politiker die Interessen der Automobilindustrie und die Arbeitsplätze am wichtigsten sind. Andererseits plädieren 66 Prozent dafür, dass für die Politik der Schutz der Umwelt und die Gesundheit der Bürger im Vordergrund stehen sollten.

 

Diese kritische Stimmung zum Umgang der Politik mit der Autoindustrie schlägt sich auch in einem Rückgang der Zufriedenheit mit der Bundesregierung und der Beliebtheitswerte der Spitzenpolitikerinnen und -politiker nieder. Nach 55 Prozent im Mai sind aktuell nur noch 47 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden. Zudem verlieren sowohl Vertreter der Regierung als auch der Opposition teilweise deutlich an Zustimmung. Die Rangliste der Spitzenpolitiker wird von Finanzminister Wolfgang Schäuble (64 Prozent, -1) angeführt, Rang zwei belegt Außenminister Sigmar Gabriel (63 Prozent, -3). Bundeskanzlerin Angela Merkel verliert 10 Punkte und fällt mit 59 Prozent Zustimmung auf Platz drei zurück. Auch Martin Schulz verzeichnet Verluste von 4 Punkten und erreicht mit 33 Prozent Zustimmung seinen niedrigsten Wert im ARD-DeutschlandTREND. Im Hinblick auf die Kanzlerpräferenz muss Angela Merkel zwar auch leichte Einbußen hinnehmen (-5 Punkte); sie liegt mit 52 Prozent jedoch weiterhin klar vor Martin Schulz mit 30 Prozent (+2). Gut sechs Wochen vor der Bundestagswahl gib es keine Wechselstimmung: 49 Prozent wünschen sich, dass die neue Regierung von der Union geführt wird, 38 Prozent ziehen ein SPD-geführtes Kabinett vor.

 

Die politische Stimmung ist im Ferienmonat August relativ stabil und die Union liegt weiter mit großem Vorsprung vor der SPD. Wäre die Bundestagswahl bereits am nächsten Sonntag, könnte die CDU/CSU unverändert zum Juli mit 39 Prozent der Stimmen rechnen. Für die Sozialdemokraten würden sich aktuell 24 Prozent der Wählerinnen und Wähler entscheiden; sie liegen trotz eines Plus von einem Punkt weiter klar mit 15 Punkten hinter der Union. Die Oppositionsparteien liegen weiterhin Kopf-an-Kopf: Die FDP (-1), die Grünen (+/-0) und die AfD (-1) würden aktuell einen Stimmenanteil von jeweils 8 Prozent erreichen. Die Linke käme unverändert zum Vormonat auf 9 Prozent.

 

Das Thema „Zuwanderung und Flüchtlinge“ ist eines der politischen Probleme, das für die Bürger in Deutschland von besonderer Bedeutung ist. Im Wahlkampf der Parteien findet das Thema für viele Bürger jedoch nicht ausreichend Beachtung, denn jeweils ca. ein Drittel bemängelt, dass sich die einzelnen Parteien hier nicht ausreichend positionieren. Im Unterschied zu den Anhängern der anderen Parteien sind die AfD-Anhänger nahezu geschlossen (90 Prozent) der Meinung, dass ihre Partei dem Thema den angemessenen Stellenwert gibt.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.005 Befragte
Sonntagsfrage: 1.505 Befragte

Erhebungszeitraum:07. bis 08. August 2017
Sonntagsfrage: 04. bis 08. August 2017

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de