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ARD-DeutschlandTREND

Juli 2017

G20-Gipfel: Zwei Dritteln sehen Aufwand und Nutzen im Missverhältnis

G20-Gipfel: Zwei Dritteln sehen Aufwand und Nutzen im Missverhältnis

Flüchtlingsthematik ist wichtigstes politisches Problem

Flüchtlingsthematik ist wichtigstes politisches Problem

Steuermehreinnahmen sollten vorrangig für Investitionen verwendet werden

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Steuersenkungen für Geringverdiener – Steuererhöhungen für Besserverdiener

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Politikerbewertung: Merkel, Gabriel und Schäuble bilden Spitzentrio

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Politikerzufriedenheit Angela Merkel

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Kanzlerpräferenz: Merkel baut Vorsprung aus

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Profilvergleich: Merkel distanziert Schulz

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Sonntagsfrage: Union weiter mit großem Vorsprung vor der SPD

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Stimmenanteile von Koalitionen

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G20-Gipfel: Zwei Dritteln sehen Aufwand und Nutzen im Missverhältnis

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Flüchtlingsthematik ist wichtigstes politisches Problem

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Steuermehreinnahmen sollten vorrangig für Investitionen verwendet werden

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Steuersenkungen für Geringverdiener – Steuererhöhungen für Besserverdiener

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Politikerbewertung: Merkel, Gabriel und Schäuble bilden Spitzentrio

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Politikerzufriedenheit Angela Merkel

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Kanzlerpräferenz: Merkel baut Vorsprung aus

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Profilvergleich: Merkel distanziert Schulz

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Sonntagsfrage: Union weiter mit großem Vorsprung vor der SPD

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Stimmenanteile von Koalitionen

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Ab Freitag findet in Hamburg der G20-Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer statt. Im Vorfeld hat die Veranstaltung in erster Linie durch die enormen Sicherheitsvorkehrungen für Schlagzeilen gesorgt. Die Meinungen der deutschen Bevölkerung zum bevorstehenden Gipfeltreffen fallen zwiespältig aus. Auf der einen Seite vertreten 59 Prozent die Auffassung, das Treffen der Staats- und Regierungschefs sei hilfreich, um aktuelle politische Probleme zu lösen. Auf der anderen Seite ist vielen Bürgern (46 Prozent) nicht klar, was der Gipfel eigentlich bewirken soll. Fest steht für zwei Drittel der Bevölkerung (66 Prozent), dass der Aufwand für die Veranstaltung ihren Nutzen deutlich übersteigt.

Mit Blick auf Deutschland ist der Themenkomplex Flüchtlinge, Einwanderungspolitik und Asyl das aus Sicht der Bürger mit Abstand wichtigste politische Problem im Bundestagswahljahr. Die mit der Zuwanderung verbundenen Probleme sind für 44 Prozent die wichtigste Aufgabe für die Politik. Gegenüber der letzten Bundestagswahl hat das Thema mit einem Plus von 39 Punkten massiv an Bedeutung gewonnen. Auf Platz zwei der Themenagenda folgen mit deutlichem Abstand Fragen sozialer Gerechtigkeit (20 Prozent) sowie Alterssicherung (17 Prozent) und Bildung (14 Prozent). Innere Sicherheit und die Terrorbekämpfung werden von gut jedem Zehnten (11 Prozent) genannt und haben damit gegenüber 2013 ebenfalls an Bedeutung gewonnen (+10 Punkte). Hingegen werden die ökonomischen Themenfelder deutlich seltener als wichtige Probleme wahrgenommen als 2013.

Wenn es um die Verwendung der vom Finanzminister erwarteten zusätzlichen Steuereinnahmen geht, sollten sie aus Sicht der Bevölkerung vorrangig für eine Verbesserung der Infrastruktur verwendet werden (58 Prozent). Jeder Fünfte (20 Prozent) hält Steuersenkungen für zentral und ebenso viele möchten die zusätzlichen Mittel für den Schuldenabbau (19 Prozent) verwenden. Mit Blick auf die Steuerpolitik findet eine Mehrheit, dass niedrige Einkommen weniger und hohe Einkommen stärker belastet werden sollten.

Beim Kampf um das Kanzleramt setzt sich Angela Merkel von ihrem Herausforderer deutlicher ab: Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers würden sich 57 Prozent für die Amtsinhaberin entscheiden, 28 Prozent für den SPD-Herausforderer Martin Schulz. Der Vorsprung Merkels vor Schulz ist auf nun 29 Punkte gewachsen. Dabei mobilisiert Merkel die Unions-Wählerschaft besser als Schulz die SPD-Wähler. Die Gründe für Merkels Vorsprung: Die Kanzlerin wird als deutlich führungsstärker (77:12 Prozent), kompetenter (67:13 Prozent), glaubwürdiger (55:21 Prozent) und sympathischer (50:28 Prozent) wahrgenommen als ihr sozialdemokratischer Herausforderer. Darüber hinaus gilt die CDU-Vorsitzende stärker als Politikerin, die zu ihren Überzeugungen steht (48:29 Prozent). Lediglich in Sachen Bürgernähe punktet Schulz gegenüber Merkel (41:34 Prozent).

In der politischen Stimmung liegt die Union mit großem Vorsprung vor den Sozialdemokraten: Die CDU/CSU könnte aktuell 39 Prozent der Stimmen auf sich vereinen (+1 Punkt gegenüber dem Tagesthemen-DeutschlandTREND Anfang Juni) - der höchste Wert für die Union seit Januar 2016. Für die SPD würden sich aktuell 23 Prozent (-1) entscheiden. Sowohl die FDP (-1) als auch die Linke (+1) und die AfD (+/-0) würden aktuell einen Stimmenanteil von jeweils 9 Prozent erreichen. Dicht dahinter liegen die Grünen mit 8 Prozent (+1).

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.000 Befragte
Sonntagsfrage: 1.500 Befragte

Erhebungszeitraum:03. bis 04. Juli 2017
Sonntagsfrage: 03. bis 05. Juli 2017

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de