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ARD-DeutschlandTREND

November 2017

Rückhalt für „Jamaika“-Koalition sinkt

Rückhalt für „Jamaika“-Koalition sinkt

Bewertung einer möglichen Jamaika Koalition

Bewertung einer möglichen Jamaika Koalition

Mehrheit hält „Jamaika“ für wahrscheinlich

Mehrheit hält „Jamaika“ für wahrscheinlich

Falls „Jamaika“ scheitert: Lieber Neuwahl als CDU/CSU-Minderheitsregierung

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Kritische Sicht auf die Rolle der CSU und Horst Seehofer

Kritische Sicht auf die Rolle der CSU und Horst Seehofer

Politikerzufriedenheit: Seehofer und Merkel mit deutlichen Verlusten

Politikerzufriedenheit: Seehofer und Merkel mit deutlichen Verlusten

Sonntagsfrage: Union schwächer als im Vormonat, FDP und Grüne etwas stärker

Sonntagsfrage: Union schwächer als im Vormonat, FDP und Grüne etwas stärker

Mehrheit für Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Mehrheit für Abschaffung des Solidaritätszuschlags

28 Jahre nach dem Mauerfall: Breite Mehrheit zufrieden mit der Entwicklung in Deutschland

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28 Jahre nach dem Mauerfall: Immer noch Unterschiede zwischen West und Ost

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Rückhalt für „Jamaika“-Koalition sinkt

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Bewertung einer möglichen Jamaika Koalition

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Mehrheit hält „Jamaika“ für wahrscheinlich

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Falls „Jamaika“ scheitert: Lieber Neuwahl als CDU/CSU-Minderheitsregierung

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Kritische Sicht auf die Rolle der CSU und Horst Seehofer

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Politikerzufriedenheit: Seehofer und Merkel mit deutlichen Verlusten

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Sonntagsfrage: Union schwächer als im Vormonat, FDP und Grüne etwas stärker

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Mehrheit für Abschaffung des Solidaritätszuschlags

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28 Jahre nach dem Mauerfall: Breite Mehrheit zufrieden mit der Entwicklung in Deutschland

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28 Jahre nach dem Mauerfall: Immer noch Unterschiede zwischen West und Ost

28 Jahre nach dem Mauerfall: Immer noch Unterschiede zwischen West und Ost

Aus der ersten Runde der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen über die Bildung einer Regierungskoalition sind bisher wenig konkrete Ergebnisse nach außen gedrungen. Mit der Länge der Verhandlungsdauer sinkt die Zustimmung zu einem schwarz-gelb-grünen Bündnis (45 Prozent, -12 Punkte im Vergleich zu Anfang Oktober). Insbesondere im Lager der Grünen ist dabei eine deutliche Ernüchterung festzustellen (55 Prozent, -21). Dennoch gehen zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) weiterhin davon aus, dass ein Bündnis der vier Parteien zustande kommen wird - auch wenn sie in dieser Frage etwas weniger zuversichtlich als noch im Oktober sind (-7 Prozentpunkte). Falls sich Union, FDP und Grüne nicht auf die Bildung einer Regierungskoalition verständigen können, findet eine Minderheitsregierung der Union wenig Zustimmung.

Bei den laufenden Sondierungsgesprächen sind auch deutliche Differenzen zwischen den beiden Schwesterparteien der Union zu Tage getreten. Vor diesem Hintergrund werden die CSU und Horst Seehofer tendenziell kritisch beurteilt: Gut die Hälfte der Bürger (56 Prozent, +7) kritisiert, dass die CSU unverhältnismäßig viel Macht in der Union hat. Sechs von zehn Bürgern (62 Prozent) sind der Meinung, dass sich Seehofer nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen von seinen politischen Ämtern zurückziehen sollte. Und auch in der CSU-Anhängerschaft muss Seehofer um seinen Rückhalt kämpfen: Zwar lehnt eine Mehrheit der eigenen Anhänger einen Rückzug Seehofers ab, immerhin vier von zehn CSU-Anhängern plädieren aber für eine Aufgabe seiner politischen Ämter.

Bei der Bewertung der Politikerzufriedenheit schneiden die beiden Chef-Unterhändler der Union deutlich schlechter ab als vor vier Wochen. Mit dem Wirken von CDU-Chefin Angela Merkel sind derzeit 57 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden – eine Ansehensverlust von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. Der CSU-Vorsitzende Seehofer muss ein Minus von 8 Punkten hinnehmen und erreicht noch 28 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung. Den Spitzenplatz hat wie im Vormonat der neu gewählte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (69 Prozent) inne, auf Platz 3 liegt der Grüne-Parteivorsitzende Cem Özdemir  (54 Prozent, +1).

Die rückläufige Zufriedenheit mit den Chef-Sondierenden der Union spiegelt sich auch in der politischen Stimmung. Derzeit könnte die Union mit 30 Prozent der Stimmen rechnen, ein Minus von 2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. FDP und Grüne können sich hingegen leicht verbessern und kämen auf aktuell auf 12, bzw. 11 Prozent (jeweils +1 Prozentpunkt). Für die Sozialdemokraten würden sich aktuell 21 Prozent der Wählerinnen und Wähler entscheiden (+1). Zulegen könnte auch die AfD, die mit derzeit 13 Prozent (+2 Prozentpunkte) ihr Wahlergebnis bestätigen würde. Die Linke hätte mit leichten Verlusten derzeit 9 Prozent in Aussicht (-1 Prozentpunkt).

Am 9. November jährt sich der Fall der Mauer zum 28. Mal. Mit der Entwicklung in Deutschland seit der Wiedervereinigung ist eine deutliche Mehrheit der Bürger (79 Prozent) sehr oder überwiegend  zufrieden, 19 Prozent bewerten die Entwicklung hingegen kritisch. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung, bestehen nach mehrheitlicher Ansicht (57 Prozent) immer noch große Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland, 40 Prozent sehen eher kleine oder keine Unterschiede.

In den aktuellen Sondierungsgesprächen pocht insbesondere die FDP auf der Streichung des Solidaritätszuschlags. Dieser Forderung folgt die Hälfte der Bundesbürger (51 Prozent), ein weiteres knappes Drittel (29 Prozent) ist nur für eine Entlastung der niedrigen und mittleren Einkommensgruppen. Ein knappes Fünftel (18 Prozent) möchte den „Soli“ hingegen unverändert beibehalten.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.005 Befragte
Sonntagsfrage: 1.505 Befragte

Erhebungszeitraum:6. bis 7. November 2017
Sonntagsfrage: 6. bis 8. November 2017

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de