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ARD-DeutschlandTREND

Oktober 2017

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Erneute Kanzlerschaft Angela Merkels

Erneute Kanzlerschaft Angela Merkels

Erneute Kanzlerschaft Angela Merkels

Erneute Kanzlerschaft Angela Merkels

Ehrlichkeit der Parteien

Ehrlichkeit der Parteien

Unionsinterne Einigung zur Flüchtlingspolitik

Unionsinterne Einigung zur Flüchtlingspolitik

Aussagen zur CDU/CSU

Aussagen zur CDU/CSU

Künftige Entwicklung der Union

Künftige Entwicklung der Union

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Realisierung von Jamaika

Realisierung von Jamaika

Künftiger Umgang der Bundestagsparteien mit der AfD

Künftiger Umgang der Bundestagsparteien mit der AfD

Sonntagsfrage Bundestagswahl

Sonntagsfrage Bundestagswahl

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Erneute Kanzlerschaft Angela Merkels

Erneute Kanzlerschaft Angela Merkels

Erneute Kanzlerschaft Angela Merkels

Erneute Kanzlerschaft Angela Merkels

Ehrlichkeit der Parteien

Ehrlichkeit der Parteien

Unionsinterne Einigung zur Flüchtlingspolitik

Unionsinterne Einigung zur Flüchtlingspolitik

Aussagen zur CDU/CSU

Aussagen zur CDU/CSU

Künftige Entwicklung der Union

Künftige Entwicklung der Union

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Bewertung möglicher Regierungskoalitionen

Realisierung von Jamaika

Realisierung von Jamaika

Künftiger Umgang der Bundestagsparteien mit der AfD

Künftiger Umgang der Bundestagsparteien mit der AfD

Sonntagsfrage Bundestagswahl

Sonntagsfrage Bundestagswahl

Am nächsten Mittwoch sollen die Sondierungsgespräche der Union mit FDP und Grünen über die Bildung einer Regierungskoalition beginnen. Die Bundesbürger stehen aktuell einem sogenannten Jamaika-Bündnis deutlich offener gegenüber als noch vor der Bundestagswahl: Derzeit findet eine Mehrheit (57 Prozent) eine Jamaika-Koalition sehr gut oder gut. Vier von zehn (40 Prozent) sehen ein solches Bündnis kritisch. Noch im August stand eine Mehrheit diesem Bündnis ablehnend gegenüber (27:69 Prozent). Nach den schlechten Wahlergebnissen für Union und SPD und der Entscheidung der Sozialdemokraten in die Opposition zu gehen, findet eine Große Koalition nur noch bei 33 Prozent positive Resonanz (Ende August noch 44 Prozent). Drei Viertel (75 Prozent) der Deutschen gehen davon aus, dass ein Bündnis der vier Parteien zustande kommt.

 

Dass Angela Merkel aller Voraussicht nach auch in den nächsten vier Jahren als Kanzlerin regieren wird, stößt mehrheitlich auf Zustimmung (61 Prozent). Allerdings fällt ihr Rückhalt deutlich niedriger aus als vor vier Jahren, als noch 71 Prozent eine Fortführung ihrer Kanzlerschaft positiv bewerteten. In der Politikerzufriedenheit bekleidet sie mit einer ähnlichen Bewertung wie in der Vorwahlwoche (63 Prozent, -1) Platz 2 hinter dem bald aus seinem Amt scheidenden Finanzminister Wolfgang Schäuble (69 Prozent) und vor dem Noch-Außenminister Sigmar Gabriel (57 Prozent). Dabei vermag sich Schäuble als designierter Bundestagspräsident gegenüber Anfang September steigern (+7 Prozentpunkte), während Gabriel deutlich an Reputation verliert (57 Prozent, -11 im Vgl. zur Vorwahlwoche). Auf das Führungstrio folgen die Spitzen der potentiellen Koalitionspartner Cem Özdemir (53 Prozent, -2 im Vgl. zur Vorwahlwoche) und Christian Lindner (48 Prozent, -2).

 

Über den Kurs der Union wird nach den Rekordverlusten bei der Bundestagswahl nicht nur innerhalb der Schwesterparteien diskutiert. Eine große Mehrheit der Deutschen sieht keine Notwendigkeit für eine stärkere Orientierung der Union nach rechts. Während 26 Prozent eine Beibehaltung des bisherigen Kurses begrüßen würden, plädieren 48 Prozent der Deutschen dafür, dass die Union in den kommenden Jahren weiter in die Mitte rücken soll. Ein Fünftel (20 Prozent) spricht sich hingegen dafür aus, dass die Union wieder konservativer werden sollte. Die Rolle der CSU als Bewahrerin konservativer Positionen in der Union, stößt somit auch auf ein geteiltes Echo: 48 Prozent finden dies gut, 46 Prozent hingegen nicht. In der CSU-Anhängerschaft sieht eine Mehrheit
(58 Prozent) eine solche Rolle der CSU positiv und auch in der Anhängerschaft der CDU überwiegt die Zustimmung leicht (53 Prozent). Tendenziell kritisch wird das Verhalten der CSU gegenüber der Schwesterpartei bewertet: Knapp sechs von zehn (58 Prozent) sind der Ansicht, dass die CSU durch ihr Verhalten die Union insgesamt schwächt. Knapp die Hälfte der Bundesbürger (49 Prozent) findet, dass die CSU unverhältnismäßig viel Macht in der Union hat – eine Ansicht, die auch fast jeder zweite CDU-Anhänger teilt (47:45 Prozent). Der Kompromiss zwischen CDU und CSU in der Flüchtlings- und Asylpolitik stößt indes mehrheitlich auf Zustimmung: Das „Regelwerk zur Migration“ finden 56 Prozent der Bürger gut, 41 Prozent finden es nicht gut. In der Unions-Anhängerschaft befürworten sieben von zehn (71 Prozent) die Beschlüsse von Merkel und Seehofer.

 

Eher abwartend stehen die Bundesbürger der neu in den Bundestag eingezogenen AfD gegenüber. Dies hat auch damit zu tun, dass die AfD das größte Glaubwürdigkeitsdefizit aller Parteien hat: Rund zwei Drittel der Wahlberechtigten (67 Prozent) finden, dass die AfD vor der Wahl nicht ehrlich gesagt hat, was sie nach der Wahl durchsetzen möchte. Im Umgang mit der AfD plädiert ein Drittel (34 Prozent) dafür, eine Zusammenarbeit im Bundestag generell auszuschließen, 46 Prozent dafür, von Fall zu Fall über eine Zusammenarbeit zu entscheiden. Eine aktive Zusammenarbeit mit der AfD zu suchen, wünscht sich hingegen nur ein knappes Fünftel (18 Prozent) – darunter nicht überraschend insbesondere die Anhänger der AfD.

 

Die Diskussionen um den Kurs der Parteien und die Regierungsbildung haben die politische Stimmung seit der Bundestagswahl nicht wesentlich verändert. Eine erneute Wahl zum jetzigen Zeitpunkt würde das Wahlergebnis vom 24. September weitgehend bestätigen. Die Union könnte aktuell mit 32 Prozent rechnen, am Wahlsonntag hatte sie 32,9 Prozent erzielt. Die SPD läge mit 20 Prozent ebenfalls nahe am Wahlergebnis (20,5 Prozent). Die AfD würde mit aktuell 11 Prozent leicht schwächer abschneiden (12,6 Prozent). Die FDP (11 Prozent) und die Linke (10 Prozent) bestätigen jeweils ihre Wahlergebnisse (10,7 bzw. 9,2 Prozent), während die Grünen mit 10 Prozent aktuell leicht besser abschneiden würden als am Wahltag vor knapp drei Wochen (8,9 Prozent). Auf alle anderen Parteien zusammengenommen entfielen 6 Prozent.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.006 Befragte
Sonntagsfrage: 1.506 Befragte

Erhebungszeitraum:9. bis 10. Oktober 2017
Sonntagsfrage: 9. bis 11. Oktober 2017

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de