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ARD-DeutschlandTREND

Dezember 2018

Parteivorsitz: Hälfte der CDU-Anhänger für Kramp-Karrenbauer

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Sechs von zehn für Verbleib Merkels im Kanzleramt

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Merkel gewinnt an Sympathien, Habeck mit neuem Höchstwert

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Bundesregierung besser bewertet

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Sonntagsfrage: Union legt deutlich zu, Grüne verlieren

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Geringe Erwartungen an internationale Klimapolitik

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Klimaschutz: Ausbau erneuerbarer Energien und Umweltauflagen sinnvoll

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Klimaschutzaspekte spielen bei Alltagseinkauf die größte Rolle

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Deutschland im Russland-Ukraine-Konflikt: eher Vermittlung als Druck

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Partner Deutschlands: Vertrauen in USA so gering wie nie

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Parteivorsitz: Hälfte der CDU-Anhänger für Kramp-Karrenbauer

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Sechs von zehn für Verbleib Merkels im Kanzleramt

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Merkel gewinnt an Sympathien, Habeck mit neuem Höchstwert

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Bundesregierung besser bewertet

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Sonntagsfrage: Union legt deutlich zu, Grüne verlieren

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Geringe Erwartungen an internationale Klimapolitik

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Klimaschutz: Ausbau erneuerbarer Energien und Umweltauflagen sinnvoll

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Klimaschutzaspekte spielen bei Alltagseinkauf die größte Rolle

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Deutschland im Russland-Ukraine-Konflikt: eher Vermittlung als Druck

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Partner Deutschlands: Vertrauen in USA so gering wie nie

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Die deutsche Öffentlichkeit schaut gespannt auf den Hamburger CDU-Parteitag und die Wahl zum CDU-Parteivorsitz. Ginge es nach den Bundesbürgern, würde Annegret Kramp-Karrenbauer den CDU-Vorsitz übernehmen: Ähnlich wie im Vormonat sprechen sich 45 Prozent für die CDU-Generalsekretärin aus, 30 Prozent für Friedrich Merz und 10 Prozent für Jens Spahn. Ungeachtet ihres Rückzugs vom Parteivorsitz will Angela Merkel für die volle Legislaturperiode Regierungschefin bleiben. Ähnlich wie im November unterstützen 57 Prozent ihren Verbleib im Kanzleramt. Merkel kann sich dabei auf wachsenden Zuspruch stützen. Sechs von zehn äußern sich zufrieden zu ihrer Arbeit, der höchste Wert für Merkel seit November 2017. Demgegenüber setzt sich der Negativtrend für Andrea Nahles fort: Die SPD-Parteivorsitzende muss sich mit ihrem zweitschlechtesten Wert im ARD-DeutschlandTREND zufrieden geben. Sie fällt zugleich gegenüber Grünen-Chef Robert Habeck zurück, der einen neuen Bestwert erzielt.

 

Der aktuelle Sympathiegewinn Merkels geht einher mit einer höheren Zufriedenheit der Deutschen mit dem Berliner Kabinett: Nach 25 Prozent im November äußern sich momentan 36 Prozent zufrieden zur Arbeit der Bundesregierung. Von diesem Ansehensgewinn profitieren bislang allein die Unionsparteien: Die CDU/CSU legt zum Vormonat 4 Punkte zu und käme aktuell bei einer Bundestagswahl auf 30 Prozent, ihr höchster Wert seit Juli dieses Jahres. Der Koalitionspartner SPD läge dagegen unverändert bei 14 Prozent. Die Grünen büßen zum Vormonat an Rückhalt ein, blieben mit 20 Prozent (-3) jedoch klar zweitstärkste Kraft. Die AfD hätte weiterhin 14 Prozent in Aussicht. Linke (-1) und FDP (+/-0) lägen gleichauf mit jeweils 8 Prozent. 

 

Die UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice verhandelt aktuell über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Die Erfolgserwartungen der Deutschen sind gering: Nur jeder Siebte traut der Staatengemeinschaft zu, die Probleme des Klimawandels bewältigen zu können. Zur Verbesserung des Klimaschutzes setzen die Bundesbürger insbesondere auf den Ausbau erneuerbarer Energien und strengere Umweltschutzauflagen für die Industrie. Gut zwei Drittel plädieren zugunsten eines besseren Klimaschutzes ebenso für einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleverstromung. Maßnahmen, die unmittelbar den eigenen Alltag tangieren, haben es bei den Bundesbürgern tendenziell schwerer: Eine Verteuerung der Anschaffung und des Unterhalts von Autos mit Verbrennungsmotor überzeugt beispielsweise nur jeden Vierten.

 

Der jüngste Zwischenfall an der Meerenge von Kertsch hat den Russland-Ukraine-Konflikt wieder ins Bewusstsein gerückt. Die Haltungen der Bundesbürger zum Konflikt sind weitgehend unverändert. Eine Mehrheit weist weiterhin Russland eine große Verantwortung dafür zu, dass die Lage in der Ukraine 2014 eskalierte. Zugleich setzen aber die Deutschen in der Frage außenpolitischer Reaktionen nach wie vor eher auf Schlichtung als auf Druck: Sechs von zehn wünschen sich weiterhin, dass die Bundesrepublik eine führende Vermittlerrolle zwischen beiden Staaten übernimmt. Demgegenüber unterstützen nur 44 Prozent verschärfte Russland-Sanktionen der EU. Die aktuelle Krise im Asowschen Meer beeinträchtigt die Russland-Wahrnehmung der Bundesbürger sichtbar: Nach 30 Prozent im Mai sehen aktuell 23 Prozent in Russland einen vertrauenswürdigen Partner Deutschlands. Skeptisch sind die Deutschen aber auch gegenüber dem Verbündeten USA: Nur knapp jeder fünfte Bundesbürger (19 Prozent) sieht aktuell in den USA einen vertrauenswürdigen Partner Deutschlands, ein neuer Tiefstand im ARD-DeutschlandTREND.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.002 Befragte
Sonntagsfrage: 1.502 Befragte
Frage zum Vertrauen in Großbritannien: rund 500 Befragte

Erhebungszeitraum:03. bis 04. Dezember 2018
Sonntagsfrage: 03. bis 05. Dezember 2018

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de