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ARD-DeutschlandTREND

Februar 2018

Knappe Mehrheit bewertet Große Koalition kritisch

Knappe Mehrheit bewertet Große Koalition kritisch

Bewertung einer Großen Koalition im Vergleich

Bewertung einer Großen Koalition im Vergleich

Koalitionsverhandlungen: Mehrheit begrüßt Kompromiss zum Familiennachzug

Koalitionsverhandlungen: Mehrheit begrüßt Kompromiss zum Familiennachzug

Wenig Verständnis für die lange Regierungsbildung

Wenig Verständnis für die lange Regierungsbildung

Koalitionsverhandlungen: Union hat stärkere Position als die SPD

Koalitionsverhandlungen: Union hat stärkere Position als die SPD

Mehrheit findet SPD-Mitgliederentscheid richtig

Mehrheit findet SPD-Mitgliederentscheid richtig

Bei Scheitern der Großen Koalition: Mehrheit für Neuwahl

Bei Scheitern der Großen Koalition: Mehrheit für Neuwahl

Sonntagsfrage: SPD im Rekordtief

Sonntagsfrage: SPD im Rekordtief

Politikerbewertung: Zufriedenheit mit Schulz geht weiter zurück

Politikerbewertung: Zufriedenheit mit Schulz geht weiter zurück

...Nahles legt zu

...Nahles legt zu

Rückhalt für erneute Kanzlerschaft Merkels schwindet

Rückhalt für erneute Kanzlerschaft Merkels schwindet

Zu wenig Rücksicht auf die Interessen der Frauen in der Gesellschaft

Zu wenig Rücksicht auf die Interessen der Frauen in der Gesellschaft

Ein Drittel sieht in der Diskriminierung von Frauen ein großes Problem

Ein Drittel sieht in der Diskriminierung von Frauen ein großes Problem

Politik zu nachsichtig mit der Autoindustrie

Politik zu nachsichtig mit der Autoindustrie

Umgang der Politik mit der Automobilindustrie

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Knappe Mehrheit bewertet Große Koalition kritisch

Knappe Mehrheit bewertet Große Koalition kritisch

Bewertung einer Großen Koalition im Vergleich

Bewertung einer Großen Koalition im Vergleich

Koalitionsverhandlungen: Mehrheit begrüßt Kompromiss zum Familiennachzug

Koalitionsverhandlungen: Mehrheit begrüßt Kompromiss zum Familiennachzug

Wenig Verständnis für die lange Regierungsbildung

Wenig Verständnis für die lange Regierungsbildung

Koalitionsverhandlungen: Union hat stärkere Position als die SPD

Koalitionsverhandlungen: Union hat stärkere Position als die SPD

Mehrheit findet SPD-Mitgliederentscheid richtig

Mehrheit findet SPD-Mitgliederentscheid richtig

Bei Scheitern der Großen Koalition: Mehrheit für Neuwahl

Bei Scheitern der Großen Koalition: Mehrheit für Neuwahl

Sonntagsfrage: SPD im Rekordtief

Sonntagsfrage: SPD im Rekordtief

Politikerbewertung: Zufriedenheit mit Schulz geht weiter zurück

Politikerbewertung: Zufriedenheit mit Schulz geht weiter zurück

...Nahles legt zu

...Nahles legt zu

Rückhalt für erneute Kanzlerschaft Merkels schwindet

Rückhalt für erneute Kanzlerschaft Merkels schwindet

Zu wenig Rücksicht auf die Interessen der Frauen in der Gesellschaft

Zu wenig Rücksicht auf die Interessen der Frauen in der Gesellschaft

Ein Drittel sieht in der Diskriminierung von Frauen ein großes Problem

Ein Drittel sieht in der Diskriminierung von Frauen ein großes Problem

Politik zu nachsichtig mit der Autoindustrie

Politik zu nachsichtig mit der Autoindustrie

Umgang der Politik mit der Automobilindustrie

Umgang der Politik mit der Automobilindustrie

Union und SPD verhandeln derzeit über die Bildung einer Großen Koalition. In der Bevölkerung stößt ein solches Bündnis auf ein eher verhaltenes Urteil: 46 Prozent bewerten eine Große Koalition als sehr gut oder gut, 52 Prozent stehen ihr hingegen ablehnend gegenüber. Während die Anhänger der Union diese Koalition mit deutlicher Mehrheit unterstützen, ist das SPD-Lager in dieser Frage gespalten ist. Im Vergleich zu 2013 ist die Akzeptanz für dieses Bündnis deutlich geringer.

Die zwischen Union und SPD ausgehandelte Verständigung beim Familiennachzug von Bürgerkriegsflüchtlingen wird von der Mehrheit der Bevölkerung (54 Prozent) als Schritt in die richtige Richtung begrüßt, gut ein Drittel (38 Prozent) ist gegenteiliger Auffassung.

Wenig Verständnis hat die Bevölkerung hingegen für die lange Regierungsbildung, die nun seit gut vier Monaten andauert – so lange wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Lediglich 28 Prozent äußern dafür Verständnis, die deutliche Mehrheit (71 Prozent) hat kein Verständnis dafür. Dabei gibt es Befürchtungen, dass Deutschland Einfluss in der EU verliert (63 Prozent) bzw. dass wichtige innenpolitische Fragen derzeit nicht angegangen werden (64 Prozent).

Aus Sicht der Bürger ist das Gewicht bei den Koalitionsverhandlungen ungleich verteilt: Eine Mehrheit (57 Prozent) ist der Ansicht, dass die CDU in den Gesprächen die stärkste Verhandlungsposition hat, 21 Prozent sehen hingegen die SPD im Vorteil. Jeder Zehnte (9 Prozent) ist der Meinung, dass die CSU die besten Aussichten hat ihre Ziele in den Gesprächen durchzusetzen. Nach Abschluss der Verhandlungen können die  rund 445.000 SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag abstimmen. 58 Prozent der Wahlberechtigten finden das Mitgliedervotum richtig, 38 Prozent lehnen es ab. In der SPD-Anhängerschaft findet der Mitgliederentscheid zwar überdurchschnittlich starke Zustimmung, immerhin drei von zehn SPD-Anhängern stehen diesem Instrument innerparteilicher Beteiligung jedoch ablehnend gegenüber. Im Falle eines Scheiterns der GroKo-Verhandlungen spricht sich eine Mehrheit der Bürger für eine Neuwahl des Bundestags aus (56 Prozent), 40 Prozent für eine Minderheitsregierung der CDU/CSU.

Aktuell haben sich die Parteistärken und Koalitionsmöglichkeiten gegenüber der Bundestagswahl nicht wesentlich geändert. Die Union würde aktuell einen Stimmenanteil von 33 Prozent erreichen (unverändert im Vergleich zu Anfang Januar) und wäre damit weiterhin mit großem Abstand stärkste Kraft. Die SPD verliert 3 Punkte und käme auf 18 Prozent – der niedrigste bisher im ARD-DeutschlandTREND gemessene Wert für die Sozialdemokraten. Die AfD gewinnt 1 Punkt hinzu und erreicht 14 Prozent. Auch FDP (10 Prozent +1) und Linke (11 Prozent, +2) verbessern sich leicht. Die Grünen liegen wie im Januar bei 11 Prozent.

Die Schwäche der SPD geht einher mit einer Ansehensschwäche des Parteivorsitzenden, dessen Rückhalt in der Bevölkerung weiter sinkt. Aktuell sind nur noch 25 Prozent mit seinem politischen Wirken sehr zufrieden bzw. zufrieden – minus 5 Punkte im Vergleich zum Vormonat. Dies ist der niedrigste bisher für Schulz im ARD-DeutschlandTREND gemessene Wert. Auch die Zufriedenheit mit Angela Merkel ist seit der Bundestagswahl rückläufig. Hinzu kommt ein schwindender Rückhalt für eine erneute Kanzlerschaft Merkels. Mit 51:46 Prozent halten sich Befürworter und Gegner einer weiteren Amtszeit Merkels in etwa die Waage.

Vor dem Hintergrund der #metoo-Debatte sieht eine breite Mehrheit bei der Frage des Umgangs mit Frauen in unserer Gesellschaft Handlungsbedarf. Ein Drittel der Bürger (34 Prozent) empfindet die Diskriminierung von Fragen in der deutschen Gesellschaft als sehr großes oder großes Problem. Weitere 48 Prozent beurteilen den Umgang mit Frauen in unserer Gesellschaft als problematisches, wenn auch kleineres Problem. Nur 14 Prozent sehen dies als gänzlich unproblematisch an.

Angesichts neuer Enthüllungen im Abgas-Skandal wird der Umgang der Politik mit der Autoindustrie sehr kritisch gesehen. Drei Viertel der Bürger (73 Prozent) vertreten die Auffassung, dass die verantwortlichen Politiker zu nachsichtig sind.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.002 Befragte
Sonntagsfrage: 1.502 Befragte
Frage zum Familiennachzug: 990 Befragte

Erhebungszeitraum:29. bis 30. Januar 2018
Sonntagsfrage: 29. bis 31. Januar 2018
Frage zum Familiennachzug: 30. bis 31. Januar 2018

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5 Prozent
** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de