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ARD-DeutschlandTREND

Januar 2018

Flüchtlingsthematik bleibt wichtigste Aufgabe, doch geringere Brisanz als 2017

Flüchtlingsthematik bleibt wichtigste Aufgabe, doch geringere Brisanz als 2017

Umstrittenes Thema „Familiennachzug“

Umstrittenes Thema „Familiennachzug“

Große Koalition stößt auf geringere Akzeptanz als vor vier Jahren

Große Koalition stößt auf geringere Akzeptanz als vor vier Jahren

Bewertung einer großen Koalition im Vergleich zu 2013

Bewertung einer großen Koalition im Vergleich zu 2013

Mehrheit für Kanzlerschaft Merkels, aber Zenit überschritten

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Aussagen zur CDU und Angela Merkel

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Mehrheit wünscht personellen Neuanfang in der CDU, Zeitpunkt umstritten

Mehrheit wünscht personellen Neuanfang in der CDU, Zeitpunkt umstritten

Politikerbewertung: Gabriel weiterhin vor Özdemir und Merkel, Martin Schulz auf Rekordtief

Politikerbewertung: Gabriel weiterhin vor Özdemir und Merkel, Martin Schulz auf Rekordtief

Sonntagsfrage: Stabile politische Stimmung zum Jahresauftakt

Sonntagsfrage: Stabile politische Stimmung zum Jahresauftakt

Falls Regierungsbildung scheitert: Knappe Mehrheit für Neuwahl

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Ansichten zur CSU:  Wahlkampf in Bayern für CSU wichtiger als Bildung stabiler Bundesregierung

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Flüchtlingsthematik bleibt wichtigste Aufgabe, doch geringere Brisanz als 2017

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Umstrittenes Thema „Familiennachzug“

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Große Koalition stößt auf geringere Akzeptanz als vor vier Jahren

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Bewertung einer großen Koalition im Vergleich zu 2013

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Mehrheit für Kanzlerschaft Merkels, aber Zenit überschritten

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Aussagen zur CDU und Angela Merkel

Aussagen zur CDU und Angela Merkel

Mehrheit wünscht personellen Neuanfang in der CDU, Zeitpunkt umstritten

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Politikerbewertung: Gabriel weiterhin vor Özdemir und Merkel, Martin Schulz auf Rekordtief

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Sonntagsfrage: Stabile politische Stimmung zum Jahresauftakt

Sonntagsfrage: Stabile politische Stimmung zum Jahresauftakt

Falls Regierungsbildung scheitert: Knappe Mehrheit für Neuwahl

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Ansichten zur CSU:  Wahlkampf in Bayern für CSU wichtiger als Bildung stabiler Bundesregierung

Ansichten zur CSU: Wahlkampf in Bayern für CSU wichtiger als Bildung stabiler Bundesregierung

Aus Sicht der Bürger bleibt die Flüchtlingspolitik auch im Jahr 2018 die wichtigste Aufgabe, allerdings hat das Thema im Vergleich zum Vorjahr an Brisanz verloren (27 Prozent, -13 Prozentpunkte). Auch in den am Sonntag beginnenden Sondierungsgesprächen zwischen Union und SPD wird die Flüchtlingspolitik ein zentraler Punkt sein, da ein Kompromiss in der Frage des Familiennachzugs gefunden werden muss.  Das Meinungsbild in der Bevölkerung ist in dieser Frage nicht eindeutig: Knapp die Hälfte (48 Prozent, +6 Punkte im Vergleich zum Dezember 2017) der Bürger spricht sich dafür aus, den Familiennachzug für Bürgerkriegsflüchtlinge weiterhin auszusetzen, 41 Prozent fänden es besser, den Familiennachzug ab März wieder zu ermöglichen.

 

Für die Sondierungsgespräche sind sechs Tage veranschlagt, bereits am 21. Januar wollen die Sozialdemokraten bei einem Sonderparteitag über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen abstimmen. Eine Neuauflage der Großen Koalition stößt unter den Anhängern der Sozialdemokraten wie auch in der Bevölkerung insgesamt auf ein verhaltenes Urteil. Knapp die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) bewertet eine Große Koalition derzeit als sehr gut oder gut, 52 Prozent kommen zu einem kritischen Urteil. Damit ist die Akzeptanz eines solchen Bündnisses deutlich niedriger als vor vier Jahren (66 Prozent im Oktober 2013). Eine erneute Kanzlerschaft Angela Merkels würde eine knappe Mehrheit der Bürger (53 Prozent) begrüßen, 45 Prozent sehen die Fortführung ihrer Kanzlerschaft hingegen kritisch. Eine Mehrheit der Deutschen (65 Prozent) beurteilt Angela Merkel zwar nach wie vor als gute Bundeskanzlerin, gleichzeitig sind zwei Drittel der Bürger (67 Prozent) der Ansicht, sie habe ihre besten Zeiten als Kanzlerin hinter sich. Drei Viertel (75 Prozent) der Bürger plädieren daher für eine personelle Erneuerung in der CDU – eine Meinung die auch im Lager der Union mehrheitlich (60 Prozent) geteilt wird. Unterschiedliche Ansichten gibt es jedoch über den geeigneten Zeitpunkt: Die Hälfte der Bürger (49 Prozent) würde begrüßen, wenn Angela Merkel die gesamte Legislaturperiode im Amt bleibt, fast ebenso viele (45 Prozent) plädieren hingegen dafür, dass sie vorzeitig für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin Platz macht.

 

Die Politikerrangliste wird auch in diesem Monat von Außenminister Sigmar Gabriel angeführt (62 Prozent, -3), auf Platz zwei und drei folgen Cem Özdemir (53 Prozent, -4) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (52 Prozent, -2). Deutliche Ansehensverluste und ein Rekordtief verzeichnet der SPD-Vorsitzende Martin Schulz (30 Prozent, -9). Die politische Stimmung in Deutschland ist zum Jahresauftakt sehr stabil. Die Union käme aktuell auf 33 Prozent (+1 Punkt im Vergleich zu Anfang Dezember). Für die Sozialdemokraten würden sich unverändert 21 Prozent der Wähler entscheiden. Auch AfD (13 Prozent), Grüne (11 Prozent) und FDP (9 Prozent) halten ihre Stimmenanteile stabil. Die Linke käme derzeit auf 9 Prozent (-1 Punkt).

 

Sollten die Bemühungen von Union und SPD um eine Regierungsbildung scheitern, blieben alternativ die Bildung einer CDU/CSU-Minderheitsregierung oder Neuwahlen. Aktuell spricht sich eine knappe Mehrheit der Deutschen (54 Prozent, +9) für Neuwahlen aus, 42 Prozent plädieren für eine Minderheitsregierung. Vor dem Auftakt der Sondierungsgespräche auf Bundesebene und der CSU-Klausurtagung in Kloster Seeon gehen zwei Drittel (69 Prozent) der Bürger davon aus, dass für die CSU der Wahlkampf in Bayern wichtiger ist als die Bildung einer stabilen Bundesregierung.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 60:40)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.006 Befragte
Sonntagsfrage: 1.506 Befragte

Erhebungszeitraum:2. bis 3. Januar 2018
Sonntagsfrage: 2. bis 3. Januar 2018

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de