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ARD-DeutschlandTREND

Juni 2018

USA/Nordkorea-Gipfel: Wenig Hoffnung in die Umsetzung der Vereinbarung

USA/Nordkorea-Gipfel: Wenig Hoffnung in die Umsetzung der Vereinbarung

Aus Sicht der Deutschen sorgt Trump für Verschärfung internationaler Konflikte

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Flüchtlingspolitik: Mehrheit findet Ankerzentren richtig

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Bewertung der Bundesregierung: Mehrheit weiter kritisch

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Politikerbewertung: Merkel weiter vorne

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Sonntagsfrage: Politische Stimmung weitgehend stabil

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Verhältnis zu Russland: Bürger wünschen sich Dialogbereitschaft von beiden Seiten

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Fußball-WM: Vergabe nach Russland stößt auf geteiltes Echo

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Russland: Mehrheit hält WM-Boykott deutscher Politiker für nicht angemessen, unterstützt aber Wirtschaftssanktionen

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Wirtschaftliche Sanktionen gegen Rußland

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Fußball-WM: Fast jeder Zweite sieht in Doping ein großes Problem

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Fußball-Weltmeisterschaft: Deutschland in der Favoritenrolle

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USA/Nordkorea-Gipfel: Wenig Hoffnung in die Umsetzung der Vereinbarung

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Aus Sicht der Deutschen sorgt Trump für Verschärfung internationaler Konflikte

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Flüchtlingspolitik: Mehrheit findet Ankerzentren richtig

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Bewertung der Bundesregierung: Mehrheit weiter kritisch

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Politikerbewertung: Merkel weiter vorne

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Sonntagsfrage: Politische Stimmung weitgehend stabil

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Verhältnis zu Russland: Bürger wünschen sich Dialogbereitschaft von beiden Seiten

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Fußball-WM: Vergabe nach Russland stößt auf geteiltes Echo

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Russland: Mehrheit hält WM-Boykott deutscher Politiker für nicht angemessen, unterstützt aber Wirtschaftssanktionen

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Wirtschaftliche Sanktionen gegen Rußland

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Fußball-WM: Fast jeder Zweite sieht in Doping ein großes Problem

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Fußball-Weltmeisterschaft: Deutschland in der Favoritenrolle

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Das Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un wird von einer großen Mehrheit der deutschen Wahlberechtigten positiv gesehen: 84 Prozent finden es gut, dass sich die beiden zu Gesprächen getroffen haben. Dass die bei dem Gipfel geschlossene Vereinbarung über eine vollständige atomare Abrüstung Nordkoreas in den nächsten Jahren umgesetzt wird, hält indes nur ein knappes Viertel (23 Prozent) für wahrscheinlich. Eine Mehrheit der Deutschen (72 Prozent) glaubt nicht an eine Realisierung des Abkommens. Auch wenn die Bürger das Treffen an sich positiv betrachten, haben sie einen sehr kritischen Blick auf die amerikanische Außenpolitik: 87 Prozent befürchten, dass Trumps Politik internationale Konflikte eher verschärft, 74 Prozent, dass sein Agieren Frieden und Sicherheit in der Welt gefährdet.

 

Mit dem Integrationsgipfel und dem Treffen zwischen Innenminister und Kanzlerin stand in dieser Woche die Asylpolitik auf der innenpolitischen Agenda. Einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung findet eine konsequentere Abschiebung abgelehnter Asylbewerber, die 86 Prozent der Deutschen richtig finden. Die Umstellung von Geld- auf Sachleistungen für Flüchtlinge befürworten 69 Prozent, die Verweigerung der Einreise für Flüchtlinge ohne Papiere 62 Prozent. Die Einrichtung von Ankerzentren für Flüchtlinge findet bei 61 Prozent der Bürger Zustimmung.

 

Nach wie vor blickt eine Mehrheit der Deutschen kritisch auf die schwarz-rote Bundesregierung. Im Juni sind 63 Prozent unzufrieden mit der Arbeit der Koalition aus Union und SPD, lediglich 37 Prozent zufrieden. Während knapp zwei Drittel der Unions-Anhänger die Regierung Merkel positiv sehen, kommen 62 Prozent der SPD-Anhänger zu einem kritischen Urteil. Trotz der Turbulenzen im In- und Ausland ist die politische Stimmung in Deutschland weitgehend stabil. Die CDU/CSU käme aktuell auf einen Stimmenanteil von 31 Prozent (-1 Prozentpunkt im Vergleich zu Anfang Mai). Die SPD hätte unverändert 18 Prozent in Aussicht. Die AfD würde erneut 15 Prozent erreichen. Die Grünen könnten konstant mit 13 Prozent rechnen, die Liberalen mit 8 Prozent. Etwas stärker als im Vormonat würde die Linke mit 10 Prozent (+1) abschneiden. Alle anderen Parteien kämen zusammen genommen auf 5 Prozent.

 

Im Verhältnis des Westens zum WM-Gastgeberland Russland wünschen sich die Bundesbürger größere Dialogbereitschaft auf beiden Seiten. Ähnlich wie im April dieses Jahres fordern neun von zehn Bürgern (93 Prozent), dass sich Russland stärker um einen Dialog mit dem Westen bemühen sollte. Fast ebenso viele (88 Prozent) sehen aber auch den Westen zum verstärkten Dialog in der Pflicht. Auf deutliche Kritik stößt der russische Präsident: 76 Prozent sind der Ansicht, dass Wladimir Putin jedes Mittel recht ist, um die russischen Interessen durchzusetzen. Dass sich Russland vom Westen bedroht fühlt, können 37 Prozent nachvollziehen.

 

Die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland stößt in Deutschland auf ein geteiltes Echo. Angesichts der Kritik an der Menschenrechtslage und den Einschränkungen der Pressefreiheit halten es 42 Prozent der Deutschen für falsch, dass die WM in Russland stattfindet. Ähnlich viele (45 Prozent) finden die WM-Vergabe an Russland hingegen richtig. Im Vergleich zur Situation vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi vor vier Jahren, ist die Kritik aber deutlich verhaltener (damals 34:57 Prozent). Ein Fernbleiben von Kanzlerin und deutschen Ministern von der WM fänden lediglich 26 Prozent angemessen, 69 Prozent nicht. Die nach der Annexion der Krim verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland halten hingegen 59 Prozent für angemessen ein, 34 Prozent für nicht angemessen.

 

Zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft sind die Bundesbürger sehr zuversichtlich, dass Deutschland seinen Weltmeister-Titel verteidigen kann: 42 Prozent der Deutschen sehen die deutsche Nationalelf als Titelfavorit. Damit liegt das Team von Joachim Löw deutlich vor Brasilien, dem 11 Prozent den Titelgewinn zutrauen, sowie vor Spanien (9 Prozent) und Frankreich (7 Prozent).

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.006 Befragte
Fragen zu USA/Nordkorea-Gipfel: 993 Befragte
Sonntagsfrage: 1.506 Befragte

Erhebungszeitraum:11. bis 12. Juni 2018
Fragen zu USA/Nordkorea-Gipfel: 12. bis 13. Juni 2018
Sonntagsfrage: 11. bis 13. Juni 2018

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de