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ARD-DeutschlandTREND

März 2018

Knappe Mehrheit bewertet schwarz-rote Koalition kritisch

Knappe Mehrheit bewertet schwarz-rote Koalition kritisch

Parteiprofile: Mehrheit bezweifelt Regierungsfähigkeit der SPD

Parteiprofile: Mehrheit bezweifelt Regierungsfähigkeit der SPD

Parteiprofil SPD

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Unions-Anhänger halten die Positionierung der CDU mehrheitlich für richtig

Unions-Anhänger halten die Positionierung der CDU mehrheitlich für richtig

Beim Scheitern von Schwarz-Rot: knappe Mehrheit für Neuwahl

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Sonntagsfrage: SPD legt nach Rekordtief wieder zu

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Mehrheit der Bürger würde sich aus Überzeugung für ihre Partei entscheiden

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Politikerbewertung: Gabriel vor Merkel, Kramp-Karrenbauer mit guter Bewertung und Bekanntheitsdefiziten

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Bürger uneins über weitere Amtszeit Merkels

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Profil Merkel: Rückhalt in der eigenen Partei geringer als im Januar

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Knappe Mehrheit bewertet schwarz-rote Koalition kritisch

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Parteiprofile: Mehrheit bezweifelt Regierungsfähigkeit der SPD

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Parteiprofil SPD

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Unions-Anhänger halten die Positionierung der CDU mehrheitlich für richtig

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Beim Scheitern von Schwarz-Rot: knappe Mehrheit für Neuwahl

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Sonntagsfrage: SPD legt nach Rekordtief wieder zu

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Mehrheit der Bürger würde sich aus Überzeugung für ihre Partei entscheiden

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Politikerbewertung: Gabriel vor Merkel, Kramp-Karrenbauer mit guter Bewertung und Bekanntheitsdefiziten

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Bürger uneins über weitere Amtszeit Merkels

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Profil Merkel: Rückhalt in der eigenen Partei geringer als im Januar

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Am kommenden Sonntag wird sich mit der Bekanntgabe des Ergebnisses der SPD-Mitgliederbefragung entscheiden, ob es zur Bildung einer Koalition von CDU/CSU und Sozialdemokraten kommt. In der Bevölkerung stößt dieses Bündnis wie bereits in den Vormonaten auf ein eher verhaltenes Urteil: 46 Prozent befürworten ein Bündnis aus Union und Sozialdemokraten, 52 Prozent stehen einer Neuauflage von Schwarz-Rot hingegen skeptisch gegenüber.

In Folge der inhaltlichen und personellen Debatten in der SPD hat das Image der Partei deutlichen Schaden genommen. Aktuell halten 35 Prozent der Wahlberechtigten die SPD für glaubwürdig, im August 2014 waren es noch 58 Prozent.  Lediglich ein knappes Fünftel (18 Prozent) hält die SPD für geschlossen, drei Viertel (78 Prozent) konstatieren fehlende Geschlossenheit. Für 43 Prozent hat die SPD die richtigen Konzepte, um die wichtigen Probleme des Landes zu lösen, eine Mehrheit (55 Prozent) sieht jedoch auch inhaltliche Schwächen. Am ehesten überzeugt die SPD durch Bürgernähe: 57 Prozent der Bürger vertreten die Ansicht, dass die SPD die Sorgen und Nöte der Menschen versteht. In Summe bezweifelt eine Mehrheit (58 Prozent) die Regierungsfähigkeit der Partei, 40 Prozent halten sie für regierungsfähig. Die CDU profiliert sich aus Sicht der Bürger insbesondere durch Regierungsfähigkeit (75 Prozent) und Geschlossenheit (60 Prozent). Gut die Hälfte (53 Prozent) hält die CDU auch für glaubwürdig. Inhaltlich-konzeptionell überzeugt die CDU knapp die Hälfte der Bevölkerung (47 Prozent), die andere Hälfte (50 Prozent) findet nicht, dass die CDU die richtigen Konzepte für die Lösung der wichtigsten Probleme des Landes hat. Leichte Defizite hat die CDU in punkto Bürgernähe (43:55 Prozent).

Im Zuge der Diskussion um eine konservative Wende und eine Verjüngung der CDU hat sich die designierte Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer gegen eine stärker konservative Ausrichtung der Partei ausgesprochen. Ihre Position findet bei mehr als der Hälfte der Unions-Anhänger Anklang: 56 Prozent der Anhänger finden, die CDU sei mit ihren heutigen politischen Positionen genau richtig aufgestellt. Unter den CDU-Anhängern, die sich eine andere inhaltliche Positionierung wünschen, hält etwa ein Fünftel die CDU aktuell für zu konservativ (21 Prozent), ähnlich viele (19 Prozent) würden eine konservativere Ausrichtung bevorzugen.

Sollte ein schwarz-rotes Regierungsbündnis an einem Nein der SPD-Mitglieder scheitern, würden derzeit 45 Prozent einer Minderheitsregierung den Vorzug geben. Die Befürworter von Neuwahlen sind allerdings mit 52 Prozent knapp in der Mehrheit.

Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, käme die CDU/CSU auf einen Stimmenanteil von 34 Prozent (+1 Punkt gegenüber dem ARD-DeutschlandTREND EXTRA Mitte Februar). Die SPD würde derzeit 18 Prozent erreichen (+2). Drittstärkste Kraft wäre nach wie vor die AfD mit unverändert 15 Prozent. Während die FDP stabil bei 9 Prozent liegt, verlieren sowohl die Grünen (11 Prozent) als auch die Linke (9 Prozent) jeweils 2 Punkte.

Falls die SPD-Mitglieder für den Koalitionsvertrag mit der Union stimmen, geht Angela Merkel in ihre vierte Amtszeit als Kanzlerin. Die Hälfte der Deutschen fände das sehr gut bzw. gut (51 Prozent), die andere Hälfte weniger gut bzw. schlecht (49 Prozent).

Auch wenn nach der Vorstellung der CDU-Kabinettsmitglieder die parteiinterne Kritik an Merkels politischem Kurs weitgehend verklungen ist, hat diese Debatte Spuren hinterlassen: Aktuell sind 56 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Angela Merkel ihre Partei hinter sich hat – ein Minus von 11 Punkten gegenüber Mitte Januar. Auch ein Viertel der eigenen Anhängerschaft sieht bei diesem Aspekt Defizite.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.002 Befragte
Sonntagsfrage: 1.502 Befragte

Erhebungszeitraum:26. bis 27. Februar 2018
Sonntagsfrage: 26. bis 28. Februar 2018

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de