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ARD-DeutschlandTREND

Oktober 2018

Regierungszufriedenheit geht zurück

Regierungszufriedenheit geht zurück

Deutlicher Ansehensverlust für alle drei Regierungsparteien

Deutlicher Ansehensverlust für alle drei Regierungsparteien

Mehr als 80 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit dem Diesel-Kompromiss

Mehr als 80 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit dem Diesel-Kompromiss

Bürger machen vor allem Merkel für Zustand der Bundesregierung verantwortlich

Bürger machen vor allem Merkel für Zustand der Bundesregierung verantwortlich

Politikerbewertung: Horst Seehofer im Ansehenstief

Politikerbewertung: Horst Seehofer im Ansehenstief

Sonntagsfrage: Union und SPD im Rekordtief

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Zukunft der Kohle: Klimaschutz am wichtigsten

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Drei Viertel fordern mehr Engagement der Bundesregierung für Klimaschutz

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Mehr als zwei Drittel befürworten Zuwanderungsgesetz

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Sehr positive Einschätzung der wirtschaftliche Lage

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Gut jeder Zweite macht Gerechtigkeitslücke aus

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Regierungszufriedenheit geht zurück

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Deutlicher Ansehensverlust für alle drei Regierungsparteien

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Mehr als 80 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit dem Diesel-Kompromiss

Mehr als 80 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit dem Diesel-Kompromiss

Bürger machen vor allem Merkel für Zustand der Bundesregierung verantwortlich

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Politikerbewertung: Horst Seehofer im Ansehenstief

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Sonntagsfrage: Union und SPD im Rekordtief

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Zukunft der Kohle: Klimaschutz am wichtigsten

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Drei Viertel fordern mehr Engagement der Bundesregierung für Klimaschutz

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Mehr als zwei Drittel befürworten Zuwanderungsgesetz

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Sehr positive Einschätzung der wirtschaftliche Lage

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Gut jeder Zweite macht Gerechtigkeitslücke aus

Gut jeder Zweite macht Gerechtigkeitslücke aus

Die schwarz-rote Bundesregierung steckt in einer anhaltenden Ansehenskrise, der Abwärtstrend hat sich bei den Regierungsparteien im vergangenen Monat fortgesetzt. In der Sonntagsfrage verzeichnen sowohl Union als auch SPD erneut Tiefstwerte in der Geschichte des ARD-DeutschlandTRENDs. Für die bevorstehenden Landtagswahlen in Bayern am kommenden Sonntag und zwei Wochen später in Hessen gibt es aus der Bundespolitik keinen Rückenwind für Union und SPD  - ganz im Gegenteil. Derzeit käme die Union auf einen Stimmenanteil von 26 Prozent (-3 Punkte gegenüber September). Die SPD verliert ebenfalls 3 Prozentpunkte und liegt nur noch bei 15 Prozent. Von den Verlusten der Regierungsparteien profitieren vor allem die Grünen, die sich auf 17 Prozent (+3) verbessern – ihr bester Wert seit März 2013. Die AfD käme wie im Vormonat auf 16 Prozent. Auch die Linkspartei ist stabil (10 Prozent), während die FDP mit einem Plus von 2 Punkten zur Linken aufschließt (10 Prozent).

Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung spiegelt sich auch in der Bewertung einzelner Politikfelder und Maßnahmen: 82 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind unzufrieden mit den Bemühungen der Bundesregierung bei der Nachrüstung und dem Umtausch älterer Dieselfahrzeuge. Und auch in einer Reihe weiterer Politikfelder überwiegt die kritische Bewertung der Regierungsarbeit teils sehr deutlich. Dies gilt in besonderem Maße bei den Anstrengungen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums (16 Prozent zufrieden:78 Prozent unzufrieden) und in der Klimapolitik (23:73 Prozent). Eine große Mehrheit der Deutschen fordert denn auch ein stärkeres Engagement der Bundesregierung für den Klimaschutz (74 Prozent). Mehrheitlich zufrieden äußern sich die Bürger mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung (59:37 Prozent) – wenig überraschend angesichts der guten wirtschaftlichen Lage, die auch von 77 Prozent der Bevölkerung so eingeschätzt wird.

In der Summe ist aber lediglich ein Viertel der Deutschen (24 Prozent) mit der Arbeit der Koalition zufrieden – ein Minus von 7 Punkten gegenüber dem Vormonat.

Anders als im Juli – als die beiden Unionsparteien nach ihrem Asylstreit Ansehensverluste hinnehmen mussten – erfasst der aktuelle Vertrauensverlust auch die Sozialdemokraten. Über die Arbeit der Sozialdemokraten äußern sich derzeit nur noch 27 Prozent positiv – ein deutliches Minus von 11 Punkten. Mit der Arbeit der CDU in der Bundesregierung ist nur ein gutes Viertel aller Deutschen (28 Prozent) zufrieden, ein Minus von 8 Punkten gegenüber Juli. Im Vergleich zu September 2017 kurz vor der Bundestagswahl ist die Zufriedenheit mit der von Angela Merkel geführten Partei damit um 23 Prozentpunkte abgesackt. Die Schwesterpartei CSU steht aus bundesweiter Perspektive allerdings noch stärker in der Kritik: Nur noch 17 Prozent bewerten ihre Regierungsleistung wohlwollend (-3 im Vergleich zu Juli).

Aus Sicht der Bürger sind in erster Linie die Vorsitzenden der Unionsparteien für das schlechte Erscheinungsbild des Berliner Kabinetts verantwortlich. 56 Prozent schreiben die Haupt-Verantwortung dafür der Regierungschefin Angela Merkel zu. Knapp ein Drittel (31 Prozent) macht in erster Linie Horst Seehofer für das geringe Ansehen der Koalition verantwortlich. Nur 2 Prozent sehen die Schuld am aktuellen Zustand der Bundesregierung bei SPD-Chefin Andrea Nahles. In der direkten Bewertung ihrer politischen Arbeit verzeichnet aber auch Nahles (30 Prozent, -5) leichte Verluste bei ihrer ohnehin schon mäßigen Bewertung. Ähnlich gilt dies für Merkel (44 Prozent zufrieden, -2), während Seehofer in Folge eines deutlichen Ansehensverlustes nur noch von 22 Prozent (-12) der Deutschen gute Noten bekommt - sein niedrigster Wert im ARD-DeutschlandTREND.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.008 Befragte
Sonntagsfrage: 1.508 Befragte

Erhebungszeitraum:8. bis 9. Oktober 2018
Sonntagsfrage: 8. bis 10. Oktober 2018

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de