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ARD-DeutschlandTREND

Februar 2019

SPD-Sozialstaatsreformen: Zustimmung bis ins Unions-Lager

SPD-Sozialstaatsreformen: Zustimmung bis ins Unions-Lager

Altersversorgung: weniger als die Hälfte setzt auf Union und SPD, jeder zweite Er-werbstätige fühlt sich nicht angemessen abgesichert

Altersversorgung: weniger als die Hälfte setzt auf Union und SPD, jeder zweite Er-werbstätige fühlt sich nicht angemessen abgesichert

Absicherung im Alter

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Mehrheit der SPD-Anhänger erwartet Rückenwind von Reformvorschlägen

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Politikerbewertung: Nahles im Tief, von der Leyen stürzt ab

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Rückläufige Regierungszufriedenheit

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Sonntagsfrage Bundestagswahl: SPD legt leicht zu

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Sonntagsfrage Europawahl: Union vor Grünen und SPD

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Breite Mehrheit bedauert EU-Austritt Großbritanniens

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Brexit rückt Vorteile der deutschen EU-Mitgliedschaft ins Bewusstsein

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EU-Mitgliedschaft Deutschlands: Vor- oder Nachteile?
Zeitverlauf

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Mehrheit wünscht Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit

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Außenpolitische Partner: Vertrauen zu Frankreich, Skepsis gegenüber Supermächten

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Vertrauenswürdige Partner für Deutschland
Zeitverlauf

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Vier von zehn sehen Frieden und Sicherheit in Europa bedroht

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SPD-Sozialstaatsreformen: Zustimmung bis ins Unions-Lager

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Altersversorgung: weniger als die Hälfte setzt auf Union und SPD, jeder zweite Er-werbstätige fühlt sich nicht angemessen abgesichert

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Absicherung im Alter

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Mehrheit der SPD-Anhänger erwartet Rückenwind von Reformvorschlägen

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Politikerbewertung: Nahles im Tief, von der Leyen stürzt ab

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Rückläufige Regierungszufriedenheit

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Sonntagsfrage Bundestagswahl: SPD legt leicht zu

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Sonntagsfrage Europawahl: Union vor Grünen und SPD

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Breite Mehrheit bedauert EU-Austritt Großbritanniens

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Brexit rückt Vorteile der deutschen EU-Mitgliedschaft ins Bewusstsein

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EU-Mitgliedschaft Deutschlands: Vor- oder Nachteile?
Zeitverlauf

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Mehrheit wünscht Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit

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Außenpolitische Partner: Vertrauen zu Frankreich, Skepsis gegenüber Supermächten

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Vertrauenswürdige Partner für Deutschland
Zeitverlauf

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Vier von zehn sehen Frieden und Sicherheit in Europa bedroht

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Die SPD bestimmt mit ihrem Vorstoß zu einem erneuerten Sozialstaat zu Wochenbeginn die Schlagzeilen. Trotz der Kritik an den damit verbundenen Zusatzkosten stoßen viele SPD-Einzelvorschläge auf breite Zustimmung. Eine verlängerte Auszahlung des Arbeitslosengeldes I weist nach Ansicht von 82 Prozent der Bundesbürger in die richtige Richtung. Ähnlich viele unterstützen einen höheren gesetzlichen Mindestlohn. Auch die Einführung einer bedarfsunabhängigen Grundrente für Geringverdiener findet Rückhalt: Zwei Drittel bewerten diesen Vorschlag als grundsätzlich richtig. Diese Vorschläge finden jeweils auch Mehrheiten unter den Unions-Anhängern. Die Erwartungen der Bürger an zukunftsfeste und faire Alterssicherungssysteme gehen aber offensichtlich über Grundrentenmodelle für Bedürftige weit hinaus: Mit ihren Konzepten zur langfristigen Sicherung der Altersversorgung überzeugt die SPD wie die Union jeweils nur ein knappes Viertel der Wahlberechtigten. Vier von zehn setzen bei Rentenfragen derzeit auf überhaupt keine Partei. Mit dieser insgesamt mäßigen rentenpolitischen Kompetenzzuschreibung einher geht die verbreitete Sorge über eine nur ungenügende persönliche Alterssicherung. So fühlt sich gut jeder zweite Erwerbstätige für das Rentenalter nicht ausreichend abgesichert.

 

Von der aktuellen sozialpolitischen Profilierung erhoffen sich die SPD-Anhänger Rückenwind für die eigene Partei. 60 Prozent der SPD-Anhänger gehen davon aus, dass ihre Partei vom neuen Sozialstaatskonzept profitieren wird. In der aktuellen bundespolitischen Stimmung legt die SPD gegenüber dem Vormonat um 2 Punkte auf 17 Prozent zu. Die Union käme wie zum Jahresbeginn auf 29 Prozent, die Grünen hätten bei einer Bundestagswahl derzeit 19 Prozent in Aussicht, 1 Punkt weniger als im Vormonat. Die AfD gibt ebenfalls 1 Punkt ab und käme auf 13 Prozent. Die FDP würde 9 Prozent erzielen (+/-0), die Linke 8 Prozent (-1).

 

Am 26. Mai findet die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Bei einer Europawahl zum jetzigen Zeitpunkt würde die Union zwar wie bei allen vorangegangenen Europawahlen als stärkste Kraft durchs Ziel gehen, mit 33 Prozent der Wählerstimmen jedoch ihr schlechtestes Europawahlergebnis einfahren. Zweitstärkste Partei würden die Grünen mit 19 Prozent, dicht gefolgt von der SPD, die auf 18 Prozent käme. Die Grünen würden sich gegenüber der letzten Europawahl 2014 fast verdoppeln und ein neues Rekordergebnis einfahren. Die SPD müsste dagegen mit Rekordverlusten und einen neuen Negativrekord rechnen. Viertstärkste Kraft würde die AfD mit aktuell 10 Prozent, gefolgt von FDP (7 Prozent) und Linken (6 Prozent). Während die Liberalen sich gegenüber 2014 deutlich verbessern würden, bliebe die Linke leicht hinter ihrem letzten Europawahlergebnis zurück. Alle anderen Parteien würden zusammen 7 Prozent erzielen, wobei alle Einzelparteien momentan jeweils unter 3 Prozent liegen. Wegen der bei Europawahlen fehlenden Sperrklausel haben auch Parteien mit einem Stimmenanteil von 1 Prozent und weniger Chancen auf einen Sitz im Europaparlament.

 

Bei der Europawahl Ende Mai wird Großbritannien aller Voraussicht nach erstmals nicht mit von der Partie sein. In Deutschland bedauern 79 Prozent der Bürger den Austritt Großbritanniens aus der EU. Die Haltung der Deutschen zum EU-Austritt Großbritanniens hat sich damit seit dem Brexit-Referendum von 2016 nicht wesentlich verändert. Die Debatte um den Brexit und seine vertragliche Ausgestaltung befördert offenbar ein europafreundliches Klima in Deutschland. Die Hälfte der Bundesbürger und damit deutlich mehr als im letzten Jahr sieht aktuell in der EU-Mitgliedschaft Deutschlands eher Vorteile.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.003 Befragte
Sonntagsfrage: 1.503 Befragte

Erhebungszeitraum:11. bis 12. Februar 2019
Sonntagsfrage: 11. bis 13. Februar 2019

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de