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ARD-DeutschlandTREND

Juni 2019

Sonntagsfrage: CDU/CSU und SPD mit Tiefstständen, Grüne auf Platz Eins

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Antworten auf Zukunftsfragen: Grüne überzeugen am ehesten

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Ansichten zu CDU und SPD: zu wenig bei den Themen der Bürger

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Politikerzufriedenheit: Kramp-Karrenbauer verliert, Habeck und Baerbock mit deutlichen Zugewinnen

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Zufriedenheit mit der Bundesregierung sackt ab

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Grundrente: Vorhaben kommt partei- und generationenübergreifend an, Bedürftigkeitsprüfung umstritten

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Westliche Staatenlenker: Zustimmung für Macron, Kritik an May, Absage an Trump

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Außenpolitische Einstellungen

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Antworten auf Zukunftsfragen: Grüne überzeugen am ehesten

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Ansichten zu CDU und SPD: zu wenig bei den Themen der Bürger

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Westliche Staatenlenker: Zustimmung für Macron, Kritik an May, Absage an Trump

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Außenpolitische Einstellungen

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Das Europawahlergebnis vom 26. Mai wirkt in der bundespolitischen Stimmung massiv nach. Bei einer Bundestagswahl zum jetzigen Zeitpunkt käme die CDU/CSU auf 25 Prozent (-3), die SPD auf 12 Prozent (-6), für beide Parteien jeweils historische Tiefstände im DeutschlandTREND für ARD-Tagesthemen und DIE WELT. Die Grünen verbessern sich deutlich und liegen mit 26 Prozent (+6) erstmals im ARD-DeutschlandTREND vorn. Die AfD zieht mit 13 Prozent (+1) wie zuletzt im Oktober 2018 an den Sozialdemokraten vorbei. Die FDP liegt bei unverändert 8 Prozent. Die Linke verliert und käme auf 7 Prozent (-2), der niedrigste Wert für die Partei seit Mai 2017. Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 9 Prozent (+4).  

Den Grünen kommt zugute, dass ihnen nicht zuletzt aufgrund ihres Umwelt- und Klimaschutzschwerpunktes die Beantwortung von Zukunftsfragen aktuell am ehesten zugetraut wird (27 Prozent). Die momentane Stärke der Grünen ist allerdings nicht nur hausgemacht und einem für sie positiven Themenkontext geschuldet. Die Partei profitiert in der aktuellen Stimmung von einem massiv angeschlagenen Erscheinungsbild der Berliner Koalitionsparteien. Etwa drei Viertel der Bundesbürger werfen jeweils CDU und SPD vor, sich zu wenig um Themen zu kümmern, die den Bürgern wirklich wichtig sind. Hinzu kommen Defizite bei der Vermittlung eigener Positionen und in der personellen Aufstellung, bei den Sozialdemokraten wesentlich stärker als bei den Christdemokraten. So fällt es sieben von zehn Deutschen schwer zu erkennen, für welche Inhalte die SPD momentan steht. Acht von zehn Bundesbürgern sehen bei der SPD einen Mangel an gutem Führungspersonal – ein Urteil, das auch Andrea Nahles miteinschließen dürfte. Deren Rücktritt vom Partei- und Fraktionsvorsitz findet bei zwei Dritteln der Bundesbürger wie der SPD-Anhänger Zustimmung. 57 Prozent der Bundesbürger legen den Sozialdemokraten in der aktuellen Situation nahe, die Regierungskoalition mit der Union zu verlassen. Eine Position, die auch sechs von zehn SPD-Anhängern vertreten. Mit personellen Schwierigkeiten sieht sich aktuell auch die Union konfrontiert. Angela Merkel führt zwar weiterhin die Liste der populärsten Bundespolitiker an. Die CDU-Parteivorsitzende und mögliche Nachfolgerin im Kanzleramt Annegret Kramp-Karrenbauer aber verliert innerhalb eines Monats deutlich an Rückhalt in der Bevölkerung. Nur jeder vierte Bundesbürger äußert sich gegenwärtig zufrieden zu ihrer Arbeit, der niedrigste Wert für die CDU-Parteivorsitzende im ARD-DeutschlandTREND. Zugleich bestehen Zweifel, ob die Politikerin dem Kanzleramt gewachsen sei. Lediglich 13 Prozent der Bundesbürger und nur 27 Prozent der Unions-Anhänger sind überzeugt, dass Annegret Kramp-Karrenbauer eine gute Bundeskanzlerin wäre.

Das aktuell kritische Erscheinungsbild von Union und SPD prägt die Wahrnehmung auch der Berliner Koalition insgesamt. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung geht zum Vormonat deutlich zurück. Äußerten sich Anfang Mai noch vier von zehn Bundesbürgern zufrieden zur Arbeit der Bundesregierung, gelangen aktuell 28 Prozent zu einem positiven Urteil, der niedrigste Wert im ARD-DeutschlandTrend seit vergangenen November. Die deutliche Kritik an der schwarz-roten Bundesregierung bedeutet allerdings keine Ablehnung aktueller Regierungsprojekte. So weist der Plan, Niedrigverdiener über eine Grundrente im Alter finanziell besser zu stellen, für 82 Prozent der Bundesbürger in die richtige Richtung. Allerdings sind Detailfragen wie eine Prüfung der Bedürftigkeit nicht nur unter den Berliner Koalitionspartnern, sondern auch unter den Bundesbürgern umstritten: Von den Unterstützern einer Grundrente spricht sich die eine Hälfte für eine Bedürftigkeitsprüfung bei der Grundrente aus, die andere Hälfte ist dagegen.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 60:40)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.000 Befragte
Sonntagsfrage: 1.500 Befragte

Erhebungszeitraum:03. bis 04. Juni 2019
Sonntagsfrage: 03. bis 05. Juni 2019

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Roberto Heinrich

Senior Projektleiter Meinungs- und Wahlforschung

roberto.heinrich @remove-this.infratest-dimap.de