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ARD-DeutschlandTREND

Mai 2019

Interesse an der Europawahl deutlich höher als 2014

Interesse an der Europawahl deutlich höher als 2014

Sonntagsfrage Europawahl: SPD und Grüne gleichauf

Sonntagsfrage Europawahl: SPD und Grüne gleichauf

Direktwahl Kommissionspräsident: Weber knapp vor Timmermans

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Knapp die Hälfte der Deutschen sieht Vorteile in EU-Mitgliedschaft

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Jeder zweite Deutsche will Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit

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Wirtschaft und Sicherheit sind zentrale Vorteile der EU

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Klimaschutz: Mehrheit sieht großen Handlungsbedarf in Deutschland

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Klimawandel: Bürger halten Einschränkungen des Lebensstils für notwendig

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Einführung einer CO2-Steuer: Ablehnung überwiegt

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Bekämpfung des Klimawandels am besten bei den Grünen aufgehoben

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Zufriedenheit mit Bundesregierung gestiegen

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Politikerbewertung: Merkel auf Platz 1, Kramp-Karrenbauer verliert

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Sonntagsfrage Bundestagswahl: Bundesregierung weiter ohne Mehrheit

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Interesse an der Europawahl deutlich höher als 2014

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Sonntagsfrage Europawahl: SPD und Grüne gleichauf

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Direktwahl Kommissionspräsident: Weber knapp vor Timmermans

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Knapp die Hälfte der Deutschen sieht Vorteile in EU-Mitgliedschaft

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Jeder zweite Deutsche will Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit

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Wirtschaft und Sicherheit sind zentrale Vorteile der EU

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Klimaschutz: Mehrheit sieht großen Handlungsbedarf in Deutschland

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Klimawandel: Bürger halten Einschränkungen des Lebensstils für notwendig

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Einführung einer CO2-Steuer: Ablehnung überwiegt

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Bekämpfung des Klimawandels am besten bei den Grünen aufgehoben

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Zufriedenheit mit Bundesregierung gestiegen

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Politikerbewertung: Merkel auf Platz 1, Kramp-Karrenbauer verliert

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Sonntagsfrage Bundestagswahl: Bundesregierung weiter ohne Mehrheit

Sonntagsfrage Bundestagswahl: Bundesregierung weiter ohne Mehrheit

Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Europawahl ist deutlich größer als vor fünf Jahren. Aktuell gibt gut die Hälfte (53 Prozent) an, sich sehr stark oder stark für die Europawahl zu interessieren. Dreieinhalb Wochen vor der Wahl 2014 waren das 35 Prozent. Wäre bereits am nächsten Sonntag Europawahl, käme die Union auf einen Stimmenanteil von 29 Prozent – ein Minus von 1 Punkt im Vergleich zum Vormonat. Die SPD legt zwei Punkte zu und würde derzeit 19 Prozent erreichen. Die Sozialdemokraten liegen damit gleichauf mit den Grünen (19 Prozent) und es ist noch offen, wer Ende Mai zweitstärkste Kraft wird. Während die AfD einen Punkt verliert und nur noch auf 10 Prozent käme, halten Linke und die FDP ihre Wähleranteile stabil (jeweils 7 Prozent).

Die Zugehörigkeit der Bundesrepublik zur europäischen Staatengemeinschaft sehen 46 Prozent als vorteilhaft an. Für knapp vier von zehn (37 Prozent) halten sich Vor- und Nachteile die Waage. Rund jeder Siebte (14 Prozent) sieht eher Nachteile in der deutschen EU-Mitgliedschaft. Mit Ausnahme der in ihren Wurzeln eurokritischen AfD ist der Blick auf die Europäische Union in allen Parteianhängerschaften überwiegend positiv. Damit einher geht der Wunsch nach einer verstärkten Zusammenarbeit der europäischen Länder (52 Prozent). Gut ein Viertel (27 Prozent) spricht sich dafür aus, wieder stärker alleine zu handeln und Zuständigkeiten von der EU zurückzuholen – darunter auch eine Mehrheit der AfD-Anhänger.  Zwei zentrale Vorteile der Europäischen Union liegen aus Sicht der Bundesbürger in den Bereichen Wirtschaft und Sicherheit. Es ist allerdings immer noch eine gewisse Distanz spürbar: die Hälfte der Bundesbürger (49 Prozent) gibt an, die Funktionsweise der Europäischen Union in Brüssel nicht zu durchschauen.

Beim Klimaschutz sieht eine breite Mehrheit (81 Prozent) sehr großen oder großen Handlungsbedarf in Deutschland. Für knapp ein Fünftel (17 Prozent) besteht diese Notwendigkeit nicht oder nur in geringem Umfang. Den mit Abstand größten Handlungsbedarf sehen die Anhänger der Grünen, während die Anhängerschaft der AfD mehrheitlich gegenteiliger Auffassung sind. Dass das Thema Klimaschutz zur Zeit so viel Aufmerksamkeit bekommt, findet eine große Mehrheit der Deutschen (79 Prozent) gut. Auch äußert das Gros der Bürgerinnen und Bürger (85 Prozent) die Ansicht, dass der Klimawandel ohne Einschränkungen in unserem Lebensstil nicht gestoppt werden kann. Allerdings sehen zwei Drittel (68 Prozent) hier eher die Industrie als den einzelnen Konsumenten in der Pflicht. Grundsätzlich sind viele Bundesbürger (81 Prozent) der Auffassung, dass Deutschland gerade beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen sollte. Die Einführung einer CO2-Steuer, die den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids verringern soll, lehnt eine deutliche Mehrheit (62 Prozent) allerdings ab. Obwohl in den vergangenen zehn Jahren verschiedene internationale Abkommen zur Bekämpfung des Klimawandels geschlossen wurden und sich auch Deutschland verpflichtet hat, den Treibhausgasausstoß deutlich zu senken, sind die Bundesbürger durchaus skeptisch, ob dies gelingen kann. Im Vergleich zu 2009 hat sich der Anteil derer, die bezweifeln, dass überhaupt eine politische Kraft in der Lage ist, den Klimawandel in den Griff zu bekommen, mehr als verdoppelt (37  Prozent, +20). Diejenigen, die einer Partei zutrauen, den Klimawandeln zu stoppen, setzen in aller Regel auf die Grünen (40 Prozent, -17). Alle anderen Parteien genießen – selbst in der eigenen Parteianhängerschaft – deutlich weniger Vertrauen in Sachen Klimaschutz.

In der aktuellen bundespolitischen Stimmung sind nur leichte Veränderungen zu verzeichnen. Die Union käme aktuell auf einen Stimmenanteil von 28 Prozent – ein leichtes Minus von 1 Punkt im Vergleich zum April. Die SPD verbessert sich etwas und würde derzeit 18 Prozent (+1) erreichen. Wären diese Werte Ergebnis eines Urnengangs, hätte die aktuelle Regierung keine Mehrheit im Bundestag. Für die Grünen würden sich wie im April 20 Prozent entscheiden – sie wären damit weiterhin zweitstärkste Kraft. Auch die AfD bleibt konstant bei 12 Prozent. Während die Linke ihren Stimmenanteil leicht ausbauen kann (9 Prozent, +1), verliert FDP etwas an Zustimmung (8 Prozent, -1).

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 60:40)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.005 Befragte
Sonntagsfrage: 1.505 Befragte

Erhebungszeitraum:29. bis 30. April bis 2019
Sonntagsfrage: 29. bis 30. April 2019

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de