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ARD-DeutschlandTREND

Oktober 2019

Handlungsbedarf beim Klimaschutz

Handlungsbedarf beim Klimaschutz

Wenig Unterstützung für Klimaproteste

Wenig Unterstützung für Klimaproteste

Klimapaket der Bundesregierung: große Unterschiede bei Parteianhängern

Klimapaket der Bundesregierung: große Unterschiede bei Parteianhängern

Klimapaket der Bundesregierung: Widerstand gegen CO2-Abgabe

Klimapaket der Bundesregierung: Widerstand gegen CO2-Abgabe

Aussagen zum Klimaverhalten

Aussagen zum Klimaverhalten

EU-Türkei-Abkommen: umstritten, wenig Zuspruch für Nachbesserungen

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Mittelmeerflüchtlinge: Zuspruch für Seehofer-Vorschlag

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Politikerzufriedenheit: Seehofer gewinnt Sympathien

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Regierungsarbeit: zwei Drittel üben weiterhin Kritik

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Sonntagsfrage: Union auf höchsten Wert seit Mai 2019

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Handlungsbedarf beim Klimaschutz

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Wenig Unterstützung für Klimaproteste

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Klimapaket der Bundesregierung: große Unterschiede bei Parteianhängern

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Klimapaket der Bundesregierung: Widerstand gegen CO2-Abgabe

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Aussagen zum Klimaverhalten

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EU-Türkei-Abkommen: umstritten, wenig Zuspruch für Nachbesserungen

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Mittelmeerflüchtlinge: Zuspruch für Seehofer-Vorschlag

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Politikerzufriedenheit: Seehofer gewinnt Sympathien

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Regierungsarbeit: zwei Drittel üben weiterhin Kritik

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Sonntagsfrage: Union auf höchsten Wert seit Mai 2019

Sonntagsfrage: Union auf höchsten Wert seit Mai 2019

In dieser Woche organisiert die Aktivistengruppe „Extinction Rebellion“ weltweit Proteste für einen besseren Klimaschutz, darunter auch in Berlin. Das Grundanliegen der globalen Klimaschützer stellt die Mehrheit der Deutschen nicht in Frage. 81 Prozent sehen beim Klimaschutz sehr großen bzw. großen Handlungsbedarf. Klimaproteste, die wie bei „Extinction Rebellion“ Norm- und Gesetzesverstöße miteinschließen, finden allerdings nur wenig Zuspruch: Straßenblockaden hält nur jeder Vierte für gerechtfertigt. Schülerdemonstrationen wie von „Fridays for Future“ finden eine größere Akzeptanz, stoßen jedoch ebenfalls auf Widerspruch: 63 Prozent unterstützen es nicht, wenn Schüler vom Unterricht fern bleiben, um an Klimaschutz-Demonstrationen teilzunehmen.

Sowenig die Mehrheit der Deutschen den klimapolitischen Handlungsbedarf anzweifelt, die Urteile zu den aktuellen Anstrengungen der Bundespolitik gehen auseinander. Die eine Hälfte der Wahlberechtigten hält das Klimapaket der Bundesregierung für nicht ausreichend. Die andere Hälfte hält es für angemessen oder aber bereits für zu weitgehend. Die Skepsis der Bevölkerung gegenüber einer CO2-Abgabe auf Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas ist nach wie vor groß. Das Kernstück des Klimapaktes geht für 57 Prozent der Bundesbürger in die falsche Richtung. Maßnahmen zur Abfederung der Klimapolitik stoßen dagegen auf Zuspruch, allem voran die in Aussicht gestellten Preissenkungen für Bahnfahrkarten im Fernverkehr.

Neben dem Klimaschutz gilt die Migration als eines der großen globalen Themen unserer Zeit. Um Wanderungsströme zu begrenzen, hat die EU im März 2016 mit der Türkei ein Flüchtlingsabkommen geschlossen. In den vergangenen drei Jahren hat das EU-Türkei-Abkommen merklich an Akzeptanz gewonnen. Es ist unter den Deutschen aber umstritten. Zugleich gibt es nur wenig Zuspruch für Nachbesserungen. Ein Drittel ist der Meinung, die EU sollte der Türkei zusätzliche Unterstützung anbieten, um das Abkommen aufrechtzuerhalten. Mehr als die Hälfte vertritt die gegenteilige Meinung. Während das EU-Türkei-Abkommen aktuell von beiden Verhandlungsseiten hinterfragt wird, ringt die EU gleichzeitig um einen europäischen Verteilmechanismus für im Mittelmeer gerettete Migranten. Das jüngste Angebot des Bundesinnenministers an Italien, ein Viertel der Bootsmigranten in Deutschland aufzunehmen, finden 58 Prozent richtig. Sein Vorstoß bringt Horst Seehofer nicht zuletzt persönliche Sympathien ein. Der CSU-Politiker legt gegenüber dem Vormonat im Bevölkerungsurteil am stärksten zu und wird besser bewertet als Grünen-Chef Robert Habeck.    

Von den aktuellen Diskussionen um Klimapaket und EU-Seenotrettung unberührt bleibt die Bewertung der Bundesregierung. Die Arbeit des Berliner Kabinetts wird wie im Vormonat von einem Drittel der Bundesbürger positiv beurteilt, zwei Drittel üben Kritik. In der Sonntagsfrage ergeben sich zum Vormonat nur leichte Veränderungen. Die CDU/CSU legt um einen Punkt zu und hätte aktuell 28 Prozent in Aussicht, der höchste Wert für die Union seit Mai dieses Jahres. Hinter ihr liegen die Grünen, die sich ebenfalls um einen Punkt auf 24 Prozent verbessern. Die AfD käme aktuell auf 14 Prozent, die SPD auf 13 Prozent. Beide Parteien geben jeweils 1 Punkt ab. Während die Linke 8 Prozent (+1) in Aussicht hätte, könnte die FDP wie im Vormonat mit 7 Prozent rechnen. Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 6 Prozent (-1).

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.004 Befragte
Sonntagsfrage: 1.504 Befragte

Erhebungszeitraum:07. bis 08. Oktober 2019
Sonntagsfrage: 07. bis 09. Oktober 2019

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Roberto Heinrich

Senior Projektleiter Meinungs- und Wahlforschung

roberto.heinrich @remove-this.infratest-dimap.de