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ARD-DeutschlandTREND

September 2019

Sonntagsfrage: Zugewinne für CDU, SPD und AfD, Verluste für Grüne und FDP

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Größte Sorge der Deutschen: Auseinanderdriften der Gesellschaft

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Regierung unverändert in der Kritik

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Koalitionspartner in der Einzelbewertung: Kritik an CDU, CSU und SPD

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Fortsetzung von Schwarz-Rot bis 2021 gewünscht

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Politikerzufriedenheit: Merkel dominiert Politikerfeld

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Aus für Soli: unterschiedliche Besteuerung findet bei gut der Hälfte Zuspruch

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Neubesetzung der SPD-Parteispitze: Mitgliedervotum wird begrüßt

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Sonntagsfrage: Zugewinne für CDU, SPD und AfD, Verluste für Grüne und FDP

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Größte Sorge der Deutschen: Auseinanderdriften der Gesellschaft

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Regierung unverändert in der Kritik

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Koalitionspartner in der Einzelbewertung: Kritik an CDU, CSU und SPD

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Fortsetzung von Schwarz-Rot bis 2021 gewünscht

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Neubesetzung der SPD-Parteispitze: Mitgliedervotum wird begrüßt

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Die Landtagswahlen vom Sonntag in Sachsen und Brandenburg endeten mit deutlichen Einbußen für CDU, SPD und Linken, während AfD und Grüne erkennbar zulegten. Auf die aktuelle bundesweite Stimmung hat die ostdeutsche Doppelwahl vom letzten Wochenende nur wenig Auswirkungen. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union auf 27 Prozent. Sie verbessert sich zum Vormonat um 1 Punkt. Zulegen könnten auch die Sozialdemokraten, die aktuell 14 Prozent (+2) in Aussicht hätten. Die AfD könnte mit 15 Prozent rechnen, sie verbessert sich damit ebenfalls um 1 Punkt. Schwächer als im Vormonat sind dagegen die Grünen mit 23 Prozent (-3). Erstmals seit Mai liegen sie damit im ARD-DeutschlandTREND wieder hinter der CDU. Einbußen zum Vormonat verzeichnen auch die Liberalen (-1), die derzeit mit 7 Prozent rechnen könnten. Die Linke würde wie im Vormonat 7 Prozent erreichen, ebenso die übrigen Parteien.   

Zur ostdeutschen Doppelwahl vom vergangenen Sonntag berichteten die Wahlberechtigten beider Bundesländer, dass Sie sich vor allem Sorgen um den Klimawandel und die Zuwanderung machen. Im bundesweiten Sorgenmonitor stehen Bedenken wegen des Klimawandels ebenfalls oben. Zuwanderungsaspekte werden bundesweit dagegen weniger häufig thematisiert. Einen ähnlich hohen Stellenwert wie der Klimawandel nimmt bei den Deutschen gegenwärtig die Sorge vor einer abnehmenden Problemlösungs- und Kompromissfähigkeit der politischen Parteien ein. Nochmals übertroffen werden entsprechende Befürchtungen von der Sorge, dass die Gesellschaft weiter auseinander driftet. Persönliche wirtschaftliche Sorgen stehen vergleichsweise zurück, sie gewinnen aber an Sichtbarkeit. So ist die Zahl derer, die glauben, ihren Lebensstandard künftig nicht mehr halten zu können, innerhalb eines Quartals von 30 auf 38 Prozent gestiegen.

Die Bundesregierung tut sich nach wie vor schwer, bei den Bürgern Vertrauen hinzuzugewinnen. Wie im Vormonat vergeben zwei Drittel der Wahlberechtigten schlechte Noten an das Kabinett in Berlin. Lediglich ein Drittel der Deutschen ist aktuell mit der Regierungsarbeit zufrieden. Ein Hauptkritikpunkt an der aktuellen Bundesregierung ist, dass sie in den Augen der Bürger viel verspricht, bei den Menschen aber bislang wenig ankommt. Dennoch plädiert eine Mehrheit der Bundesbürger für eine Fortsetzung des Berliner Regierungsbündnisses bis zum Ende der Legislaturperiode. Die Stellung der Kanzlerin als populärste Bundespolitikerin steht auch im September nicht in Frage. Dagegen verliert ihre Nachfolgerin im CDU-Parteivorsitz an Boden und fällt auf den niedrigsten Wert seit ihrem Einzug ins Konrad-Adenauer-Haus.

Mit den ersten Regionalkonferenzen beginnt in dieser Woche das Auswahlverfahren zur Besetzung der künftigen SPD-Doppelspitze. Die Entscheidung der SPD, ihre Mitglieder direkt zu beteiligen, findet bei den Bundesbürgern mehrheitlich Anklang. Zugleich bemängelt allerdings eine Mehrheit aller Wahlberechtigten wie auch der SPD-Anhänger, dass sich die Sozialdemokraten momentan zu sehr mit Personalfragen und zu wenig mit Inhalten beschäftigen. An der Qualität des Bewerberfeldes scheiden sich die Geister. Eine Mehrheit der SPD-Anhänger allerdings äußert sich positiv zu den Bewerbern um die Nahles-Nachfolge.

Wahlforschung

Roberto Heinrich

Senior Projektleiter Meinungs- und Wahlforschung

roberto.heinrich @remove-this.infratest-dimap.de