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ARD-DeutschlandTREND

Januar 2020

Politische Stimmung zum Jahresauftakt weitgehend stabil, Union mit leichten Zugewinnen

Politische Stimmung zum Jahresauftakt weitgehend stabil, Union mit leichten Zugewinnen

Sorgen überwiegen zu Beginn des neuen Jahres

Sorgen überwiegen zu Beginn des neuen Jahres

Wichtigste politische Probleme: Zuwanderung und Klima

Wichtigste politische Probleme: Zuwanderung und Klima

Zukunftserwartungen: Digitalisierung wird Alltag erleichtern, gute Beschäftigungschancen, Sorgen beim Lebensstandard

Zukunftserwartungen: Digitalisierung wird Alltag erleichtern, gute Beschäftigungschancen, Sorgen beim Lebensstandard

Regierungsarbeit: Kritik leicht gesunken

Regierungsarbeit: Kritik leicht gesunken

Parteikompetenzen:

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Schwarz-Rot mit Vertrauensdefizit bei Umwelt, Zuwanderung und Digitalisierung

Schwarz-Rot mit Vertrauensdefizit bei Umwelt, Zuwanderung und Digitalisierung

Politikerzufriedenheit: Kanzlerin Merkel führt Politikerliste an

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Politische Stimmung zum Jahresauftakt weitgehend stabil, Union mit leichten Zugewinnen

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Sorgen überwiegen zu Beginn des neuen Jahres

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Wichtigste politische Probleme: Zuwanderung und Klima

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Zukunftserwartungen: Digitalisierung wird Alltag erleichtern, gute Beschäftigungschancen, Sorgen beim Lebensstandard

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Regierungsarbeit: Kritik leicht gesunken

Regierungsarbeit: Kritik leicht gesunken

Parteikompetenzen:

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Schwarz-Rot mit Vertrauensdefizit bei Umwelt, Zuwanderung und Digitalisierung

Schwarz-Rot mit Vertrauensdefizit bei Umwelt, Zuwanderung und Digitalisierung

Politikerzufriedenheit: Kanzlerin Merkel führt Politikerliste an

Politikerzufriedenheit: Kanzlerin Merkel führt Politikerliste an

Unter den Deutschen überwiegen auch zu Beginn des Jahres 2020 die Sorgen. Ähnlich wie 2019 geben die Verhältnisse in Deutschland für sechs von zehn Deutschen Anlass zur Beunruhigung, ein gutes Drittel sind zuversichtlich gestimmt. Bei den politischen Problemen, die die Deutschen zu Jahresbeginn besonders bewegen, stehen Fragen von Zuwanderung und Klimaschutz an oberster Stelle, gefolgt von Bildung, sozialer Ungleichheit und Altersvorsorge. Dagegen spielen Wirtschafts- und Arbeitsmarktaspekte für die Deutschen trotz einer zuletzt stockenden Konjunktur weiterhin eine nur nachgeordnete Rolle. Die arbeitsmarktpolitischen Erwartungen bleiben entsprechend positiv. Unter den Erwerbstätigen überwiegt die Einschätzung, dass ihre Chancen auf Erhalt ihres jetzigen Arbeitsplatzes oder auf den Wechsel in eine neue und bessere Tätigkeit in den kommenden Jahren eher steigen als sinken werden. Weniger optimistisch sind die Deutschen, wenn es um die Entwicklung des eigenen Lebensstandards geht: 40 Prozent rechnen mit einem wachsenden Lebensstandard, ein gutes Drittel dagegen mit einem sinkenden. In Fragen der Digitalisierung zeigen sich die Deutschen zu Beginn des neuen Jahrzehnts alles andere als technikskeptisch: Sechs von zehn erwarten, dass die Digitalisierung ihren Alltag in den kommenden Jahren erleichtern statt erschweren wird.

Die Sicht der Deutschen auf die Bundespolitik fällt zu Beginn des neuen Jahrzehnts erneut nüchtern aus. Auch wenn die schwarz-rote Koalition im Urteil leicht besser abschneidet als zum Jahresende üben nach wie vor knapp zwei Drittel der Bundesbürger Kritik an der Regierungsarbeit, nur ein gutes Drittel äußert sich zufrieden. Gemessen an ihren gemeinsamen Kompetenzwerten leiden die Berliner Regierungsparteien vor allem in den Bereichen Umwelt, Zuwanderung und Digitalisierung unter Vertrauensdefiziten. In Fragen der Digitalisierung überzeugen Unionsparteien und Sozialdemokraten zusammen nur knapp ein Drittel, in der Zuwanderungspolitik nur unwesentlich mehr. In der Umwelt- und Klimapolitik setzt aktuell sogar nur jeder fünfte Wahlberechtigte auf Union und SPD. Dem gegenüber steht ein nach wie vor vergleichsweise großes Sachvertrauen in die Volksparteien insbesondere in Fragen der Außen-, Familien- und Wirtschaftspolitik, ebenso bei der inneren Sicherheit und der Terrorbekämpfung. Hier vertraut jeweils mindestens die Hälfte der Bundesbürger auf Union und SPD.

Allerdings besteht zwischen den Berliner Bündnispartnern ein deutliches Kompetenzgefälle, das im Regelfall zugunsten der Unionsparteien ausfällt: Allein in der Familienpolitik, beim Einsatz für angemessene Löhne und für bezahlbaren Wohnraum schneidet die SPD im aktuellen Kompetenzurteil der Bundesbürger besser ab als die CDU/CSU. Auf einzelnen Politikfeldern bleibt die SPD sogar hinter der Opposition zurück. Dies gilt nicht nur für die Umweltpolitik, wo die Grünen traditionell das mit Abstand meiste Sachvertrauen aller Parteien binden. Bei der inneren Sicherheit und der Terrorbekämpfung überzeugt die AfD derzeit mehr Wahlberechtigte als die Sozialdemokraten, ebenfalls in der Ausländer- und Zuwanderungspolitik. In Wirtschafts- und Digitalisierungsfragen setzen momentan mehr Bürger auf die Liberalen, in der Verkehrspolitik mehr auf die Grünen. Gegenüber der letzten Bundestagswahl haben beide Koalitionspartner in der Bevölkerung an sachpolitischem Rückhalt verloren, die Sozialdemokraten deutlich stärker. Die Bundestagsopposition kann diese Kompetenzeinbußen nur zum Teil kompensieren. Der Anteil der Bundesbürger, die keiner Partei Lösungen in den einzelnen Politikfeldern zutraut, ist gegenüber der Bundestagswahl durchweg gestiegen. Insbesondere bei der Rentenpolitik, bei der Digitalisierung sowie der Wohnungs- und Verkehrspolitik setzen überdurchschnittlich viele Bürgerinnen und Bürger derzeit auf keine der Parteien. 

Die politische Stimmung in Deutschland ist zum Jahresauftakt weitgehend stabil. Von der etwas besseren Bewertung der Regierungsarbeit profitiert die Union, die sich im Vergleich zu Dezember leicht verbessern kann und nach einem Plus von 2 Prozentpunkten auf 27 Prozent kommt. Der Rückhalt für die SPD stagniert bei 13 Prozent.  Damit würden die Regierungsparteien mit einem Wähleranteil von 40 Prozent eine Mehrheit aber weiter deutlich verfehlen. Zweitstärkste Kraft bleiben die Grünen mit unverändert 23 Prozent. Für die AfD würden sich aktuell 14 Prozent entscheiden, sie müsste damit im Vergleich zum Dezember einen Punkt abgeben. Die FDP könnte unverändert mit 9 Prozent, die Linke mit unverändert 8 Prozent rechnen. Alle anderen Parteien kämen zusammen genommen auf 6 Prozent.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 60:40)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.006 Befragte
Sonntagsfrage: 1.506 Befragte

Erhebungszeitraum:07. bis 08. Januar 2020

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap