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ARD-DeutschlandTREND

März 2020

Corona: Sorgen gestiegen, Mehrheit bleibt aber gelassen

Corona: Sorgen gestiegen, Mehrheit bleibt aber gelassen

Corona-Virus: Verhaltensänderungen im Alltag

Corona-Virus: Verhaltensänderungen im Alltag

Wirtschaftliche Stimmung trübt sich ein

Wirtschaftliche Stimmung trübt sich ein

Flüchtlinge an griechisch-türkischer Grenze: Widerstände gegen Aufnahme

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EU-Türkei-Abkommen bleibt umstritten, wenig Zuspruch für Nachbesserungen

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CDU-Unvereinbarkeitsbeschluss zur AfD wird unterstützt, zur Linken nicht

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Künftiger CDU-Parteivorsitzender: Merz im Vorteil

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Politikerzufriedenheit: Spahn legt zu, Einbußen für Lindner und Maas

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Regierungszufriedenheit: Berliner Koalition stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

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Sonntagsfrage: AfD und FDP verlieren zum Vormonat, grün-rot-rote Mehrheit

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Corona: Sorgen gestiegen, Mehrheit bleibt aber gelassen

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Corona-Virus: Verhaltensänderungen im Alltag

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Wirtschaftliche Stimmung trübt sich ein

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Flüchtlinge an griechisch-türkischer Grenze: Widerstände gegen Aufnahme

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EU-Türkei-Abkommen bleibt umstritten, wenig Zuspruch für Nachbesserungen

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CDU-Unvereinbarkeitsbeschluss zur AfD wird unterstützt, zur Linken nicht

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Künftiger CDU-Parteivorsitzender: Merz im Vorteil

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Politikerzufriedenheit: Spahn legt zu, Einbußen für Lindner und Maas

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Regierungszufriedenheit: Berliner Koalition stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

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Sonntagsfrage: AfD und FDP verlieren zum Vormonat, grün-rot-rote Mehrheit

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Mit gestiegenen Corona-Infektionszahlen ist in Deutschland die Sorge vor einer Ansteckung gewachsen. Bereitete eine Ansteckung vor einem Monat jedem Zehnten große bzw. sehr große Sorgen, ist dies aktuell bei einem knappen Viertel der Fall. Dennoch bleiben die meisten Bürger gelassen. Das Krisenmanagement in Deutschland wird von den Bürgern nach wie vor positiv bewertet: Nach Ansicht von zwei Dritteln haben die deutschen Behörden und Gesundheitseinrichtungen die Situation unter Kontrolle. Mit der Ausbreitung des Coronavirus sind die Konjunktursorgen gewachsen. Ein Drittel bewertet die wirtschaftliche Lage kritisch, der höchste Stand seit August 2013. An Profil gewonnen hat in der Corona-Krise Jens Spahn. Er erzielt den bislang besten Zufriedenheitswert aller Gesundheitsminister im ARD-DeutschlandTREND und schließt im Bürgerurteil fast zu Angela Merkel auf.

Seit dem vergangenen Wochenende halten sich Tausende von Flüchtlingen an der griechisch-türkischen Grenze auf, um in die EU einzureisen. Gut die Hälfte der Bundesbürger spricht sich dafür aus, die Flüchtlinge passieren zu lassen und anschließend auf die EU-Staaten zu verteilen, vier von zehn lehnen dies ab. Vier von zehn plädieren ebenfalls dafür, die Einreise der Flüchtlinge in die EU möglichst zu verhindern. Die größten Widerstände gegen eine Flüchtlingsaufnahme bestehen in den AfD-Reihen. Aber auch mehr als die Hälfte der FDP- und fast jeder zweite Unions-Anhänger fordert, eine Einreise der Flüchtlinge in die EU in der jetzigen Situation möglichst zu unterbinden. Ein Vorangehen von Ländern wie Deutschland oder Frankreich für den Fall, dass sich die EU-Staaten nicht auf eine gemeinsame Flüchtlingsaufnahme einigen können, überzeugt die Hälfte der Deutschen. Ebenso viele sind gegen flüchtlingspolitische Initiativen einzelner EU-Länder.

Seit der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen von Anfang Februar steht die CDU-Beschlusslage zum Umgang mit AfD und Linken in der Diskussion. Die Bundesbürger differenzieren zwischen beiden Parteien. Den Unvereinbarkeitsbeschluss zur Zusammenarbeit mit der AfD halten 73 Prozent der Wahlberechtigten für richtig, die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der Linken dagegen nur 40 Prozent. Im Nachgang der Vorgänge in Thüringen hat Annegret Kramp-Karrenbauer angekündigt, den CDU-Parteivorsitz aufzugeben. Keiner der Kandidaten überzeugt eine Mehrheit der Bundesbürger, allerdings ist Friedrich Merz derzeit im Vorteil: Ein gutes Drittel spricht sich für ihn im Amt des Parteivorsitzenden aus, ein Viertel für Armin Laschet. Norbert Röttgen findet Zuspruch bei jedem achten Wahlberechtigten. Die CDU-Anhänger setzen am ehesten auf Friedrich Merz. Bei den Männern liegt der frühere Blackrock-Manager deutlich vorn. Bei den Frauen liefert er sich mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ebenso bei Wahlberechtigten in Großstädten.   

Die Zufriedenheit mit dem Bundeskabinett stabilisiert sich mit 35 Prozent auf niedrigem Niveau. Hiervon profitiert in der Sonntagsfrage die SPD. Während die Union wie im Vormonat mit 27 Prozent rechnen könnte, legt die SPD um 2 Punkte auf 16 Prozent zu. Die Grünen verbessern sich auf 23 Prozent (+1). Die Linke käme unverändert auf 9 Prozent. Die AfD büßt 2 Punkte ein und käme wie zuletzt im ARD-DeutschlandTREND Mai 2019 nur auf 12 Prozent. In gleichem Umfang verliert die FDP (-2). Sie könnte mit 6 Prozent rechnen, der niedrigste Wert für sie im ARD-DeutschlandTREND seit April 2017. Bei einem solchen Wahlausgang hätte die Koalition aus Union und SPD keine Mehrheit mehr. Rechnerisch möglich wären derzeit entweder Schwarz-Grün oder eine Koalition aus Grünen, SPD und Linken.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte in Deutschland

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 60:40)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.002 Befragte
Sonntagsfrage: 1.502 Befragte

Erhebungszeitraum:02. bis 03. März 2020
Sonntagsfrage. 02. bis 04. März 2020

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung