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Das Grundgesetz: Ein Jubilar mit Bestnoten

Studie: 70 Jahre - die Bundesrepublik und ihr Grundgesetz

Bewertung des Grundgesetzes

Bewertung des Grundgesetzes

Assoziationen zum Grundgesetz

Assoziationen zum Grundgesetz

Demokratie in Deutschland 2019

Demokratie in Deutschland 2019

Föderalismus: Zuständigkeiten der Bundesländer

Föderalismus: Zuständigkeiten der Bundesländer

Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft

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Herausforderungen für die Demokratie in Deutschland

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Ansichten zum Leben in Deutschland

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Verhältnisse in Deutschland

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Bewertung des Grundgesetzes

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Assoziationen zum Grundgesetz

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Demokratie in Deutschland 2019

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Föderalismus: Zuständigkeiten der Bundesländer

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Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft

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Herausforderungen für die Demokratie in Deutschland

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Ansichten zum Leben in Deutschland

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Verhältnisse in Deutschland

Verhältnisse in Deutschland

Das Grundgesetz und die Gründung der Bundesrepublik Deutschland werden am 23. Mai ihren 70. Geburtstag feiern. Grund genug einmal bei den Deutschen nachzufragen, wie es ihnen mit ihrer Demokratie und ihrem Grundgesetz denn so geht. In einer repräsentativen Studie von infratest dimap beantworten die Deutschen die Frage „Wie stehen Sie zu Grundgesetz, Demokratie und den Grundprinzipien unseres Staates?“.

Das Grundgesetz wird von den Deutschen im 70. Jahr seines Bestehens ganz überwiegend positiv beurteilt. Vor allem die Grundrechte stellen nach wie vor ein starkes Fundament mit großer normativer Wirkungskraft dar. Weitet man den Blick über das Grundgesetz hinaus auf die Zufriedenheit der Deutschen mit unserer Demokratie, zeigen sich jedoch große Unterschiede. In den östlichen Bundesländern und bei Haushalten mit niedrigem Einkommen ist jeweils nur etwas mehr als die Hälfte der Menschen mit der Demokratie in Deutschland zufrieden. Mehrheitlich unzufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie sind die Anhänger der Linken, vor allem aber die der AfD.

Gesamtzeugnis für das Grundgesetz: mindestens gut
Die Deutschen stellen ihrem Grundgesetz nach wie vor überwiegend gute bis sehr gute Noten aus: 88% der Menschen hierzulande sagen, das Grundgesetz habe sich sehr gut (30%) oder gut (58%) bewährt. Die positive Bewertung ist über sämtliche gesellschaftliche Gruppierungen zu beobachten.

Grundrechte: Fundament der normativen Wirkungskraft

Insbesondere den unabdingbaren Grundrechten schreiben die Wählerinnen und Wähler sehr große oder große Bedeutung zu: dies gilt unter anderem für die „Würde des Menschen“, Presse- und Meinungsfreiheit, Gleichheit / Gleichberechtigung.

In die Jahre gekommen, aber nicht veraltet!

Nur 5% der Deutschen nennen bei der offenen Frage, was ihnen beim Grundgesetz in den Sinn komme, dass es überaltert sei und der Überarbeitung bedürfe und nur 2% sagen, es handele sich nach wie vor nur um ein Provisorium.

Zufriedenheit mit der Demokratie: große Unterschiede

Eine Mehrheit der Menschen (65%) hierzulande ist mit dem Funktionieren der Demokratie am Vorabend des 70. Jahrestages der Gründung der Bundesrepublik nach wie vor zufrieden. Dieser Wert liegt leicht über dem langjährigen Durchschnitt seit Ende der 1990er Jahre.

In den östlichen Bundesländern und bei Haushalten mit niedrigem Einkommen ist jeweils nur knapp mehr als die Hälfte (53%) der Menschen mit der Demokratie in Deutschland zufrieden. Mehrheitlich unzufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie sind die Anhänger der Linken, vor allem aber die der AfD.

Föderalismus: Bevölkerung gespalten

Schon auf dem Herrenchiemseer Verfassungskonvent im Sommer 1948 und daran anschließend im Parlamentarischen Rat, diskutierten Verfassungsexperten und westdeutsche Politiker kontrovers über die Ausgestaltung des Föderalismus. Bis heute gehen die Meinungen zur Stärkung der Entscheidungsrechte der Länder versus dem Bund deutlich auseinander: 36% sprechen sich für den Status quo aus, jeweils knapp 30% wollen die Entscheidungs­kompetenzen des Bundes beziehungsweise der Länder stärken.

Vertrauen in etablierte Parteien zunehmend erschöpft

Genau die Hälfte der Bundesbürger ist mittlerweile der Auffassung, dass es neue politische Parteien und Bewegungen braucht, um die zentralen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Unter den 18-34-Jährigen ist der Anteil besonders hoch, hier sind es 61% der Wahlberechtigten.

Als wichtigste Herausforderungen für die bundesdeutsche Demokratie nennen die Bundesbürger Migration und die wachsende soziale Ungleichheit.

Verunsicherung überwiegt

Während fast zwei Drittel der Deutschen der Auffassung sind, dass die derzeitigen Verhältnisse hierzulande Anlass geben, stolz zu sein (64%), ist die Unsicherheit groß.

Angesichts der gesellschaftlichen Umbrüche in Deutschland und der internationalen Herausforderungen sagen nur 35%, dass die Verhältnisse derzeit Grund zur Zuversicht geben, für fast 60% überwiegt die Beunruhigung.

Der eher skeptische Blick nach vorne wird auch daran deutlich, dass die so genannte „prospektive Demokratiezufriedenheit“ niedriger ausfällt als die aktuelle. Nur 40% der Deutschen gehen davon aus, dass sie in zehn Jahren mit der Demokratie in Deutschland zufrieden sein werden. Auch unter den Jüngeren blicken nur wenige mehr optimistisch nach vorne.

 

Dies sind ausgewählte Ergebnisse einer größer angelegten Studie infratest dimap anläßlich des 70. Jahrestages des Grundgesetzes.

 

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl / Dual frame

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1000 Befragte

Erhebungszeitraum:27. Februar bis 16. März 2019

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap